Android

Zunehmend treten Probleme bei den Handyherstellern und Netzbetreibern auf, dass sie ihren Kunden nicht rechtzeitig Updates zur Verfügung stellen können. Das hat zum Teil auch mit der Android-Entwicklung an sich zu tun und so hat Google jetzt erklärt, dass viele Android-Features und Standard-Apps bald auch im Android Market verfügbar sind.

Es ist immer das selbe Dilemma: Google entwickelt fleißig an neuen Android-Betriebssystemen und Apps, die Anbieter von Handys und Netz bleiben auf der Strecke. Das liegt einfach daran, dass die Provider nicht hinterherkommen, die Updates rechtzeitig für sich anzupassen (Branding, Menüführung etc.). Dem will Google jetzt entgegenwirken und will ab demnächst die Standard-Apps und sogar eine Komponenten (wie Eingabemethoden) im Android Market veröffentlichen. So bekommen alle Benutzer zeitnah - und eventuell sogar vor dem Provider-Update - neue Features, ohne gleich das ganze Android-OS updaten zu müssen.

Gleichzeitig will Google die Android-Entwicklung etwas zurückfahren und sich mehr auf Features und Apps konzentrieren. Somit wären Updates für alle Betriebssysteme gleichzeitig verfügbar. Android hat bereits 4 Betriebssysteme veröffentlicht und muss derzeit auch für alle vier Betriebssystem-Arten Updates herausbringen. Das würde damit entfallen.
Google China
Die mobilen Dienste von Google seien aus China teilweise nicht mehr erreichbar, das berichtet die Newsseite Golem.de auf Berufung von Google-Aussagen. Demnach gäbe es Schwankungen, die jedoch vorher noch nie aufgetreten wären. Aus Insiderkreisen des Wall Street Journals wird bereits berichtet, dass die mobilen Angebote von der chinesischen Regierung gesperrt wurde.

Die Google-Sprecherin gibt nur das wieder, was die Status-Seite für China schon anzeigt: Seit Sonnabend wird Google Mobile in China teilweise blockiert. Grund dafür könnte eine Rache der chinesischen Regierung sein, so das Wall Street Journal. Noch ist aber unklar, ob es nur Störungen des chinesischen Mobilfunknetzes sind, oder ob die Regierung Google versucht zu manipulieren.

Dies haben schon mehrere Unternehmen getan, damit sie nicht mit der chinesischen Regierung in Konflikt kommen. So haben mehrere Webportale die Nutzung von Google als Suchmaschine eingestellt, ein Sprecher des Mobilfunkanbieters "Unicom China" hatte sogar angekündigt, die Suche ganz von mobilen Geräten zu verbannen. Google selbst sagte übrigens, dass es keine Android-Such-Apps für chinesische Mobilfunkanbieter geben werde.
Republica
Google Deutschland unterstützt in diesem Jahr als offizieller Partner Deutschlands größte Social Media-Konferenz: die re:publica 2010 in Berlin. Auf der Veranstaltung, die vom 14. bis zum 16. April 2010 im Berliner Friedrichstadtpalast, in der Kalkscheune und im Quatsch Comedy Club stattfindet, organisiert Google vier Vorträge.

Die Teilnehmer können zu den Themen „Recherche und Kollaboration in Echtzeit mit Google Search, Google Apps und Google Wave“, „Was hat Google noch zu bieten?“ sowie zu „Google Buzz“ diskutieren. Außerdem erfahren Administratoren und Entwickler, wie sie mit Google kooperieren und Google Dienste weiter entwickeln können. Darüber hinaus hält Rick Whitt, Senior Policy Counsel bei Google, am 16. April eine Keynote zu den Themen Netzneutralität und Innovation und ihre Auswirkungen auf die Politik.

Googles Veranstaltungen im Überblick:

* “Google Buzz for the rest of us” mit Thomas Steiner, Customer Solutions Engineer bei Google. Am 14. April 2010, von 11 bis 12 Uhr im Quatsch Comedy Club

* „Open Google – Wie können Nutzer und Communities Google-Dienste mitgestalten?“ mit den Bloggern Carsten Knobloch (www.stadt-bremerhaven.de), Nils Becker und Christian Schulte (www.webdomination.de) sowie Nadine Rapp und Stefanie Schneider, Google Community Specialists, und Jens Trapp, Customer Solutions Engineer bei Google. Am 15. April von 15 bis 16 Uhr im Kleinen Saal

* „The Bigger Picture: Was hat Google noch zu bieten?“ mit Jens Trapp, Customer Solutions Engineer bei Google. Am 16. April von 10 bis 11 Uhr im Quatsch  Comedy Club

* Keynote „At the Net’s Edge: Adaptive Policymaking in the Broadband Era“ von Rick Whitt, Senior Policy Counsel bei Google. Am 16. April von 11 bis 11:30 Uhr auf der Hauptbühne im Friedrichstadtpalast

* „Google-Werkzeuge für Wissensarbeiter: Google Search, Google Apps & Google Wave – Recherche und Kollaboration in Echtzeit“ mit Patrick Singer, Senior Agency Product Consultant bei Google. Am 16. April von 11 bis 12 Uhr im Quatsch Comedy Club

„Die re:publica steht für kreativen Gedankenaustausch im Zeitalter des Internets. Und nicht zuletzt ist der Fokus auf das Echtzeit-Web auch für Google von immenser Bedeutung“, betont Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland. „Daher ist die re:publica der ideale Ort, um uns mit unseren Nutzern über die Zukunft von Social Media-Technologien auszutauschen.“

Unter dem Motto „Echtzeit-Web“ diskutieren bei der re:publica 2010 über 2.500 Teilnehmer in mehr als 120 Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Events die zahlreichen Facetten der digitalen Gesellschaft. Weitere Informationen via http://re-publica.de/10/
Talk

Google hat Verbesserungen am Chat-System unter iGoogle und Orkut vorgenommen. Erst vor wenigen Wochen wurde eine vereinfachte Symbol-Ansicht für Audio- und Videochats hinzugefügt, jetzt ist das Senden von Dateien über Google Chat möglich. Für Google Mail sollen diese Features auch bald folgen. 

Chat IconsWirklich schön hat man die neuen Symbole für das Telefonieren, Videochatten und Gruppenchat in das Google Chat-Interface - vorerst unter iGoogle und Orkut - platziert. Dezente blaue Buttons, die je nach Funktion des Gegenüber, auch wirklich Sinn machen.

Doch auch damit soll es nicht genug sein, denn erst heute stellte Google die Funktion zum Dateiaustausch vor. Damit lassen sich - sofern auch hier die Gegenseite den File Transfer unterstützt - Dateien austauschen. Dateien austauschenGoogle hatte dazu schon einen Plan auf ihrer Google Talk Developer Website veröffentlicht, der darstellt, wie ihr XMPP-Server den Austausch von Dateien bewerkstelligt. XMPP hat auch schon 2004 dazu eine RFC herausgegeben, die genau Dies beschreibt. Google scheint aber lieber eigene Wege zu gehen: Im Test stellte sich heraus, dass Google Talk <-> Pidgin nicht funktionierte.

Street View

Unbekannte beschädigten in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag ein Google-Fahrzeug, welches in Oldenburg parkte. Dabei wurde das Verbindungskabel zur Kamera auf dem Dach getrennt und dem Auto ein Plattfuß verpasst. Die Täter haben ein schriftlichen Hinweis am Scheibenwischer hinterlassen, dass das Auto nicht fahrbereit ist, da es ein platten Reifen hat. Ob die Street View-Mission in Oldenburg auf der Kippe steht, ist noch unklar.
YouTube

Die letzten Tage haben die YouTube-Programmierer wieder Tolles verbracht, sodass die Leute wieder fleißiger Videos gucken. Nicht nur die Video-Page wurde wieder einmal aufgefrischt, sondern auch einiges an den kleineren Features, die aber immerhin wichtig sind, wenn es um Sharing geht. 

Facebook Connect
Sollte jeder Facebook-Nutzer schonmal irgendwo gehört oder gelesen haben: "Mit dieser Seite verbinden" oder "Sign In with Facebook". Dieses Prinzip hat YouTube vor Jahren schon erkannt und Facebook Connect für das Autosharing-Feature eingebaut. Jetzt wird man aber als nicht-connecter User darüber informiert, wie toll das Facebook-Connect ist. Eine kleine blaue Leiste bittet euch, sich mit Facebook zu verbinden. Die Leiste lässt sich mit einem Klick auf das [x] ausblenden. Google sagt dazu "wir empfehlen euch das nur wärmstens, soziale Netzwerke gehen straight forward: Wir wissen es selbst, dass es wichtig ist, Empfehlungen in sozialen Netzwerken zu tauschen - welche Videos man gerade schaut, was man mag. Es ist eine der besten Möglichkeiten, um den flow von Clips zu folgen. Du solltest dich an dieses wunderbare Juvel an Feature nur anschließen...".

Real-Time-Sharing
Oft gefordert, endlich da. Jetzt werden die Daten in Echtzeit an die sozialen Netzwerke übergeben, sodass man sofort (in dieser Sekunde) sehen kann, welches Video gerade der Freund oder die Freundin bewertet hat. Vorher dauerte es mitunter 10 Minuten bis zu einer halben Stunde.

Insight: Abonnenten verfolgen
Ein oft gefordertes Feature ist auch die Abonnenten-Statistik. Viele bekannte YouTube-Kanäle wollten wissen, wie wann wer abonniert hat und wie die Kurve (Statistik) der Abonnenten geht. Jetzt hat YouTube das Feature unter Insight aufgeschalten. Dabei arbeitet die Statistik sehr genau.

» YouTube Blog
Heute mit den Kurzmeldungen: Google Street View: Rechtsverletzung im Sekundentakt?, Glasfaser: Viele Reaktionen auf Google Internet, Partielle Anfragen für mehr Geschwindigkeit.

Google Street View: Rechtsverletzung im Sekundentakt?
Für Niedersachsen scheint Googles Street View ein permanenter Wiederholungstäter zu sein: Wie Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann im Interview gegenüber der Presseagentur DPA sagt, "wird es problematisch, sobald die Kamera auslöst".In Oldenburg wurde inzwischen bei einem Auto das Verbindungskabel durchtrennt. Mehr auf heise.de

Glasfaser: Viele Reaktionen auf Google Internet
Insgesamt über 1100 Anfragen kamen von Gemeinden und 194000 Personen beim Aufruf, Einsendungen für das Glasfasernetz von Google zuzusenden. Jeder Punkt auf dieser USA-Karte signalisierte eine Anfrage.
Glasfaser USA Spots 

Partielle Anfragen für mehr Geschwindigkeit
Google hat sein Data Protokoll erweitert. Jetzt sind partielle Uploads möglich, die es erlauben, nur die Daten an die Server zu senden, die sich auch tatsächlich geändert haben. So ist es nicht sinnvoll und unwirtschaftlich, wenn man einen kompletten Kalender hoch/herunterlädt, wenn man nur einen Tag geändert hat. Das spart Kosten für Traffic und Rechenleistung und somit Strom. Derzeit unterstützen 4 Dienste diese API: YouTube, Google Calendar, Sidewiki und Picasa Web Albums. Mehr im Google Code Blog.
Chrome

Google hat mit der Version 5.0.360.0 die Integration des Lesezeichenmanagers verändert. Dieser wird nun nicht mehr in einem einzelnen Fenster angezeigt, sondern ist ein Tab.

Während andere Browser ein Download-Fenster und eines für den Verlauf haben, waren diese bei Google Chrome von Anfang an als Tabs in den Browser integriert. Nun wird auch die Lesezeichenverwaltung so dargestellt. Das Tastenkürzel Strg+Shift+B bleibt erhalten.

Lesezeichen Chrome

Bisher hat Chrome alle Erweiterungen für den Ingonito-Modus komplett deaktiviert und den Datenschutz sicherzustellen. Ab sofort gibt es eine Option mit der man einzelne wieder aktivieren kann. Google weist aber vorher daraufhin, dass man nicht verhindern könne, dass eine Erweiterung dennoch das Surfverhalten aufzeichnet.

Desweiteren wurde die Integration in Windows 7 verbessert. Wenn etwas heruntergeladen wird, zeigt der Icon den Status an.


YouTube Google

Google muss für Videos haften, wenn sie nicht rechtzeitig reagieren. Das entschied das Landesgericht Hamburg am 8. März. Demnach muss der Betreiber der Videoplattform fristgerecht das Video von der Seite entfernen, wenn im Video gegen Persönlichkeitsrechte verstoßen wird. Sollte er dem nicht nachkommen, drohen Strafen.

Das Urteil des Landesgericht Hamburg soll Beispiel für weitere Verhandlungen seien. Konkret ging es um ein Video, in dem ein Bild eines ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Zentralrats der Juden im Feuer verbrannt wurde. Im Video hatte man ein Hakenkreuz und kichern von jungen Stimmen vernommen, so Frau Spiegel, die Frau des bereits verstorbenen Mannes. Sie hatte die Persönlichkeitsrechte verletzt gefühlt und das Video als Missbrauch geflaggt. Nachdem das Video nicht entfernt wurde, stellte sie eine Anzeige gegen Google.

Zunächst stellte Google klar, dass YouTube garnicht im Ausland haftbar sei. Dies wies aber das Gericht zurück und erklärte, dass die "besonders krasse Rechtsverletzung (offenkundiger Fall einer schweren Verletzung der Menschenwürde) [..] eine Prüfpflichtverletzung auch nach dem der Antragsgegnerin denkbar günstigsten und von ihr für sich proklamierten Prüfungsmaßstab" darstellt. Spätestens 2007 nach dem Flagging hätte YouTube das Video entfernen müssen, da im Video ein Hakenkreuz zu sehen ist und das nach deutschem Recht ersichtlich ein Rechtsverstoß darstellt.

» Golem
Chrome Extensions
Die Gewinner des ersten deutschen "GTUG Battle beta" stehen fest. Bei dem Google-Wettbewerb waren "GTUG"-Teams (Google Technology User Groups) aus ganz Deutschland aufgerufen, völlig neuartige und kreative Erweiterungen für Google?s Browser Google Chrome zu entwickeln und diese in den Kategorien "Page Actions" und "Browser" einzureichen. Die Beteiligung übertraf alle Erwartungen, sodass die zusätzliche Wettbewerbskategorie "Innovation" eingerichtet wurde. Statt der geplanten sechs Gewinnerteams freuen sich nun neun Entwicklergruppen darüber, dass ihre Chrome Extensions ab sofort in der Google Chrome Gallery zur Installation bereitstehen. Außerdem erhalten die Sieger in den einzelnen Kategorien das Google Mobiltelefon Nexus One sowie 2.000 Euro für ihre nächste eigene Entwickler-Veranstaltung.

In der Kategorie "Page Actions" gewannen Benjamin Lehejcekl, Martin Becker und Daniel Fedh von der GTUG-Gruppe Nürnberg mit ihrer Google Chrome Erweiterung "Popchrom". Mit "Popchrom" können Nutzer eigene Shortcuts für ganze Textphrasen entwickeln. Dies erspart beispielsweise das manuelle Einfügen von Signaturen oder Standardantworten. Mikhailo Matiyenko-Kupriyanov, Stephan Linzner, Aygul Zagidullina und Heiko Seebach sind die Gewinner in der Kategorie "Browser Action". Das GTUG-Team aus Stuttgart hat mit der Erweiterung "Social Media Monitoring" ein Feature entwickelt, das die Twitter-Aktivität benutzerdefinierter und standortbezogener Schlüsselwörter in Echtzeit anzeigt. In der Zusatzkategorie "Innovation" hat sich das Münchener GTUG-Team durchgesetzt. Izabella Nagy, Juliane Erhardt, Stefan Hudelmaier und Stefan Grothkopp kreierten die Chrome-Erweiterung "Tabs Plus", die unter anderem Miniatur-Voransichten von offenen Browser-Tabs, die Volltextsuche in bereits geöffneten Tabs sowie ein paralleles Fenstermanagement ermöglicht.

Vom 23. Februar bis zum 14. März 2010 haben insgesamt 25 GTUG-Teams ihre Google Chrome Extension-Entwicklungen beim "GTUG Battle beta" eingereicht. Die Jury ? bestehend aus Wieland Holfelder, Google?s Engineering Director, den Google Customer Solutions Engineers Jens Trapp und Thomas Steiner sowie Tua Slöör, Head of Consumer Marketing für Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz ? hatte die Qual der Wahl. "Der erste deutsche ?GTUG Battle beta? war ein voller Erfolg", so Wieland Holfelder. "Wir sind von der Vielzahl der eingereichten Erweiterungen, dem technologischen Entwicklungsgrad sowie der visuellen und kreativen Umsetzung der Chrome Extensions immens beeindruckt."
Die neun Gewinner des "GTUG Battle beta" und ihre Chrome Extensions:
Kategorie "Page Actions"
  • Sieger:Popchrom von Benjamin Lehejcek, Martin Becker und Daniel Fedh
  • Zweitplatzierte: h2Gcal von Christopher Friedrich und Fabian Grümer
  • Drittplatzierte: MultiSwitch von Michael Mosmann, Mario Rexin und Christian Ewers
Kategorie "Browser Actions"
  • Sieger:Social Media Monitoring von Mikhailo Matiyenko-Kupriyanov, Stephan Linzner, Aygul Zagidullina und Heiko Seebach
  • Zweitplatzierte: JSCloud von Thomas Kruse und Christoph Sassenberg
  • Drittplatzierte: chromeRadio von Dirk Gomez und Lukas Zielinsk
Zusatz-Kategorie "Innovation"
  • Sieger:Tabs Plus von Izabella Nagy, Juliane Erhardt, Stefan Hudelmaier und Stefan Grothkopp
  • Zweitplatzierte:CSS3 In Space Light von Rocco Georgi und Jesse Adler
  • Drittplatzierte: Earthquake Notifier von Daniel Faust und Johannes Sonnentag
Wir haben alle mal kurz getestet und besonders Popchrom hat uns sehr gut gefallen.