Wenn man sich die weltweite Verbreitung der mobilen Betriebssysteme ansieht, dann könnte man eigentlich davon ausgehen dass Google in allen Punkten des Geschäfts längst an Apple vorbeigezogen ist - auch bei den App Stores. Aber dem ist bekanntlich nicht so: Auch im 1. Quartal 2016 konnte der Play Store zwar mehr als doppelt so viele Downloads verzeichnen wie der App Store, aber beim insgesamt erwirtschafteten Umsatz hat noch immer Apple die Nase vorn.
Mit dem iPhone 6S hat Apple im vergangenen Jahr eine neue Funktion eingeführt, mit der man laut der eigenen Marketingabteilung das Touch-Display noch einmal revolutioniert hat: Die Rede ist natürlich von 3D Touch. Google hat sich zwar bisher nicht dazu geäußert, aber auch in der zweiten Preview-Version von Android N ist nun eine solche Funktion enthalten. Sie ist zwar noch gut getarnt, aber in einem Video wird nun gezeigt wie diese Umsetzung in Android N funktioniert.
Googles mobiles Betriebssystem ist zu großen Teilen in Java geschrieben und setzt auch bei der App-Entwicklung sehr stark auf diese Sprache. Würde man die Entwicklung heute noch einmal von vorne beginnen, würde man aber vielleicht auch eine andere Programmiersprache setzen - und diese könnte dann ausgerechnet aus dem Hause Apple stammen. Laut einem Bericht prüft Google derzeit, ob man langfristig auf die von Apple entwickelte Sprache Swift umsteigen könnte.
Obwohl Apple mehrere eigene Rechenzentren betreibt, benötigt es für den Betrieb und die Speicherung der Daten der iCloud die Hilfe von gleich mehreren Cloud-Anbietern. Bisher hatte Apple dafür auf die Dienstleistungen von amazon und Microsoft gesetzt, wird aber jetzt noch einen dritten Anbieter ins Boot holen: Google. Einige Daten der iCloud werden in Zukunft also tatsächlich auch auf Googles Servern gespeichert werden, da sich Apple unabhängiger von einem einzelnen Hersteller machen möchte. Ein wichtiger Schritt für Googles Cloud-Business.
Der Streit zwischen Apple und dem FBI aufgrund der geforderten Entsperrung eines iPhones sorgt seit über zwei Wochen für Schlagzeilen und spaltet die Gemüter. In einem offenen Brief hat Apple-Chef Tim Cook die Ablehnung seines Unternehmens näher erläutert und stößt dabei im Silicon Valley auf viele offene Ohren. Jetzt ist auch Google einer Gemeinschaft von mehr als 20 Tech-Unternehmen beigetreten, die Apple unterstützen und unbedingt verhindern wollen, das ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wird.
In den letzten zwei Tagen hat Tim Cook mit einem offenen Brief für viel Wirbel gesorgt, der die Diskussion um den Schutz der Nutzerdaten wieder neu entflammt hat. Apple und Cook haben sich gegen eine gerichtliche Anordnung gewehrt, die dem Unternehmen auferlegt, das iPhone eines Attentäters zu "hacken" und die darauf gespeicherten Daten freizugeben. Jetzt springt auch Google-CEO Sundar Pichai in die Bresche und stellt sich öffentlich auf die Seite von Tim Cook und teilt dessen Ansichten.
Googles Suchmaschine dominiert sowohl auf Desktop als auch auf dem mobilen Markt, wobei bei letzterem natürlich vor allem die Suchleisten in Android und iOS für einen Großteil der Anfragen sorgen und äußerst wichtig sind. Während Google selbst die Standard-Suchmaschine unter Android bestimmen kann, und dabei natürlich auf das hauseigene Angebot setzt, sieht das auf Apples Plattform ganz anders aus. Apple lässt sich diesen prominenten Platz nämlich sehr gut bezahlen und bekommt dafür von Google 1 Milliarde Dollar pro Jahr.
Durch die Cloud ist der Wechsel des Smartphones heute kein Problem mehr, da bei den meisten Nutzern alle Daten ohnehin in der Cloud liegen und ständig synchronisiert werden. Anders sieht es da schon aus, wenn man das komplette Ökosytem wechseln möchte - denn das ist in den meisten Fällen nicht mehr ganz so einfach. Sowohl Google als auch Apple bieten dafür seit einiger spezielle Apps für die Konkurrenzplattform an, mit der die Nutzer sehr leicht auf das eigene System wechseln können. Laut einem Bericht arbeitet Apple nun aber an einer App, die den Wechsel von iOS zu Android vereinfachen soll.
Wenn es zwei Unternehmen in der IT-Branche gibt, die wohl keine Freunde mehr werden, sich aber trotzdem gegenseitig respektieren, dann sind es Google und Apple. Im Laufe der Jahre sind sich die beiden Unternehmen in immer mehr Produktkategorien in die Quere gekommen, doch der bekannteste Schauplatz ist natürlich der der mobilen Betriebssysteme. Googles Chefdesigner für Android hat nun Öl ins Feuer gegossen und hat sich über das aus sicher Sicht rückständige Design von iOS ausgelassen und es gar als "schwerfällig und lästig" bezeichnet.
Aktuell scheint der Markt der Smartphone-Betriebssystem festgefahren zu sein und zeigt seit Jahren das gleiche Bild: Android dominiert und treibt über 80 Prozent aller weltweiten Smartphones an, Apple kommt mit einem respektablem Abstand auf den zweiten Platz und treibt mit seinen iPhones immerhin 15,8 Prozent aller Smartphones an. Dahinter kommt dann eigentlich nicht mehr viel und als drittes "großes" Betriebssystem bleibt dann nur noch Windows Phone übrig dass gerade einmal 2,2 Prozent aller Smartphones antreibt. Glaubt man den Marktforschern, wird sich an diesem Bild auch in den nächsten vier Jahren nichts ändern.