Android

Am 5. Januar wird es eine Konferenz zu Android geben. Gerüchten zufolge wird Google an diesem Tag sein Nexus One vorstellen. Das Gerät soll vom Hersteller HTC stammen, der auch schon einige Smartphones mit Android veröffentlicht hat. 

Angeblich soll man das Handy über google.com/phone (derzeit DNS-Fehler, deswegen nicht verlinkt) für 530 US-Dollar (rund 370€) kaufen können. Mit einem Zwei-Jahresvertrag von T-Mobile USA kostet das Gerät nur noch 180$ (125€). 

Das Nexus One soll von Google und HTC gemeinsam entwickelt worden sein und das Unternehmen aus Mountain View soll sehr viel Einfluss auf die Hardware und die Software genommen haben.  

[golem]
Jahresrückblick Dezember
In den ersten beiden Wochen im Dezember zündete Google noch einmal ein richtiges Feuerwerk. Chrome für Mac und Linux als Beta, Erweiterungen und eine neue Startseite.

Ein anderes Experiment von Google war die Fade-In Startseite. Beim Laden wird anfangs nur das Logo, die Suchbox sowie die beiden Buttons. Erst nachdem man die Maus bewegt hat, kann man auch die Linkbar sowie die Links unter der Suche sehen. Wer dies nicht möchte hat verschiedene Möglichkeiten, die Fadein Seite wieder auszuschalten.

Die personalisierte Suche von Google stand bisher nur angemeldeten Nutzer zur Verfügung. Mit dieser werden die Suchergebnisse an alte Suchanfragen des Nutzers angepasst. Nun gibt es die Personalisierung für alle Nutzer. Hierfür speichert Google die letzten Suchanfragen in einem Cookie. Wer dies nicht wünscht kann mit ein paar Klicks die Personalisierung deaktivieren.

Mit Google Goggles will Google die Suche revolutionieren. Die Suche arbeitet hier nicht über einen Text oder die Stimme, sondern über ein Bild. "Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte", sagt Shailesh Nalawadi, Produktmanager für Google Goggles. "Bei vielen Suchanfragen ist es einfacher und sinnvoller, über ein Bild und nicht nur mittels Texteingaben zu suchen, insbesondere bei der mobilen Nutzung. Noch steckt die Computerbilderkennung in den Kinderschuhen, aber Goggles zeigt, welches Potenzial darin steckt. Und wir arbeiten intensiv daran, die Erkennungsfähigkeiten zu verbessern. Eine Zukunft, in der die visuelle Suche genauso normal ist wie das Zeigen mit dem Finger auf ein Objekt ist damit durchaus vorstellbar."

Auf der selben Konferenz stellt Google auch Latest Results vor. In diesem Bereich findet man neben Twitter auch erst vor wenigen Sekunden veröffentlichte Nachrichten und Blogeinträge. Während der Demo wurde gezeigt wie schnell das ganze arbeitet, Tweets über Latest Results konnte man sofort sehen.

Nur einen Tag später gab Google die Beta-Version von Chrome for Mac und Linux frei. Im Vergleich zur ersten Dev-Version bringt sie zahlreiche Verbesserungen und passt sich der Windows Verison an. Am selben Tag gab Google die ersten Erweiterungen für Google Chrome frei. Die Erweiterungen stammen vion Google selbst oder von Dritten. Die Extensions kann man derzeit mit der Beta von Chrome 4.0 sowie mit den Dev-Versionen nutzen. Die Mac-Beta unterstützt die Extensions noch nicht, da einiges noch nicht ganz richtig funktioniert.

Mit Picasa 3.6 hat Google die Gesichtserkennung verbessert und bringt neue Features mit. Seit August kann man gemeinsam ein Album mit Fotos fühlen. Dies geht nun auch mit der Picasa-Version für Windows und Mac. Leider steht die neue Version wie bereits der Vorgänger Picasa 3.5 nur auf Englisch zur Verfügung.

Mit goo.gl kann man URLs kürzen. Eigentlich ist der Kurzurl-Dienst nur über die Google Toolbar 7 für den Firefox bzw. die Toolbar 6.4 für den IE und Feedburner zur Verfügung, aber auch über eine Chrome Erweiterung kann man jede URL kürzen. Goo.gl soll sich durch eine hohe Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit auszeichnen.
Jahresrückblick November
Im November hat Google die Quellcode vom Chrome OS veröffentlicht, angekündigt, dass man öfters neue Aufnahmen für Earth freigeben will und die Preise für den Share Storage deutlich gesenkt.

Im November gab Google bekannt, dass man öfters neue Aufnahmen für Gogle Earth veröffentlichen möchte. Während man die neuen Orte bisher immer in einem Quiz vorgestellt hat, stellt man nun eine Datei zur Verfügung, die die neuen Bilder rot hervorhebt. Google veröffentlicht nun ungefähr im vierzehntägigem Rhythmus neue Aufnahmen. Bei den Updates waren bisher auch Bilder dabei, die erst wenige Wochen vor der Veröffentlichung geschossen wurden.

Mit Friend Connect können Webseiten Betreiber quasi ein kleines soziales Netzwerk auf ihrer Seite einrichten. Mit dem Update im November ist es zudem möglich Newsletter zu verschicken, Umfragen zu machen, Interessen seiner Mitglieder in die Werbung von AdSense einzubeziehen.

Mit dem Google Dashboard will man Google Account-Nutzern zeigen welche Daten in welchem Produkt gespeichert sind. Auf einer Seite bekommt man so einen Überblick. Der Datenschutzbeauftragte von Hamburg sagte: "Hinter dem Google Dashboard steht die Idee, den Nutzern künftig einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Daten sie Google anvertraut haben und welche Einstellmöglichkeiten hierfür bestehen. Dies stärkt die eigene Verantwortung im Umgang mit den Daten und führt zu einer größeren Transparenz für die Nutzer."

Die Preise für den Shared Storage von Picasa Web und Google Mail wurden im November stark gesenkt. So kosten 20 GB für ein Jahr nur noch 5$, vorher haben 25 GB 75$ gekostet. Google hat den Speicherplatz verdoppelt und den Preis um 75% gesenkt.

Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür reichte beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen Street View ein. Thür sagte damals: "So kündigte Google bspw. an, hauptsächlich Stadtzentren zu fotografieren, stellte in der Folge jedoch viele Städte flächendeckend ins Internet. In Aussenquartieren, wo die Bevölkerungsdichte auf den Strassen rapid abnimmt, ist das einfache Blurring von Gesichtern aber nicht mehr ausreichend. Dies gilt insbesondere angesichts der Zoomfunktion, die es dem Street-View-Benutzer erlaubt, Personen auf dem Bildschirm herauszuisolieren und zu vergrössern." Thür stört auch die Höhe der Kameras, die mehr zeigt, als ein Passant sehen kann, wenn er durch die Stadt läuft. Rund einen Monat später hat man sich geeinigt und Google darf weiter fotografieren. Das Hauptverfahren bleibt aber unberührt.

Im Vorfeld gab es viele Spekulationen was Google auf der Pressekonferenz Ende November bekanntgeben will. So gab es das Gerücht, dass man das Chrome OS in einer Beta-Version freigeben wird. Im Grund genommen war bereits seit Juli klar, was Google machen wird. Damals hieß es, dass man Ende des Jahres den Quellcode vom Chrome OS freigeben wird, was dann am 19. November auch geschah. Eine Beta-Version soll im ersten Halbjahr erscheinen, erste Geräte mit dem Chrome OS sollen Ende 2010 erscheinen.

Google testet ständig Änderungen mit einer recht geringen Zahl an Nutzer. Einer dieser Tests ist eine bunte Sidebar. Die Meinungen über diese gehen recht weit auseinander. Die Sidebar ermöglicht es die Suche zu verfeinern ohne dass man auf eine andere Seite wechseln muss. Außerdem zeigt das Experiment, dass Google möglicherweise ein neues Logo bekommt. Die Farben bleiben die selben, aber schauen deutlich moderner aus.
Jahresrücklick Oktober

Im Oktober stellt Google weitere Themes für Chrome vor, ändert das Design von Google Docs, ermöglicht den Export von Dokumenten und macht die Suche sozialer.

In der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober hat Google die ersten Einladungen zu Google Wave verschickt. Rund 100.000 Einladungen gingen an die Tester der Sandbox, zufällig ausgewählte Nutzer, die sich in das Formular eingetragen hatten und Nutzer von Google Apps. Inzwischen haben schon deutlich mehr Nutzer Zugriff auf Google Wave. Vor einigen Wochen gab Google bekannt, dass man die Millionste Einladung verschickt hat. Wir hatten ungefähr 350 Anfragen für Einladungen.

Nachdem im August Themes für Google Chrome veröffentlicht wurden, hat Google im Oktober fast 100 Artist Themes für Chrome vorgestellt. Diese Design stammen von Künstlern. Neben Porsche, gibt es auch ein Design von Mariah Carey, Yann Arthus-Bertrand, Dolce & Gabbana oder Gossip.

Vermutlich wegen dem Druck aus Deutschland hat Google sich entschlossen die Rohdaten für Street View nach einem Jahr nach der Veröffentlichung zu löschen. Dies geschieht seit Oktober für alle Aufnahmen. Die automatische Bearbeitung der Bilder macht leider Fehler, am bekanntesten ist das Pferd im New Yorker Central Park. Diese Fehler kann man nur mithilfe der Originalaufnahmen rückgängig machen. Widerspricht jemand gegen Street View werden die Rohdaten sofort gelöscht.

Im Sommer hat Google angekündigt, dass man das Design von Google Docs überarbeiten wird. Die Freigabe erfolgte im Oktober und brachte einige neue Features mit. Neben dem lange gewünschen Multiupload von Dateien, kann man nun auch ganze Ordner mit anderen teilen. Ist ein Ordner freigeben haben Mitarbeiter Zugriff auf alle Dateien, die im Ordner sind. Dies gilt dann auch für neu eingefügte Dateien.

Google hat mit Twitter eine Vereinbarung getroffen. Google darf öffentliche Tweets in die Suchergebnissen aufnehmen, muss aber dafür zahlen. Ein ähnliches Abkommen hat Twitter auch mit Microsoft für Bing geschlossen. Die Integration erfolgte eineinhalb Monate später mit den Latest Results.

Über ein Script für den Greasemonkey war es bereits längere Zeit möglich seine Dokumente in einem Aufwasch herunterzuladen. Google hat bei der Bekanntgabe der Data Liberation Front angekündigt, dass man seine Dateien kinderleicht exportieren kann. Im Dialog kann man wählen in welchen Format die Dateien gespeichert werden sollen. Inzwischen kann man bis zu 2GB an Dateien auf einmal exportieren.

Die Google Social Search ist ein Experiment, das man erst aktivieren muss. Hier fließen in die Ergebnisse auch Empfehlungen von Freunden. Google nutzt hier neben den Google Mail Contacts auch das Google Profile und die verlinkten Seiten wie Twitter, Friendconnect oder Blogs. Auch der Google Reader kann Einfluss auf die Ergebnisse haben. Die Ergebnisse könnte man auch ohne Social Search finden.
Breaking

Google und Global Voices haben die näheren Einzelheiten des "Breaking Borders Award" bekannt gegeben, mit dem Personen weltweit ausgezeichnet werden sollen, die sich für die freie Meinungsäußerung im Internet einsetzen. Mit dem Preisgeld in Höhe von insgesamt 30.000 US-Dollar werden herausragende Web-Projekte von Einzelpersonen oder Gruppen ausgezeichnet, die Mut, Einsatzwillen und Einfallsreichtum bei der Nutzung des Internet zur Förderung der freien Meinungsäußerung beweisen. 

Die Nominierungen für die Auszeichnung können ab heute bis zum 15. Februar 2010 unter www.breakingborders.net eingereicht werden. Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben und ist mit jeweils 10.000 US-Dollar dotiert: 

1. Advocacy: für Aktivisten oder Gruppen, die Online-Tools nutzen, um sich für die freie Meinungsäußerung einzusetzen oder politischen Wandel anzuregen 
2. Technology: für Personen oder Gruppen, die ein wichtiges Tool entwickelt haben, das die freie Meinungsäußerung ermöglicht und den Zugang zu Informationen verbessert 
3. Policy: für politische Entscheidungsträger, Regierungsbeamte oder Leiter nichtstaatlicher Organisationen, die bemerkenswerte Beiträge in diesem Bereich geleistet haben 

Die Gewinner werden im Frühjahr 2010 bekannt gegeben und ausgezeichnet. 

"Freie Gesellschaften und Wohlstand basieren im Wesentlichen auf der freien Meinungsäußerung, sowohl offline als auch online", erklärt David Drummond, Google Senior Vice President, Corporate Development und Chief Legal Officer. "Das Internet ermöglicht früher undenkbare Möglichkeiten, sich weltweit politisch zu engagieren und Informationen frei auszutauschen, und es fördert die demokratische Bewegung weltweit. Diese Auszeichnungen werden an Personen vergeben, die wirklich etwas bewegen", so Drummond. "Wir freuen uns auf unsere Partnerschaft mit Global Voices und die Unterstützung von Thomson Reuters. Wir alle glauben, dass wir Projekte schaffen, unterstützen und ermutigen müssen, die das Internet zur Förderung der freien Meinungsäußerung nutzen und den Bürgern überall auf der Welt neue Wege eröffnen." 

"Das Internet hat sich zu einem wesentlichen Bereich im weltweiten Kampf für das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt", so Sami Ben Gharbia, Advocacy Director von Global Voices. "Bei unserer Arbeit bei Global Voices sind wir täglich beeindruckt, welche kreativen Wege die Aktivisten und andere Menschen finden, um sich online für die freie Meinungsäußerung einzusetzen. Es ist spannend, an einer Auszeichnung beteiligt zu sein, die Innovationen in diesem Bereich würdigt." 

Für die Auszeichnung können Einzelpersonen, Gruppen oder Kooperationsprojekte in jeder der drei Kategorien vorgeschlagen werden. Die Teilnehmer können sich selbst, Blogs, Webseiten oder andere Webauftritte nominieren. Die Kandidaten sollten an der freien Verbreitung von Ideen beteiligt gewesen sein, Widerstand gegen die Zensur geleistet, lokalen Gemeinden geholfen, das Bewusstsein für ein bestimmtes Problem oder eine Sache geschärft, die Menschen für die Änderung einer Regierungspolitik mobilisiert oder zum Schweigen gebrachten Personen Gehör verschafft haben. 

Die Vorschläge - inklusive einer Biografie der betreffenden Person oder einer Beschreibung der Gruppe sowie Text- und Videoinhalte, in denen die Arbeit des Nominierten beschrieben wird - können auf der Webseite von Breaking Borders www.breakingborders.net eingereicht werden. 
Jahresrücklick September

Google startet die Data Liberation Front, Chrome Frame, Google Docs im Index und Google Sidewiki.

Rätselhaftes PhänomenMit diesem Doodle, das auf den Begriff Rätselhaftes Phänomen verlinkt war, schuf Google selbst ein Rätselhaftes Phänomen. Allerdings wurde recht schnell klar, was das ganze soll. Mit drei Doodles ehrte man den Autor H. G. Wells, der als Pionier der Science-Fiction-Literatur gilt.

Auch wenn es einige immer noch bezweifeln: Google will mit der Data Liberation Front den Wechseln von Google zu einem anderen Anbieter und von anderen Anbietern zu Google so einfach wie möglich machen. Die Webseite dataliberation.org zeigt Anleitung auf, wie man von Google wechseln kann. Es wird erklärt, wie man seine Mails Exportieren kann, wie man seine Kalender speichern kann und wie man auch zu Google kommen kann.

Öffentliche Google Docs-Dokumente werden wie Google im September bekannt gab in den Google Index aufgenommen. Voraussetzung ist allerdings, dass diese zum einen öffentlich sind, zum anderen aber auf mindestens einer Webseite verlinkt sind.

Als Google im Mai die Präsentation von Google Wave gab, wurde gesagt, dass Wave nur in Chrome, Safari und im Firefox gut arbeitet. Da Wave auf HTML5 zurückgreift, das die drei genannten schon teilweise unterstützen, der Internet Explorer aber nicht, könnte ein Großteil der Internetnutzer nicht auf Google Wave zugrifen. Deswegen hat Google ein Plugin entwickelt, dass dem Internet Explorer 6-8 HTML5 beibringt. Webseiten mit einem bestimmten Meta-Tag werden dann nicht mit der IE-Engine Trident gerendert, sondern mit Webkit, das auch im Google Chrome zum Einsatz kommt. Microsoft warnt vor der Nutzung von Chrome Frame, da es Sicherheit einschränken kann. Google nennt hingegen, dass Chrome Frame den alten Browser sicherer macht.

Mit Google Sidewiki – anfangs ein Teil der Google Toolbar für den IE und Firefox, aber inzwischen über ein Bookmarklet auch in anderen Browser nutzbar – können Besucher Kommentare auf Webseiten schreiben, die das nicht anbieten. Der Entwickler sagte: "Viele Besucher von Webseiten verfügen über Sach- und Fachwissen, Meinungen und Erfahrungen, die den Wissensschatz vieler künftiger Besucher dieser Webseiten stark erweitern könnten. Durch diese neue interaktive Funktion beim Besuch einer Webseite können dank Sidewiki noch mehr Informationen online ausgetauscht und das Erlebnis im Web allgemein gesteigert werden."

Auch drei Monate später gibt es Picasa 3.5 nur auf Englisch bzw. schon die Nachfolgerversion 3.6. Picasa 3.5 verfügt über die Integration der Gesichtserkennung und Verbesserungen beim Geotagging von Fotos. Hierfür wurde Google Maps in die Software integriert. Während Picasa for Mac ebenfalls aktualisiert wurde, liegt von Picasa for Linux keine neue Version vor.
Jahresrücklick August

Google stellte Themes für Gogle Chrome vor, gab eine Sneak Preview von der kommenden Search Engine und Chrome synchronisiert Lesezeichen.

Bereits einige Tage nach der Veröffen tlichung von Google Chrome tauchten im Internet die ersten Themes auf. Doch diese führten teilweise zu Fehlern. Seit August gibt es 29 offizielle Themes. Alle diese Themes wurden von Google entwickelt. Anders als beim Firefox ist für die Installation der Themes kein Neustart des Browsers nötig. Die Themes setzen mindestens die Beta von Chrome 3.0 voraus.

KaffeeMit Google Caffeine will Google die Suche verändern. Da die Änderungen unter der Haube Einfluss auf die einzelne Bewertung der Ergebnisse haben, lässt Google im August die Nutzer schon mal einen Blick auf die Ergebnisse werfen. Die Änderungen fallen vor allem beim aktuellen Dingen auf. Hier sind Nachrichten etwas höher zu finden. Drei Monate später gab Google bekannt, dass das Experiment beenden ist. Googler Matt Cutts sagte, dass man Caffeine nach den Holidays (also Weihnachten) auf denn Servern „ausrollen“ wird. Mit der Veröffentlichung ist im neuen Jahr zu rechnen.

Mitte August gab Google Street View für die Schweiz, Portugal und Taiwan frei. Außerdem wurde das Google Street View Partner Programm gestartet. Durch dieses werden Sehenswürdigkeiten wie Stonehenge oder Parks für Street View aufgenommen. Zum Einsatz kommen neben Autos auf Trikes, die um die 100 kg wiegen. Der Datenschutzbeauftragte der Schweiz forderte Google auf, die Aufnahmen zu entfernen, da viele Gesichter nicht verwischt waren und reichte eine Klage ein. Im Dezember wurde bekannt, dass das Hauptverfahren weiterlaufen wird, Google aber dennoch neue Fotos machen darf.

Über Google Docs kann man eine Lesezeichen mit Chrome seit August synchronisieren. Änderungen werden fast in Echtzeit auf anderen PCs sichtbar. Google möchte in Zukunft auch noch weiteres hinzufügen. Möglich wäre auch der Verlauf und Einstellungen. In der ersten Dev-Version von Google Chrome 4.0 fand man zudem einen Hinweis auf das legendäre Gdrive.

Google Translate wurde Ende August in Google Docs integriert. Heute findet man die Übersetzung im Menü Tools. Zur Auswahl steht neben einer neuen Datei mit der automatischen Übersetzung auch, dass Google die Originaldatei durch die Übersetzung ersetzt. Das Ersetzen kann nur über die Revision rückgängig gemacht werden.

 
Jahresrücklick Juli

Google entließ einige Services aus der Beta, kündigte ein Chrome OS an, erweiterte Google Earth und hat Streit mit Apple.

Nach über fünf, fast drei, fast vier und über drei Jahren nahm Google Google Mail, Google Docs, Google Talk und den Google Calendar aus der Beta. Da viele Nutzer sich vor allem über die fünf Jahre bei Google Mail lustig machten, hat Google auch gleich ein neues Google Mail Labs veröffentlicht. Es ersetzt das Google Mail Logo durch das alt bekannte Logo mit dem Beta-Tag. Einer der Gründe wieso Google Beta entfernt hat, ist die mögliche Abschreckung von großen Firmen, da sich Beta immer etwas nach Demo anhört.

In den letzten Jahren ist Google immer häufiger in Bereiche vorgedrungen die Microsoft dominiert: Browser und Office-Paket. Da war es nur eine Frage der Zeit bis auch ein Betriebssystem bekannt gegeben wird. Das Google Chrome OS soll ein schlankes, stabiles und sicheres Betriebssystem werden, das das Hauptaugenmerk auf die Cloud richtet. Im Mittelpunkt steht hier Googles Browser Chrome. Das Chrome OS passiert auf Linux.

Im Laufe der Zeit hat Google versucht den Google Reader zur Art Social Network auszubauen. So gibt es seit Juli eine Möglichkeit anderen Nutzern zu folgen, mit Like (auf Deutsch bevorzugen) kann man anderen Nutzern sagen, dass einem der Feedeintrag gefällt.

MondPünktlich zum 40. Jahrestag der Mondlandung, hat Google Google Earth um den Mond erweitert. So ist es möglich den Mond in 3D anzuschauen. Gemeinsam mit der NASA hat Google auch gleich hochauflösende Bilder der Apollo Missionen veröffentlicht. Außerdem Bilder von Raumfahrzeugen: aufgenommen von der Apollo Metric Camera, Clementine und Lunar Orbiter, Menschliche Artefakte und historische Karten von der Mondoberfläche.

Für seinen Service Google Voice wollte Google eigentlich eine App für das iPhone veröffentlichen. Doch Apple lehnte die Aufnahme ab, da die Anwendung Nutzer verwirren könnte, da die App ähnliche Funktionen hat, wie das iPhone schon selbst. Die Sache wurde auch von der FCC untersucht und Apple sagte dann, dass man die App nicht abgelehnt habe, sondern einfach nicht geprüft hat. Google Laditude wurde ebenfalls abgelehnt, da man sie mit der App Maps verwechseln könnte. Google Voice soll nun per Webapp nutzbar sein.

Viele Nutzer wünschten sich, dass man die Geburtstage seiner Kontakte im Google Calendar sehen kann. Dies Daten werden zum einen aus den Einträgen in den Google Contacts gewonnen, zum anderen aber auch aus den Google Profles, wenn der Freund dort ein Geburtsdatum hinterlegt hat. Auch fast ein halbes Jahr später kann man leider noch keine Erinnerungen einrichten.

Mit Google Mail kann man auch Emails mit der eigenen Domain verschicken. Doch bisher wurde immer dies immer im Auftrag von [email protected] versendet. Inzwischen ist es möglich dieses im Auftrag von zu entfernen. Die Mail wird dann nicht über die Google Server versendet sondern über den SMTP-Server des anderen Anbieters.

Jahresrücklick Juni

Google einigt sich mit den Datenschützern wegen Street View, die Navigation von Street View wird verbessert, Uploader darf seine Videos herunterladen und das Translator Toolkit macht das Übersetzen von Dokumenten einfacher.

In Street View konnte man bis Juni immer nur ein Bild weiterfahren. Mit einer neuen Steuerung wird die Struktur der Umgebung mit eingezogen. Häuserfassaden werden mit einem Rechteck markiert, ist man über einer Straße erscheint ein Kreis. Beim Weiterspringen gibt es eine leichte 3D-Animation. Dadurch kann man auch mehrere Bilder überspringen und bekommt dann auch gleich einen Bereich herangezoomt.

Fast neuen Monaten nachdem die erste Windows Version erschienen ist, hat Google eine frühe Version von Chrome für Linux und Mac freigeben. Einige Funktionen wie Drucker, Plugins wie Flash, Java oder Gears fehlten da noch. Insgesamt richtete sich die Version nur an Entwickler und war nicht für den produktiven Einsatz geeignet. Google gab ein halbes Jahr später nach zahlreichen Fehlerkorrekturen die Beta-Versionen frei.

HomeHOME ist der Name eines Films vom Fotografen Yann Arthus-Bertrand und Produzenten Luc Besson. Diese Film setzt sich mit dem Zustand der Erde auseinander und erschien am selben Tag im Kino, auf DVD und wurde im TV ausgestrahlt. Außerdem konnte man sich HOME über einen Monat auf YouTube anschauen.

Das Google Translator Toolkit soll das Übersetzen von Dokumenten einfacher machen. Hierbei bleibt das Layout erhalten und der Nutzer kann die Übersetzungen verbessern und ergänzen. Die gewonnen Verbesserungen und Übersetzungen lässt Google in Translate einfließen. Außerdem kann man Wikipedia Artikel und Knols – ja das Ding gibt es auch noch – übersetzen und direkt auf den Plattformen veröffentlichen. Auch das gemeinsame Arbeiten ist so möglich.

Eigentlich ist das herunterladen von Videos aus YouTube ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube. Aber zumindest dem Uploader bietet es Google seit Mitte Juni an seine Videos als MP4 herunterzuladen. Kleines Manko gibt es aber noch: Wenn man YouTube Audio Swap genutzt hat, verschwindet der Download-Button aus der My Videos Übersicht.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Prof. Dr. Caspar wurde eine Einigung in Sachen Street View erzielt. Google sicherte zu, die Originalaufnahmen zu löschen, Widersprüche zu akzeptieren und diese zu bestätigen, neue Aufnahmen anzukündigen, Gesichter und Kennzeichen zu entfernen und einen Datenschutzbericht anzufertigen. Gerade die Widersprüche führten zu einer Verzörgerung. Nach unseren Informationen gab es einige Tausend per Mail und einige hundert per Post.

Jahresrücklick Mai

Im Mai hat Google die Search Options präsentiert, stellte auf der Google I/O Wave vor, führte einheitliche Logos ein und bekam ein Ultimatum wegen Street View.

Auf einer Konferenz im Mai hat Google eine neue Funktion für die Google Suche vorgestellt, die bereits einige Wochen zuvor mit einigen Nutzern getestet wurde. Die Search Options vereinfachen das Verfeinern der Suchergebnisse. Über eine Sidebar lässt sich bspw. der Ergebniszeitraum einschränken, Ergebnisse auf News, Blogs oder Foren beschränken oder mit dem Wunderwheel bekommt man ähnliche Suchbegriffe angezeigt. Im Laufe der Zeit hat Google Search Options erweitert und bietet es jetzt auch Deutsch an.

Google hat das ehemalige Google Mail Labs Feature Google Mail Tasks auch in den Google Calendar integriert. Es ist möglich seine Aufgaben nun neben seinen Terminen zu verwalten. Leider bietet Tasks noch nicht so viele Features wie bspw. Remember The Milk. Während Tasks anfangs nur auf Englisch zur Verfügung stand, gibt es das nun unter dem Namen Aufgaben auch auf Deutsch.

Ein Fehler im Google System führte Mitte Mai dazu, dass nach Angaben von Google 14% der Nutzer Probleme mit Google hatten, bei einigen war die Suchmaschine langsam, bei anderen sogar ganz offline. Wegen dieses Fehlers musste ein Teil des Google Traffics über Asien geleitet werden, was dann dort zu einem Stau führte. 2009 gab es vergleichsweise häufig Probleme bei Google.

Anfang Mai wurde Prof. Dr. Johannes Caspar der Datenschutzbeauftragte von Hamburg und hatte in Sachen Street View eine komplett andere Meinung wie sein Vorgänger Hartmut Lubomierski. Letzterer sagte während seiner Amtszeit, dass er Street View für nützlich halte und es auch schon selbst für seinen Urlaub verwendet hatte. Prof. Dr. Caspar stellte zwei Wochen nach seiner Amtsübernahme Google ein Ultimatum. Als Google auf dieses antwortete, stellte er sofort neue Forderungen. Nach einige Zugeständnissen von Google konnte man sich aber einigen.

Die Logos zu den Produkten waren eigentlich immer recht ähnlich aufgebaut, doch Google wollte diese vereinfachen und gab eine Änderung bekannt. Alle Logos sollen von Aufbau her gleich ausschauen. Auch in den lokalisierten Logos findet man diese Änderung. Anfangs fanden wir sie etwas gewöhnungsbedürftig. Der Name des Services ist komplett klein geschrieben und eigentlich sogar größer das Google.

WaveAuf der Google I/O gaben die Gebrüder Rasmussen, die einst Google Maps entwicklet hatten, eine Präsentation von Google Wave. Mit diesem Produkt will Google die 40 Jahre alte Email ablösen. Wave soll die Vorteile von Wikis, IM, Blogs vereinen. Die Übertragung der Texte erfolgt in Echtzeit und jeder einer Wave kann Änderungen an den Texten vornehmen und auch dazwischen einen Kommentar schreiben. Wave setzt auf ein offenes Protokoll, so dass auch andere einen Waveserver einrichten können.