Street View
Ein neues Gutachten, welches Nikolaus Forgó angefertigt hat, kommt zum Schluss, dass der Street View, wie er derzeit geplant ist, datenschutzrechtlich unbedenklich ist. Der Experte bezweifelt im Rechtsgutachten, dass durch die Abbildung von Personen und Kraftfahrzeugen in Google Street View überhaupt personenbezogene Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen erhoben, verarbeitet oder genutzt werden.

Die Daten beziehen sich schließlich nicht auf die Personen, sondern auf die Landschaft. Die abgebildeten Häuserfassenden werden zwar mit Geoinformationen verbunden, sind nach seiner Meinung ebenfalls keine personenbezogenen Daten, sondern reine Sachdaten.

Weiter stellt er fest, dass auch wenn man diese Einschätzung nicht teilt und von der Anwendbarkeit des BDSG ausgeht, führe dies nicht zur Unzulässigkeit von Street View. Da man Daten für Street View nutzt, die öffentlich sind, muss man die Interessen von den betroffenen Personen und Google abwägen. Forgó sieht kein überwiegendes Interesse der abgebildeten und meist unkenntlich gemachten Personen. Dies gilt auch für Autos, Firmenschilder und auch für Häuserfronten.

Allerdings kann auch in Einzelfällen das Interesse von einer Person oder einer Gruppe höher sein. Hierfür muss ein Widerspruchsrecht eingeräumt werden. Da es diese bereits gibt, kommt der Gutachter zum Ergebnis, dass Street View nach deutschem Recht zulässig ist, auch wenn das automatische Unkenntlichmachen von Gesichtern und Kennzeichen nicht immer so funktioniert wie es soll. Google räumt dies auch ein. Jeder Nutzer kann Fotos melden. Wir haben es schon mehrfach getan und meistens war das Bild nach weniger als 12 Stunden schon entfernt. Das längste Mal war bisher 2 Tage, dies war allerdings kurz nach einer Veröffentlichung.

Google will Street View dieses Jahr starten. Außschließlich für Deutschland hat Google ein Tool entwickelt, mit dem man noch vor dem Start sein eigenes Haus aus Street View entfernen kann. Hierbei ist es, egal ob der Widerspruch vom Eigentümer oder Mieter kommt. Die Häuser werden dann auch aus Rohdaten gelöscht.

Das Rechtsgutachten von Forgó wurde heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Rechtlich kann der Dienst nicht mehr verhindert werden", erklärte der Justiziar von Google Deutschland, Arnd Haller. Wann Google Street View in Deutschland starten wird, ist aber noch offen, da man noch sehr mit den selbst auferlegten Zusagen beschäftigt ist.

Bisher gab es einige Tausend Widersprüche. Diese Zahl sei aber im Vergleich zu den bereits jetzt erfassten Häuserfassaden sehr gering. Google biete es zudem in Deutschland an, schon vorher sein Haus aus dem Dienst entfernen zu lassen. Dies gibt es in anderen Ländern nicht.
DoubleClick
Google hat die Technik hinter seiner Displaywerbung neu aufgestellt. Doubleclicks DART for Publishers wird durch Doubleclick for Publishers (DFP) ersetzt. Außerdem gibt es eine abgespeckte Version namens DFP Small Business.

DFP Small Business ersetzt den Google Ad Manager. Bisherige Nutzer vom Ad Manager wird demnächst auf DFP Small Business umgestellt. Die kleine Version hat nur eingeschränkte Funktionen und ist auf 90 Millionen Adimpressionen pro Monat beschränkt. Wer mehr Funktionen will oder mehr hat, sollte auf die kostenpflichtige Version Doubleclick for Publishers umsteigen.

Neues Interface Doubleclick

Ein neues Interface, das stark an das von Adwords erinnert, soll Zeit sparen und Fehler vermeiden. Google verspricht detailliertere Reporte und Vorhersagen. Google stellt Außerdem eine neue API für DFP bereit. Somit kann man eigene Anwendungen mit dem Google Adserver verbinden.

» Ankündigung
Earth

Als Google Anfang Januar das Nexus One vorgestellt hat, gab das Unternehmen bekannt, dass man auch Google Earth für das Android-Betriebssystem veröffentlichen werde. Diese Freigabe ist heute erfolgt.

Laut Ankündigung ist es die schnellste mobile Version von Google Earth präsentiert sich mit 800 x 480 Pixeln. Mit dieser Version wird auch ein weiteres Feature integriert: Straßen. Diese Funktion ist eine der beliebtesten in der Desktop-Version. Mit diesen Straßenlabels erhält man bei Satellitenbildern einen besseren Überblick.

Google Earth Android

Außerdem hat Google die Sprachesuche, die die Androidplattform standardmäßig hat, in Google Earth integriert. Damit ist es möglich nach Restaurants oder Orten mithilfe der eigenen Stimme zu suchen. Wie bei den anderen Versionen von Google Earth kann man durch die Fotos aus Picasa Web und Panoramio surfen, Unternehmen in der Umgebung suchen und YouTube Videos mit Geotags ansehen.

Google Earth für Android steht heute im Android Market zur Verfügung und soll sich mit den meisten Geräten nutzen lassen, die Android 2.1 verwenden. So wurde das Motorola Droid schon aktualisiert, andere werden bald folgen.
Google
Sicherheitsexperten der USA wollen den chinesischen Programmierer identifiziert haben, der bei den Angriffen auf Google und andere Unternehmen beteiligt gewesen sein soll. Das berichtet die Financial Times, die sich auf Sicherheitsexperten der US-Regierung beruft.

Ein circa 30-jähriger Sicherheitsberater soll den Code geschrieben und einige Teile in einem Crackerforum veröffentlicht haben. Die Zeitung schreibt weiter, dass die Regierung Chinas über Zugriff auf die Arbeiten verfüge. Der Mann arbeitete nicht ständig für die Regierung und soll nur widerwillig beim Hack geholfen haben. Beim Angriff auf Google soll er aber nicht beteiligt gewesen. "Er würde lieber ohne Militärs im Rücken arbeiten, doch jemand mit seinen Fähigkeiten hat keine Chance, da herauszukommen", sagte der US-Sicherheitsexperte.

Gemeinsam mit dem Geheimdienst NSA will Google seine Sicherheitsstruktur überarbeiten und weitere Angriffe verhindern.
Web Search
Ein Leser schrieb mir gestern mit diesem Betreff eine Mail. Als er auf der Suche nach einer Anleitung war, wie man die Funktion „Globaldokument“ von OpenOffice richtig nutzt, gab er bei Google „global dokuemnt“ ein. Doch Google zeigte ihm nicht „Meinten Sie“ an.

Stattdessen war über dem ersten Resultat der Hinweis: „Ergebnisse für global dokument. Suchen nach global dokuemnt“. Die Ergebnisse passten nicht zum falsch geschrieben Begriff, sondern zum von Google korrigiertem Begriff.

Google Rechtschreibkontrolle

Bei unseren Tests auf mehreren Google-Domains mit unterschiedlichen Suchbegriffen konnten wird das bestätigen. Wann Google diese Funktion genau eingeführt hat, ist uns unklar.

Nach welchen Kriterien Google automatisch zum verbesserten Begriff Ergebnisse zeigt, ist unklar. Vermutlich geschieht dies aber bei Begriffen bei denen vom Nutzer häufig „Meinten Sie“ angezeigt wurde und die Nutzer diesen Vorschlag anklickten.

» Beispiel
Solar

Google Energy darf ab sofort mit Strom handeln. Die US-Behörde FERC genehmigte den Antrag der Tochterfirma von Google. Der Antrag wurde am 23. Dezember 2009 eingereicht. Google Energy darf nun Dienste rund um Elektrizität anbieten. Was Google genau damit will, ist offen.

Auch andere US-Unternehmen haben sich schon Genehmigungen für den Energiehandel ausstellen lassen. Ziel hierbei ist vorallem den eigenen Bedarf an Strom günstiger decken zu können. Der Googler Niki Fenwick wird zitiert, dass Google eine neutrale CO2-Bilanz anstrebe und man so nach Wegen Suche erneuerbare Energie zu nutzen. In der Vergangenheit hat Google bereits in StartUps im Bereich Grüne Energie investiert.
Buzz
In einem Interview hat Ilse Aigner (CSU) erneut Google kritisiert. „Es ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre, wenn Kontaktdaten aus einem Mailprogramm veröffentlicht werden, indem sie mit den Kontakten anderer Nutzer verknüpft werden. Das ist, als würde eine Videothek die Listen ihrer Kunden aushängen,“ sagte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dem FOCUS.

Weiter heißt es: „Google verwaltet weltweit Millionen persönlicher Kontakte. Daraus ergibt sich die besondere Verpflichtung gegenüber dem Verbraucher, vor Freischaltung eines neuen Angebots den Schutz privater Daten zu gewährleisten. Es erschreckt mich schon, wenn ein Unternehmen nicht einmal Respekt vor privaten Daten seiner Kunden und unbeteiligter Dritter hat.“

Erst vor zwei Wochen hat die Ministerin Google Street View kritisiert.
YouTube
In einem offenen Brief fordert die Free Software Foundation (FSF) Google dazu auf sich von Flash und dem h.264-Codec auf YouTube zu trennen und stattdessen den VP8-Codec von On2 zu nutzen.

Nachdem die Aktionäre von On2 zugestimmt haben, ist Google im Besitz von allen Patenten und Codecs von On2. Würde Google den High-Performance-Codec VP8 unter einer kostenlosen Lizenz veröffentlichen und auf YouTube einsetzen, würde dies den Druck auf Flash erhöhen.

Die Freigabe von VP8 reicht aber nicht und könnte sogar anderen Browsern wie dem Firefox schaden, heißt es weiter. Google müsse das Format auf YouTube einsetzen und so etablieren.

Nachdem Apple Flash bereits auf dem iPhone und iPad nicht unterstützt und vermutlich auch nicht unterstützen wird, könnte Google so das Ende von Flash einläuten.

h.264 vs. VP8


[via]
Gears
Google wird sein Browser-Addon nicht mehr weiterentwicklen und stellt die Unterstützung teilweise ein. Vieles, was Gears kann, ist inzwischen Teil von HTML5 geworden: lokale Datenbanken, Web-Worker, Local Storage, Web Sockets und Gelocation.

Gears, das Google Ende Mai 2007 veröffentlicht hatte, sollte das die Entwicklung im Internet beschleunigen. Da man es aber den Entwicklern den Umstieg zu HTML5 einfach machen will und das kommende HTML auch noch nicht alles unterstützt, wird man das Addon dennoch weiterpflegen. In wenigen Tagen soll Gears für den Firefox 3.6 erscheinen und die Unterstützung für den Internet Explorer wird auch weiterhin vorhanden sein. Gears für Safari auf dem Mac wird es allerdings nicht mehr geben.

Die Entwickler geben zudem bekannt, dass auch Google Chrome in wenigen Wochen weitere Funktionen von Gears unterstützen wird: LocalServer API und Geolocation

Wer schon jetzt auf dem Firefox 3.6 Gears nutzen will, kann sich hier ein kompatibles Build herunterladen.
YouTube

Google hat das Weiterempfehlen von privaten Videos auf YouTube verbessert. Bisher war es möglich entweder einen einzigartigen Link zu erstellen, der 25 mal genutzt werden konnte, oder man gab es einen Freund frei. Ab sofort ist es nicht mehr nötig beim Weiterempfehlen von privaten Videos mit dem anderen Nutzer auf YouTube „befreundet“ zu sein. Es reicht nun aus einfach den Namen des Nutzers einzugeben und dieser erhält das Video in seiner Inbox auf YouTube.

Google hat noch einige weitere Änderungen an YouTube vorgenommen. Details im YouTube Blog.