Google testet neues Bildersuche-Design

Verfasst von Jens am 15. September 2006 | 4 Kommentare

Bildersuche
Google scheint das Aussehen der Live-Suche von Microsoft so gut zu gefallen, dass es für die eigene Bildersuche derzeit bei einigen Usern ausprobiert wird. Das Design ist im Grunde genau gleich gebleiben, bis auf die kleine Tatsache dass unter dem Bild keine Informationen mehr angezeigt werden. Diese werden erst per Mouse-Over angezeigt.

Nach einem Mouse-Over wird die Dateigröße und die Abmessungen des Bildes angezeigt. Außerdem wird die Website angezeigt und kann nach weiteren Bildern durchsucht werden. Was außerdem auffällt ist der Titel jedes Fotos. Teilweise werden Dateinamen, teilweise aber auch die Alternativ-Texte oder der Fließtext drum herum angezeigt. Sehr merkwürdig.

Die Suche mag ja ganz schick sein und den Trend zum Minimalismus fortführen, aber mir hat die alte Version besser gefallen. Außerdem, wenn schon live.com kopiert wird, dann bitte mit dem praktischen Schieberegler für die Bildgröße – das einzige was MS besser gemacht hat als Google. Außerdem sollten nur die ALTernativ-informationen eines Fotos angzeigt werden, nur wenn diese nicht vorhanden sind der Dateiname.

» Screenshot #1
» Screenshot #2
» Live.com – Beispielsuche

[thx to: Demy]


GWB-Dossier Startseiten-Designs

Mehr

Automatische Suche in PDF-Dokumenten

Verfasst von Jens am 15. September 2006 |

Wenn PDF-Dateien in den Suchergebnissen auftauchen, ist dies ja nicht immer jedermanns Sache – und das aus gutem Grund. Meist sind die Dokumente mehrere 100 Seiten lang und bis die gewünschte Information endlich gefunden wird ist der Tag längst vorbei. Alternativ zeigt die HTML-Version von Google den Suchbegriff sofort an, allerdings kann das Layout der Datei dabei komplett zerstört werden. Jetzt gibt es etwas neues.

Klickt man nun auf die PDF-Datei in einem Google-Suchergebnis wird diese Datei mit dem Parameter “search=#SUCHBEGRIFF#” aufgerufen. Dies erkennt das Browser-Plugin und startet automatisch die Durchsuchen-Funktion des Adobe-Readers. Wirklich sehr praktisch um die Information in der Datei sofort zu finden. Soweit ich mich erinnere ist dies auch eine andere Suchen-Funktion als im regulären Adobe Reader.

Könnte das ganze ein Teil der Kooperation mit Adobe sein oder ist es einfach nur ein lange eingebautes Feature des Adobe Readers den Google sich zu nutze macht? Wie auch immer, in der Toolbar des Readers wird immer noch die Yahoo!-Toolbar angezeigt.

» Screenshot
» Suchbeispiel

[thx to: Daniel Dwenger]

Mehr

Easteregg bei Picasa

Verfasst von Jens am 14. September 2006 | 6 Kommentare

Teddy
Eine beliebte Praxis unter Programmierern ist es, Eastereggs in die eigene Software einzubinden. Dies sind kleine Sonderfunktionen, Spielereien oder manchmal sogar komplette Spiele, die nur durch bestimmte Tastenkombinationen oder geheime Menüs erreichbar sind. Auch in Picasa gibt es so ein Easteregg, in Form eines Teddybärs.

Picasa Teddys

Öffnet Picasa und drückt, egal wo ihr euch gerade befindet STRG + SHIFT + Y und es erscheint der obige Teddybär auf dem Bildschirm. Er ist frei verschiebbar und hat ansonsten überhaupt keine Funktion. Drückt man die Tastenkombination noch einmal kommt ein weiterer Bär, eventuell etwas größer oder kleiner.

Um den Bären wieder zu entfernen muss Picasa komplett geschlossen werden, oder der Bär einfach aus dem Fenster hinaus geschoben werden ;-)

[Google Blogoscoped Forum]

Mehr

Google Earth zeigt “empfohlene Informationen”

Verfasst von Jens am 14. September 2006 |

Google Earth
Für die User die Google Earth nicht nur zum surfen um die Welt nutzen, sondern auch einige Informationen über das gesehen bekommen wollen hat Google eine neue Checkbox integriert welche redeaktionell zusammengestellte Informationen auf der Karte anzeigt. Darunter befinden sich Listen von Nationalparks und teilweise komplette Stadtführungen.

Folgende Inhalte sind unter dem Punkt “Featured Content” (im deutschen Earth “Empfehlungen”) zusammengestellt:

Vereinte Nationen Umwelt-Programm
Die größten derzeitigen Umweltprobleme und die der vergangenen 30 Jahre werden auf der Karte dargestellt. Unter anderem das aussterben des Regenwalds und das austrocknen des Aralsees.

Discovery Networks Welt-Tour
Eine Art Stadtführer für die ganze Welt. Für viele Gebäude und Orte gibt es detailierte Informationen und teilweise sogar Videos die die Gegend schnell vorstellen.

Nationalparks
Was wäre der Amerikaner ohne seine Nationalparks? Eine Liste aller Parks mit sehr ausführlichen Informationen über den aktuellen Park.

Jane Goodall Institut
Ein Institut das einen Geo-Blog über die Tierschutzarbeit leistet. Jeden Tag werden neue Einträge rund um die Welt hinzugefügt.

Turn Here
Dieses Overlay bietet die wertvollsten Informationen. Restaurants, Hotels und Raststätten sind hier mit einigen Informationen eingetragen. Im Grunde hat Earth das zwar schon vorher gehabt, aber diesmal sind die Daten vollständig und detailierter.


Im Grunde ist da nichts wirklich neues dabei. Restaurants, Hotels & co gab es schon von anfang an. Nationalparks waren soweit ich mich erinnere auch schon immer dabei und den Rest konnte man sich selbst binnen Sekunden einbinden.

P.S. Aktiviert mal das Warehouse-Overlay und das “Empfohlen”-Overlay. Euer PC geht in die Knie und die Erde wird vor lauter Symbolen fast unsichtbar. Irgendwie auch nicht so toll…

» Ankündigung bei Google Press

Mehr

Google kooperiert mit Verlag Intuit

Verfasst von Jens am 14. September 2006 |

Handbücher, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und umfangreiche Dokumentationen gibt es für so gut wie jedes auf dem Markt erhältliche Programm. Bei sehr populären Programmen ist die Buchauswahl meist riesengroß (Windows, Office, DreamWeaver). Doch für Internetdienste gibt es, außer eBay, noch nicht wirklich viel zu bieten. Dem wirkt Google nun mit einer Partnerschaft eines großes Verlegers entgegen.

Es gibt schon einige Google-Bücher auf dem Markt. Bisher kenne ich die Google-Story, und einige Bücher über die Websuche und bestenfalls noch Google Earth. Microsoft betreibt sogar einen eigenen Verlag, Microsoft Press, um genügend Handbücher auf den Markt zu werben – Google geht mit der Partnerschaft nun einen ähnlichen Schritt.

Intuit betreibt eine Buchreihe namens “Quickbooks”, die sich rund um die PC-Welt dreht. In der 2007er Ausgabe sollen in vielen dieser Bücher die Google-Dienste integriert, und bei umfangreicheren Angeboten auch eigene Bücher veröffentlicht werden. Vorallem das in letzter Zeit vorangetriebene Google Office könnte ein Büchlein vertragen, und so vielleicht dem Angebot zu noch mehr Benutzern verhelfen.

Worauf weist uns diese Partnerschaft noch hin? Genau!, ein Teil des Google Masterplans dürfte sich seinem Ende nähern. Man veröffentlicht ja kein Buch über unfertige Produkte, dessen Bedienung vielleicht in einem Jahr komplett anders funktioniert. Ich bin gespannt ob die Bücher dann auch online bei Google bestellt werden können. Ich könnte mir eine Integration in das Google Support Center vorstellen.

P.S. Ob diese Bücher dann auch kostenlos bei Book Search verfügbar sein werden? :-D Wenn nicht, schießt sich Google selbst ins Bein – da sie für andere Verlage auch kein großes Verständnis aufbringen. Wenn doch, dann tun sie es ebenfalls, da dann niemand mehr die Bücher kauft. Das wird spannend.

» Intuit Quickbox
» Google Press Center


GWB-Dossier Partnerschaften

Mehr

Apple + Google = iTV?

Verfasst von Jens am 14. September 2006 | 2 Kommentare

Vorgestern Nacht präsentierte Apple-Chef Steve Jobs die neue Innovation des Unternehmens. Eine kleine unscheinbare Box, genannt iTV, die alle denkbaren Formate abspielen und streamen kann. Um Filme herunterzuladen oder das TV-Programm zu streamen muss natürlich eine Internetverbindung bestehen. Und hier könnte Google ins Spiel kommen.

Zusätzlich zu dem TV-Programm der Box soll auch kontextbasierte Werbung angezeigt werden, und dafür ist Google schließlich der Experte auf dem Markt. Außerdem deckt sich das ganze wunderbar mit Googles TV-Plänen. Außerdem besteht mit einem der größten Film- und TV-Studios, Viacom, eine Partnerschaft. Und auch Viacom dürfte Interesse daran haben auf Apples neue Wunderbox zu kommen. Und auch Schauspieler werden derzeit geworben.

Dadurch dass sich Google-Chef Eric Schmidt im Aufsichtsrat von Apple befindet, dürften in nächster Zeit sowieso gemeinsame Produktlinien oder Partnerschaften kommen – die Box wäre ein erster, dafür sehr großer, Schritt.

» Artikel von Garett Rogers

Mehr

Google Maps Mashup: WikiMapia

Verfasst von Jens am 13. September 2006 | 1 Kommentar

Maps
Dieses Tool verdient den Namen Google Maps Mashup eigentlich garnicht, denn es ist sehr viel mehr. Das Projekt “WikiMapia” hat es sich zum Ziel gesetzt zu jedem Ort eine riesige Menge an Informationen zu sammeln und so aufkommende Fragen sofort beantworten zu können. Das ganze funktioniert, wie der Name schon sagt, nach dem Wiki-Prinzip.

Zoomt man an einen Ort näher heran, erscheinen auf ihm viele kleine oder größere Quadrate die weitere Informationen hinter sich verbergen. Größtenteils ist nur Titel verfügbar, teilweise aber auch ausführliche Artikel über das gerade gesehene. So kann man sich einen schnellen Überblick über die Sehenswürdigkeiten einer Stadt holen.

Ist der Eintrag nicht umfangreich genug oder enthält fehlerhafte Angaben, dann kann die Seite editiert und so angepasst werden. Das ganze läuft wie bei Wikipedia. Neue Orte müssen von der Community freigeschaltet werden bevor sie auftauchen. Dazu können neue Plätze eingeblendet werden und dann für Ja oder Nein gevotet werden.

Bei Großstädten – ich habe jetzt nur Berlin und Wien angeschaut – sind schon recht viele Quadrate auf der Karte enthalten, zwar größtenteils ohne Detailtexte, aber für einen sekundenschnellen Überblick reicht dies schon vollkommen aus. WikiMapia sollte auf jeden Fall in keiner Bookmarksammlung fehlen ;-)

» WikiMapia

[thx to: nbwolf]


GWB-Dossier Google Maps Mashups

Mehr

Google gewinnt 4,5 von 6 Webanwendungs-Preisen

Verfasst von Jens am 13. September 2006 | 3 Kommentare

Google
Na da haben bei Google bestimmt die Sektkorken geknallt: Das bekannte amerikanische Forbes-Magazin hat Preise für die “Beste Webbasierte Anwendung für Kleintriebe” vergeben. In 6 Kategorien wurden Preisträger ermittelt. In 4 von den 6 ausgeschriebenen Kategorien konnte Google den goldenen Pokal holen, in einer weiteren immerhin den silbernen.

Hier die glücklichen Preisträger:

Best Calendar
Google Calendar

Best eMail
Google Mail

Best Information Manager
Google Notebook

Best Spreadsheets
Google Spreadsheets

Zweiter Platz Word Processor
Writely

Na das kann sich doch wohl sehen lassen ;-)

» Komplette Liste mit Beschreibung und Begründung

[Googlified]

Mehr

Froogle durchsucht CheckOut-Shops

Verfasst von Jens am 13. September 2006 |

Froogle + Google CheckOut
Um die Vorzüge von Google CheckOut nutzen zu können, muss in einem Onlineshop eingekauft werden der dieses System unterstützt. Doch solche zu finden kann manchmal garnicht so leicht sein, und die Liste der Partner ist auch nicht unbedingt vollständig. Um diese Shops nun vollständig zu durchsuchen gibt es einen neuen Link in den Suchergebnissen von Froogle.

Wenn das gesuchte Produkt bei Froogle auch in einem PartnerShop, der CheckOut unterstützt, verfügbar ist, erscheint über den Suchergebnissen der Link Google CheckOut Stores der die Suche nur auf die Partner eingrenzt. Leider ist es aber nicht möglich das Produkt direkt von Froogle aus zu kaufen, dafür muss immer noch die Website des Shops besucht werden. Ansonsten könnte man wirklich von einem 1-Click-Einkauf sprechen, wie ihn amazon gerne anpreist.

Die Integration ist sicherlich ein wichtiger Schritt für den Erfolg von CheckOut, schließlich sind die Surfer – allen voran die Amerikaner – gerne bequem und machen es sich so einfach wie möglich. Die Partner wird es freuen, und neue Partner könnten dann schnell dazu kommen. Nur leider ist Froogle seit einigen Wochen von der Startseite verschwunden, was die gesamte Freude wieder dämpft…

» Ankündigung im CheckOut-Blog

Mehr

Google Book Search zeigt verbotene Bücher

Verfasst von Jens am 13. September 2006 | 3 Kommentare

Google Book Search
Bücher, die auf einer schwarzen Liste stehen oder nicht (mehr) verkauft werden dürfen gibt es ja so einige. Gegen diese Praxis setzt sich die American Library Association seit 25 Jahren zur Wehr und stellt genau diese Bücher auf der Banned Books Week zum anschauen und durchlesen bereit. In diesem Jahr sind die Bücher auch bei Google Book Search einsehbar.

Alle verfügbaren Bücher sind auf einer Extraseite gesammelt worden und stehen zum teilweise ansehen, teilweise aber auch kompletten durchlesen zur Verfügung. Ich frage mich nur warum hier unter anderem auch George Orwell’s 1984 aufgeführt wird, seit wann ist denn dieses Buch verboten?

» Google Book Search – Banned Books

Mehr

Google des Tages: 1000000..10000000000

Verfasst von Jens am 13. September 2006 |

1000000..10000000000 (ERROR)
Es geht um die einfache Suchanfrage nach allen Zahlen zwischen 1.000.000 und 10.000.000.000, Google weigert sich aber behaarlich diese Informationen herauszugeben. Ich denke die Anfrage ist zu hoch, schließlich wird hier nach praktisch 10 Milliarden Begriffen gleichzeitig gesucht.

Mehr

Google bekommt Patent für Dateisystem

Verfasst von Jens am 13. September 2006 | 3 Kommentare

Google hat sich mal wieder ein zukunftsträchtiges Patent gesichert. Dabei geht es um ein Dateisystem bei dem Datenverlust so gut wie ausgeschlossen werden kann. Das ganze läuft natürlich nicht lokal auf einem Rechner, das wäre ja nicht google-like, sondern in einem Netzwerk beliebig vieler PCs.

Hier erstmal der Wortlaut des Patents:

A system facilitates the performance of a record append operation. The system may include a primary replica and one or more secondary replicas that store copies of data. The primary and secondary replicas may receive a record to be appended to the data and a record append request that identifies the record to be appended to the data. The primary and secondary replicas may append the record to the data, possibly at the same offset. If multiple record append requests are concurrently received, the requests may be serialized to establish an order for the requests.

» Patent

Das heißt, dass eine Datei nicht nur auf einem PC, sondern auf mehreren gespeichert ist. Jeder Rechner ist dann in der Lage der Datei Informationen hinzuzufügen, selbst wenn die Originalquelle einen Fehler aufgewiesen hat. Ist der Ursprungsrechner dann wieder verfügbar, wird die Datei automatisch wieder eingespielt und ggf. auf den neuesten Stand gebracht.

Auf diese Weise steht immer ein Backup einer Datei zur Verfügung, welches von mehreren Rechnern gleichzeitig bearbeitet werden kann. Jeder Rechner ist automatisch auf dem neuesten Stand. Google beschreibt dieses Dateisystem als äußerst effizient und sehr viel schneller als gewöhnlich. Googles Server selbst dürften wohl auch mit diesem Dateisystem laufen und damit die irre Geschwindigkeit erklären. Außerdem wäre damit auch die Backup-Frage geklärt.

[Google Operating System]


GWB-Dossier Patente

Mehr

Googles Weg – 9. The Internet is not enough

Verfasst von Jens am 12. September 2006 | 5 Kommentare

Google
Im letzten Teil von Googles Weg beschäftigen wir uns heute mit der etwas entfernteren Zukunft unserer Lieblingssuchmaschine. Der Artikel kann ernst genommen werden oder nicht, das ist mir relativ egal – es sind meine Gedanken und Vorstellungen wie ich Google im fiktiven Jahr 2050 sehe.

Reisen wir also einmal in das Jahr 2050. Google hat gerade, okay vor 2 Jahren, seinen 50. Geburtstag gefeiert und ist seinem allgegenwärtigem Motto “alle Informationen auf dieser Welt digitalisieren, analysieren, organisierieren, durchsuchbar und zugänglich machen” mittlerweile sehr sehr viele Schritte näher gekommen und ist der Informationslieferant dieser Zeit.

Das Googlenet
Das Internet existiert in der uns heute bekannten Formen seit vielen Jahren nicht mehr. Seit 2038 nennt sich das weltweite Datennetz Googlenet und läuft über die Server einer einzigen Firma. Angefangen hat es alles mit einfachen Angeboten wie dem hosten von Webseiten, dem eMail-Verkehr und vielen weiteren Dingen.

Google Data Hosting
Nachdem das Internet gegen Ende des 1. Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts komplett durchsuchbar gemacht und organisiert wurde – was Google nicht findet existiert tatsächlich nicht – wandten sich Larry Page und Sergey Brin dem Deep Web zu. Dieser Teil des Internets ist noch sehr viel umfassender, bietet noch mehr Informationen und ist gleichzeitig viel strukturierter. Nur leider konnte dieser Teil noch nicht durchsuchbar gemacht werden. Dies änderte sich mit der Einführung des Google Data Hosting

Mit Base hatte Google lange Jahre experimentiert und intern eine immer umfassendere, besser organisierte und endlos wachsende Datenbank geschaffen. Das daraus resultierende Produkt nennt sich Google Data Hosting und ist in der Lage jede Information aufzunehmen, einzusortieren, mit anderen Einträgen zu verknüpfen und auch in sekundenschnelle wieder auszugeben.

Google hat diese Datenbank für Webmaster frei verfügbar gemacht und den bis dahin populären MySQL-Datenbanken schnell den Todesstoß versetzt. Der Zugriff auf diese Datenbank funktionierte freilich nur wenn die eigene Webseite bei den Google Pages gehostet wurde. Innerhalb von nur 2 Jahren zog ein Großteil der privaten Internetwelt so auf Googles Server um und lieferte der Findemaschine so eine gigantische Datenmasse an Informationen.

Internet goes Googlenet
Nachdem das Deep Web so innerhalb der nächsten Jahrzehnte nach und nach auf Googles Server wanderte, konnte wirklich gesagt werden dass Google das “gesamte Internet” durchsucht, und nicht nur den oberflächlichen Teil. Die anderen Suchmaschinen hatten das Nachsehen, denn freilich hat Google diese Datenmengen nicht mit seiner Konkurrenz geteilt.

Aus der Konsquenz dass viele Webseiten und Datenbanken nun bei Google gehostet wurden, und das natürlich kostenlos, verfolgte so langsam der Verfall der Webspace-Anbieter die darin endete dass Google zum größten Hoster weltweit wurde. Bald konnte man sagen dass das Internet auf Googles Servern abläuft und gespeichert ist. So bürgerte sich langsam der Begriff Googlenet ein, erst noch umgangssprachlich, dann später auch offiziell.

Google Operating System
Das seit Jahrzehnten erwartete Google-Betriebssystem ging im Jahr 2029 an den Start. Es lief aber nicht lokal auf dem PC, sondern spielt sich komplett im Browser-Fenster ab. Dies hat den Vorteil dass es keiner Installation bedarf und in sekundenschnelle geladen wird. Über entsprechende Browser-Plugins hat das Google OS Zugriff auf die Hardware des PCs und kann diesen somit fernsteuern.

Da unter diesem Browser selbst auch noch ein Betriebssystem läuft, welches aber völlig in den Hintergrund rückt, kann das Google OS als allübergreifendes Betriebssystem betrachtet werden welches sich sogar noch auf einem Taschenrechner aufrufen und ausführen lässt. Damit die User nicht vergessen den Browser nach dem einschalten des Computers zu starten schloss Google Verträge mit vielen namhaften PC Herstellern ab die den vorinstallierten Browser noch vor dem laden des Desktops starten und somit den Google Desktop aktivieren.

Programme, die innerhalb dieser Browser-Umgebung laufen sollen, müssen bei Google einmalig registriert werden und stehen dann jedem User zur Verfügung. Jeder User hatte jedes Programm sofort auf seinem Bildschirm, ohne Installation, ganz egal an welchem PC der Welt er sich auch immer befindet. Kostenpflichtige Programme müssen online erworben und mit GoogleDollars bezahlt werden um sie nach wenigen Sekunden auf dem Bildschirm zu haben.

The Internet is not enough
Alle Informationen die nun digital verfügbar waren sind in den Google-Index gewandert und können komplett durchsucht werden. Doch damit ist Google keineswegs am Ende seiner Mission angelangt, sondern stellt sich jetzt erst seiner größten Herausforderung: Die Digitalisierung des Alltags.

Schon seit einigen Jahren bietet Google gegen ein Entgelt von 10$ die GoogleDots an. Ein GoogleDot ist ein winzig kleiner Sender der seine aktuelle Position alle 2 Sekunden an Google funkt. Diese Daten können dann, sofern man Zugriff darauf hat, bei den Google Maps angesehen und zurück verfolg werden. Damit wird ein komplettes Bewegungsprofil erstellt und es kann auch nach vielen Jahren noch auf die Sekunde genau nachgewiesen werden wo man sich gerade befunden hat.

Auf diesen GoogleDots liegt nun der Fokus. Der Preis der Dots wurde auf 0$ gesenkt, die Verbreitung erhöhte sich innerhalb weniger Wochen von einigen Millionen auf Milliarden von GoogleDots. Schon bald schlossen sich erste Regierungen mit Google zusammen, die das tragen eines solchen Dots per Gesetzt verpflichtend vorschreiben wollen. Dies soll der Kriminalität den Hahn abdrehen, Entführungen unmöglich machen und Alibis belegen oder zerstören.

Der GoogleDot wurde nach und nach erweitert und mit einem Mikrofon sowie einer Kamera ausgestattet. Auf diese Schnittstellen hatten alle authorisierten User Zugriff und konnten somit ihre Wohnung von der anderen Seite der Welt aus kontrollieren. Schon bald klebte überall so ein GoogleDot der die Welt komplett verglaste. Jeder kleinste Winkel der Welt konnte nun in sekundenschnelle angesehen werden.

Sucht man bei Google nun nach “Kühlschrank” wird sofort der Inhalt und ein Live-Bild des eigenen Kühlschranks angezeigt, mit Hinweisen darauf was darin fehlt und wo man es im näheren Umkreis kaufen kann.

GoogleDot – dein Sekretär
Nach und nach bekam der GoogleDot immer mehr Funktionen und Möglichkeiten. So hat er in seiner letzten Version Zugriff auf alle persönlichen Daten die in dem mittlerweile allumfassenden Google Accoutn gespeichert sind. Termine ausmachen? Das tut der GoogleDot ganz alleine, schließlich weiß er wann sein Besitzer Zeit hat und wann nicht. Praktischerweise wird gleich die schnellste Route dorthin errechnet, der Dot weist das Auto zum volltanken an, was es dank GoogleNavigation auch selbstständig tut.

Dank Spracherkennung lässt der Dot ein StarTrek-Feeling aufkommen. “Dot, wie lange werden wir fahren?”, “Dot, besorge mir Kinokarten für morgen abend” bis hin zu “Dot, wie spät es ist” und natürlich der Suche nach allen weltweit verfügbaren Informationen sind die Anwendungsbereiche dieser praktischen Helfer.


Najo, klingt vielleicht ein bißchen zu überdreht – aber überlegt euch mal was Google schon heute, 8 Jahre nach der Gründung und ca. 4 Jahre nach dem Start der Datensammelwut , alles über uns weiß. Da sind die GoogleDots wirklich nicht weit weg, und irgendwann werden sie auch kommen… Und auch GoogleVision ist ein so interessantes Konzept dass es in Mountain View sicherlich nicht untergehen wird ;-)

P.S. Schreibt ruhig einmal eigene Geschichten in den Kommenaren wie es mit Google weitergeht, das interessiert mich :-D

E N D E

Siehe auch:
» GoogleZon – EPIC 2015
» Google 2084

» Teil 1: Google verändert die Internetwelt
» Teil 2: Suche und Kommunikation
» Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster
» Teil 4: APIs, Helferlein & Software
» Teil 5: Auslaufmodelle
» Teil 6: Der Masterplan – Teil 1
» Teil 7: Der Masterplan – Teil 2
» Teil 8: Was ist Google?

Mehr

Google 3D Warehouse mit neuen Features

Verfasst von Jens am 12. September 2006 |

SketchUp
Nachdem Google SketchUp offiziell veröffentlicht wurde, wurde ganz eilig und in Zeitnot das 3D Warehouse eingerichtet. Ganz nett, schöne Sammlung, aber leider kaum zum durchsuchen oder entdecken zu gebrauchen. Jetzt hat sich endlich mal was getan, sowohl im Warehouse selbst als auch bei der Integration in Google Earth.

Jedes 3D-Modell ist, damit es in Google Earth angezeigt werden kann, einem festen Punkt auf der Weltkarte zugeordnet. Dieser Punkt wird nun in der Detailansicht eines Objekt mit angezeigt, natürlich auf einer Google Map. Darunter hat sich ein neuer Button geschlichen, “View in Google Earth 4″. Soweit ich weiß, ist nur Version 4 in der Lage die Modelle komplett mit Textur anzuzeigen. Ältere Versionen zeigen nur graue Klötze.

Ganz am Ende der Seite wird nun auch die Komplexität des oben angezeigten Models angezeigt. Dies reicht von simpel über durchschnittlich bis komplex. Ein einfaches Modell wird sofort in Google Earth angezeigt, ein komplexes kann den Rechner schon einmal an den Rand seiner Leistungsgrenze bringen und die freie Navigation auf der Erde stark verlangsamen. Also eine sehr gute Information, vorallem für die nicht mehr so ganz leistungsstarken PCs.

Außerdem kann die Detailseite verlinkt werden, was eigentlich unnötig ist, da der Link genau dem in der URL entspricht. Und das beste, dass Modell kann in die eigene Webseite mithilfe eines iFrames eingebunden werden, das werde ich gleich mal ausprobieren:


[EDIT]Klappt leider nicht, irgendwie zerschießt der iFrame das Blog-Layout :-( [/EDIT]

Was außerdem noch neu ist, ist der Warehouse Network Link. Dies wird als KMZ-datei in Google Earth eingebunden und zeigt dann auf der Karte jedes verfügbare Modell in der Datenbank an. Schaut euch also mal eure Heimatstadt an (die besten Chancen habt ihr in einer Großstadt) und staunt was für Modelle es jetzt schon so alles gibt. Sehr nett, sehr nett ;-) Sollte auf jeden Fall standardmäßig bei Google Earth eingebunden werden.

P.S. Auch das Startseiten-Design wurde leicht überarbeitet.

» Detailansicht meines Werks
» 3D Warehouse Link

Mehr
Seite 670 von 774« Erste...1020...669670671672...680690...Letzte »