Blogger in Draft

Die Möglichkeit zur Verwendung von Schriften auf Webseiten, die bei deren Besuchern nicht installiert sind, hat Google mit seinen Web Fonts schon voran getrieben. Nutzer von Blogger in Draft können jetzt zwischen 40 neuen Schriften wählen, um ihren Blog besser zu individualisieren.

Die Fonts sind im Vorlagen-Designer im Bereich "Erweitert" verfügbar. Dort kann die "Schriftart für Text" ausgewählt werden, wo sich unterhalb der bekannten Schriften nun die neuen Web Fonts finden. Auch nicht-lateinische (insbesondere kyrillische) Zeichensätze sind dabei.

Blogger in Draft Web Fonts

Die oben abgebildeten separaten Auswahlmöglichkeiten für Seitentext, Blog-Titel etc. konnte ich in der deutschen Blogger in Draft-Oberfläche noch nicht finden. In der Standard-Version von Blogger sind Web Fonts generell noch nicht verfügbar.
YouTube

Werbung finden die meisten Menschen nervig. Und für Werbung bei YouTube galt das bisher ganz besonders, weil man ihr praktisch nicht entrinnen konnte. Das soll sich jetzt nach und nach ändern.

Das Zauberwort heißt "TrueView". Dahinter verbirgt sich eine neue Werbeform, die Google für sein Videoportal YouTube ausgeklügelt hat. Das Besondere daran: Dem User wird die Entscheidung überlassen, wann, wie und ob überhaupt er eine Werbung dargestellt bekommen möchte.

Prinzipiell soll man für jedes Video mit Werbeeinblendungen die Auswahl zwischen drei verschiedenen Spots bekommen sowie die Möglichkeit, die Werbung ganz zu überspringen. Bei kürzeren Videoclips ist jeweils eine Einblendung inmitten der Wiedergabe vorgesehen mit der Option diese auszulassen. Bei längeren Inhalten besteht die Auswahl zwischen mehreren Werbeunterbrechungen oder einem längeren Werbeblock vor dem eigentlichen Video.

Die grundlegende Idee ist nicht neu. Der amerikanische Video-Streaming-Dienst Hulu hat bereits seit 2007 eine Technologie namens "Ad Selector" am Start, die ziemlich ähnlich funktioniert. Allerdings wird sie nur bei ca. 10 % aller verfügbaren Videos angeboten, und eine Möglichkeit zum kompletten Überspringen der Werbung besteht dort nicht.

Für die werbetreibenden Firmen bei YouTube bedeutet TrueView eine kleine Revolution, die sie erst einmal verdauen müssen. Allein die Tatsache, dass User ihre Werbung bewusst ausblenden können, dürfte vielen erst einmal nicht gefallen. Was wiederum ein positives Licht auf die neue Werbeform wirft, ist die Tatsache dass nicht ausgelieferte (sprich vom User abgewählte) Werbeeinblendungen auch nicht bezahlt werden müssen. Zudem ist das Interesse (bzw. die Affinität) bei Usern, die sich tatsächlich bewusst für das Anschauen der Werbung in einem Videoclip entschieden haben, im Durchschnitt natürlich wesentlich höher als bei allen Usern, die das Video aufgerufen haben.

Zum Start wird TrueView nur für eine handverlesene Auswahl von Werbekunden verfügbar sein. Welche das sind, will YouTube noch nicht verraten. Danach soll die Option Unternehmen mit eigenen YouTube-Channels angeboten werden, später dann allen Werbetreibenden. Im Vergleich zu Hulu und ähnlichen Angeboten hat YouTube bislang noch nicht allzu viele längere bzw. "Premium"-Videos im Programm, für die echte Werbespots nach TV-Manier Sinn machen. Dafür hält es aber mit Abstand den Rekord bei den Nutzerzahlen.

Laut einer groß angelegten Umfrage der Online-Werbeexperten von VivaKi ist der Wunsch nach mehr Entscheidungsspielraum in Sachen Werbung bei den Nutzern von Videoportalen sehr stark. Außerdem bietet sich YouTube nach wie vor als "Spielwiese" an um neue Werbe-Ideen zu testen, bevor diese für viel Geld im TV umgesetzt werden.
Docs

Google hat vor einigen Monaten DocVerse übernommen. Dieses Tool von ehemaligen Microsoft-Mitarbeitern ermöglicht das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument über das Internet. Nun hat Google eine eigene Software auf der Basis entwickelt und nennt sie Google Cloud Connect.

Noch bietet Google sein Cloud Connect nicht ganz öffentlich an. Es ist derzeit nur für Nutzer von Google Apps for Busines nutzbar und hierfür muss man sich noch bewerben. Google schließt damit eine Lücke, die wohl viele Unternehmen von der Migration auf Google Apps abhält. Mitarbeiter können in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung Dokumente erstellen, aber es ist möglich gemeinsam daran zu arbeiten. Der Abgleich erfolgt über Googles Server.

Google Docs Cloud Connect

Google gibt nach dem Upload eine einzigartige URL wider, die dann an andere verschickt werden kann. Es ist möglich auch in Google Docs eine Änderung vorzunehmen, während die Kollegen mit Office 2003, 2007 oder 2010 arbeiten. Wie bei Google Docs existiert eine komplette Versionsgeschichte. So kann man prüfen wer was geändert hat und kann diese ggf. wieder rückgängig machen.

Google Cloud Connect wird nach dem Test dann auch für alle anderen Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen. Die Nutzung ist dann auch mit einem Google Account möglich. Wer das kostenpflichtige Google Apps hat, kann sich über dieses Formular bei Google bewerben und erhält damit früher Zugriff auf das Tool. Ob die Software auch für Microsoft Office for Mac angeboten wird, ist noch unklar.

Wenn einer unserer Leser einen kostenpflichtigen Apps Account hat und sich für den Test erfolgreich bewirbt, kann er sich gerne bei uns für einen Gastartikel melden.
Street View Das Gezerre um die in Street View unkenntlich gemachten Häuserfassaden nimmt nun bereits physische Ausmaße an: Wie das Nachrichtenportal DerWesten berichtet, wurden am vergangenen Wochenende einige Häuser im Essener Stadtteil Bergerhausen mit rohen Eiern beworfen. Es handelt sich dabei um Gebäude, die auf Anträge der Bewohner hin von Google "verpixelt" wurden. Essen gehört zu den 20 deutschen Städten, für die Street View seit dem 18.11.2010 verfügbar ist. Die Täter suchten sich offenbar ganz bewusst Häuser aus, die auf den von Google bereitgestellten Straßenansichten unkenntlich gemacht worden waren. Die Anwohner berichteten, sie hätten neben den Überresten der geworfenen Eier Zettel mit der Aufschrift "Google's cool" an ihren Briefkästen gefunden. Da es sich beim Eierwerfen nicht um Sachbeschädigung handelt, können die betroffenen Hauseigentümer keine entsprechende Anzeige erstatten, so die örtliche Polizei. Nicht zu Unrecht fragt man sich aber in Essen, was an einer solchen Aktion "cool" sein soll... Street View Essen
Google Mail

Vor einigen Tagen hat Google eine Änderung an der API von Google Contacts vorgenommen. Durch die Änderung ist es Entwicklern nur noch erlaubt auf diese zuzugreifen, wenn sie selbst eine Weg zur Verfügung stellen, mit dem ihre Nutzer dann die Kontaktdaten exportieren können. Da Facebook das nicht macht, stellt Google den Datenhahn ab.

Facebook umging daraufhin die API und nutzte stattdessen eine Deeplink, der die Kontakdaten herunterlädt. Auch dieses hat Google dann geändert und zeigte bis vor wenigen Tagen eine Warnung an, wenn man dieses "Feature" von Facebook nutzte. Erst nach einer Bestätigung war der Export bei Google bzw. Import bei Facebook möglich.

Jetzt hat Facebook damit begonnen Google Mail bzw. Google Mail bei "Find Friends" zu löschen. Auch bei Friendfeed.com ist das Login mit einem Google Account nicht mehr möglich. So ganz verschwunden ist das Import von Google Mail aber nicht. In der Sidebar bewirbt mit Facebook immer noch, dass ich doch mal meine Kontakte importieren könnte. Klicke ich auf den Button, dann öffnet sich erst ein PopUp, der eine Seite bei Google lädt und anschließend werden die Kontakte importiert. 

Gegenüber TechCrunch gab Google an, dass man auf seiner Seite nichts geändert habe. Der Erfinder des HTTP-Protokolls Tim Berners-Lee warnt inzwischen vor einer Fragmentierung des Netzes. Die Nutzerseiten bei einem Dienst sind im Web, aber die Daten sind es nicht. Nutzer können eine Web-Seite mit einer Liste ihrer Kontakte bei einem Dienst aufrufen, aber sie können diese Liste oder Teile davon nicht an andere Dienste senden.
Blogger Google Mail

Wie TechCrunch berichtet, gibt es bei Blogger eine Sicherheitslücke mit der man dem Besucher eine Mail senden kann, wenn dieser mit in einem Google Account bzw. Google Mail eingeloggt ist. Der Entdecker dieser Lücke stammt aus Armenien und habe Google schon mehrfach auf die Lücke hingewiesen. Google hat die Lücke inzwischen geschlossen.

Auf einem Blog bei Blogpost.com baute der Hacker einen Code ein, der dem Besucher eine Mail an seinen Google Account schickt. Diese sah wie folgt aus:
Google Mail Sicherheitslücke
Google hat auf das Posting von TechCrunch reagiert und mitgeteilt, dass das Team bereits das Problem untersuche. Die Lücke sei bereits geschlossen. Die Lücke wurde in der Google Apps Script API  entdeckt. Diese nutzte die speziell erstellte Webseite aus, um den Besuchern eine Mail zu schicken. Dies ging aber nur, wenn der Besucher gleichzeitig in einem Google Account einloggt ist. Diese Mails wurden dann über die API verschickt. Google hat den Blog sofort offline genommen und die Funktion wenig später deaktiviert. 

Für Facebook wäre das wohl eine Feature gewesen und keine Sicherheitslücke. ;-)
Twitter

Google hat den Entwicklern von Twitter angeblich diese Woche ein Angebot für eine Übernahme gemacht. Auch Microsoft soll an der Plattform Interesse haben. Google habe 4 Milliarden geboten, aber das Management lehnte es beleidigt ab, berichtet Business Insider.

Ein Aktionär sagte, dass es vor ungefähr drei Monaten ein Angebot von über 4 Milliarden Dollar gegeben habe. Die Bieter wurden aber nicht genannt. Angebote an Startups sind nichts seltenes. Das größte Social Network Facebook wollte Twitter vor rund zwei Jahren für eine halbe Milliarde kaufen, aber man konnte sich nicht einigen.

Ein verantwortlicher bei Google sagte vor einigen Wochen, dass man weitere Übernahmen in den Dimensionen von YouTube (1,6 Milliarden Dollar) und DoubleClick (3,1 Milliarden) plane. 2010 hat Google bisher die Summe für YouTube für über 20 Übernahmen ausgeben.
Steve Wozniak - ein Mann der ersten Stunde bei Apple - hat Android die Vorherrschaft bei den mobilen Betriebssystemen vorhergesagt. Bei der Verbreitung sieht er die von Google mitentwickelte Plattform vorn, in Sachen Qualität steht er - wenig überraschend - auf der Seite seines Geldgebers.

Steve Wozniak

Im Interview mit dem niederländischen Telegraaf sprach er unter anderem über den aktuellen Stand und die Zukunft im Bereich der Smartphone-Plattformen. Er vergleicht dabei Android mit dem PC-Betriebssystem Windows von Microsoft, das in seiner Anfangsphase noch mit reichlich Qualitätsproblemen zu kämpfen hatte, später jedoch insbesondere aufgrund seiner weit reichenden Kompatibilität die Führung übernehmen konnte.

Der auch als "The Woz" bekannte Amerikaner verteidigt jedoch Apple und das iPhone vehement und spricht letzterem "kaum Schwächen" zu. Auch für Nokia hatte er ein paar Worte übrig und bezeichnete das finnische Unternehmen als "Marke einer früheren Generation".

Update: Steve Wozniak hat sich mittlerweile persönlich zu Wort gemeldet und klar gestellt, dass er vom Telegraaf falsch zitiert worden sei. Den Vergleich mit Windows habe er zwar angestellt, aber Android nicht das gleiche Schicksal vorausgesagt. Einen Vorsprung bei Android habe er lediglich bei der Möglichkeit der Sprachsteuerung gesehen.
Offenbar haben die Niederländer den Amerikaner ein wenig falsch verstanden.