Google Calendar mit Outlook & mobilen Geräten synchronisieren

Verfasst von Jens am 07. September 2006 | 10 Kommentare

Google Calendar
Der Google Calendar ist ja eine feine Sache, aber eines der wichtigsten Features jedes guten Kalenders fehlt ihm noch, und zwar die Synchronisation mit Desktop-Programmen oder mobilen Geräten. Der Kalender kann zwar in 3 verschiedene Formate exportiert und auch wieder importiert werden, aber dies ist zu umständlich. Um in jedem Kalender immer auf dem neuesten Stand zu sein gibt es jetzt die Software CompanionLink.

Das Programme CompanionLink for Google Calendar kann auf den eigenen Kalender problemlos zugreifen und ihn mit sehr vielen von den aktuell auf dem Markt befindlichen Geräten updaten. Als erstes wäre natürlich die Synchronisation mit dem Vorreiter Outlook, doch damit ist nicht schluss, auch auf HandHelds, Palms und BlackBerrys kommen die Termine ohne größere Schwierigkeiten.

Natürlich funktioniert dass ganze dann auch wieder anders herum. Termine die im BlackBerry eingetragen wurden erscheinen dann auch im Google Calendar. Wie es mit der Unterstützung von mehreren Kalendern aussieht weiß ich nicht, aber ich denke mal dass die Software damit keine Probleme haben wird, schließlich ist sie nicht ganz umsonst – und da kann schon ein fehlerfreier Ablauf erwartet werden.

Das Programm kann für 29,95$ käuflich erworben werden, aber auch in einer eingeschränkten Testversion heruntergeladen werden. Für alle die wichtige Termine immer und überall auf einen Blick haben müssen sicherlich ein sehr nützliches Programm.

» CompanionLink for Google Calendar Download

Siehe auch:
» Outlook-Google Calendar Synchronisation

[thx to: Stefan2904]

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Googles Weg – 7. Der Masterplan – Teil 2

Verfasst von Jens am 06. September 2006 |

Google
Heute beschäftigt sich Googles Weg mit den Anstrichen die derzeit auf dem Masterplan dick angekreuzt sein dürften und auf denen in den nächsten Monaten und Jahren der Fokus liegen wird. Dies dürften zur Zeit die Punkte Informationsbeschaffung, Office & Werbewelten.

Was nun wirklich auf Googles Prioritätenliste ganz oben steht kann ich euch auch nicht sagen, sondern nur meinen persönlichen Eindruck vermitteln. Ich denke dass diese 3 Punkte einfach die Grundlage für das Google der nächsten Jahre darstellen dürften, da er genau in das Motto passt “Informationen beschaffen, digitalisieren, organisieren und durchsuchbar machen”.

Allumfassende Informationsbeschaffung
Primäres Ziel ist natürlich auch heute noch die Informationsbeschaffung. Diese umfasst mittlerweile das komplette Internet und muss nun also auf weitere Medien und das alltägliche Leben ausgeweitet werden. Das digitalisieren von Büchern aus aller Welt ist dabei schon ein sehr wichtiger Schritt, denn in keinem anderen Medium sind mehr Informationen enthalten als in Büchern. Das durchsuchen von täglichen Zeitungen und Magazinen ist für die Google News ja auch schon lange kein Problem mehr.

Auch die automatische Erkennung von Bildern und Fotos wird in der nahen Zukunft eine sehr große Rolle spielen. Derzeit kauft sich Google Techniken dafür zusammen und lässt seine Benutzer per Image Labeler mithelfen. All diese Daten liefern dann wertvolle Informationen über den Inhalt des Bildes und dürfte die Bildsuche in der nächsten Zeit komplett revolutionieren.

Das nächste Ziel ist es jetzt das TV-Programm nach Informationen zu durchsuchen und dem Nutzer auf alle offenen Fragen antworten zu geben. So analysiert eine Software welches TV-Programm läuft, gleicht dies mit einer allumfassenden Datenbank ab und weiß sofort welcher Film und welche Szene gerade gezeigt wird. Passend dazu zeigt Google nun wo die komplette Einrichtung des Raumes gekauft werden kann, oder wie schnell das Auto in dem der Hauptdarsteller da gerade sitzt fahren kann und in welcher Ausstattung es wo verfügbar ist. Informationen über die Darsteller und den Film allgemein sind natürlich selbstverständlich.

Google Office
Im moment scheint der Masterplan ganz auf das Google Office ausgerichtet zu sein. Dies umfasst dann nicht nur die klassischen Dinge wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Terminverwaltung & co. sondern auch dass bereitstellen eines ganzen Bürodesktops. Diesen Schritt geht Google zur Zeit mit Google Apps for your Domain.

Ein Administrator wird hier kaum noch gebraucht, somit verwaltet sich das Büro praktisch von selbst. Ein neuer Benutzer ist in 10 Sekunden eingerichtet und hat sofort vollen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen, zur Zeit hat er ein eigenes eMail-Fach und eine eigene Terminverwaltung. In nächster Zeit wird dann auch noch eine eigene Startseite das Programm abrunden.

Wohin dieses Programm geht dürfte klar sein. Eine Integration von Spreadsheets und Writely dürfte nicht mehr weit entfernt sein und rundet das ganze dann ab. Doch bevor es soweit ist müssen diese beiden Programme noch stärker ausgebaut und mit mehr Funktionen erweitert werden – und genau dies tut Google zur Zeit.

Was jetzt natürlich noch fehlt sind die wirklich wichtigen Dinge die man im alltäglichen Büroleben so braucht. Eine Mitarbeiterverwaltung, Finanzverwaltung, Buchhaltung, Lagerverwaltung & co. sucht man im Google-Universum noch vergeblich, doch so etwas wird sicherlich ebenfalls schon auf der Liste stehen und vielleicht sogar schon in der Entwicklung sein.

Neue Werbewelten
Google will aus dem Kreis der Internetwerbung ausbrechen und seine Anzeigen auch in allen anderen Medien schalten, dies ist mittlerweile bekannt. Doch im Gegensatz zu den Konkurrenten will Google auch hier nur kontextbasierte Werbung bieten, so dass sie eine sehr viel höhere Erreichbarkeit hat und den Leser/Zuschauer nicht nervt sondern ihn auch wirklich anspricht.

Für Google bringt es höhere Umsätze, doch was springt für uns dabei heraus? So einiges. Denn wenn es wirklich erreicht werden kann, dass die Werbung kontextbasierter wird – und das überall – dann könnten z.B. im TV weniger Spots gezeigt werden. Denn weniger, aber dafür interessantere Spots bringen sehr viel mehr Geld als viele die einen vielleicht garnicht interessieren. Außerdem sind Werbeunterbrechungen dann für mehr als nur für das zur-Toilette-gehen zu gebrauchen, sie könnten eine Grundlage für die Einkaufsliste der nächsten Woche darstellen.

Doch bis das funktioniert muss Google noch sehr sehr viel mehr über seine Benutzer herausfinden. Wenn das Lieblingsgericht bekannt ist, dann könnte genau dafür geworben werden, oder zumindest für die Zutaten. Wenn der Zuschauer vor hat in nächster Zeit ein Auto zu kaufen, dann dürften massenweise Auto-Spots laufen, natürlich nur von den Autos die zur Interessensgruppe passen. Nur wird es für Google schwer von den Benutzern diese ganzen Angaben zu bekommen, keiner macht sich freiwillig zum gläsernen Menschen – also müssen diese Informationen auf anderen Wegen beschafft werden.

Diese anderen Wege sind dass kleckerweise zusammensammeln von Informationen über die verschiedensten Angebote. Durch die Nutzungsstatistiken aller Google-Dienste kann schon ein mehr als beachtliches Profil von jeder Person erstellt werden. Für eine grobe Vorauswahl an Werbung reicht es allemal aus.


P.S. Der heutige und gestrige Teil waren so kurz, weil der Masterplan einfach unbekannt ist und von niemand vorhergesehen werden kann – und ich kann mir nicht unendlich viel aus den Fingern saugen .p

Damit ist der Masterplan-Teil der Artikel-Serie abgeschlossen, und auch Googles Weg nähert sich dem Ende. Im morgigen Artikel wird es um die allgemeine heutige Darstellung Googles gehen, unter anderem wird die Marktposition, das Ansehen und die Wahrnehmung beleuchtet. Und im letzten Teil *schnüff* wird es dann einen kleinen Ausblick in die ferne Zukunft geben, sozusagen ein aktualisiertes GoogleZon und Google 2084 ;-)

Fortsetzung folgt…morgen

» Teil 1: Google verändert die Internetwelt
» Teil 2: Suche und Kommunikation
» Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster
» Teil 4: APIs, Helferlein & Software
» Teil 5: Auslaufmodelle
» Teil 6. Der Masterplan – Teil 1
» Teil 8: Was ist Google?
» Teil 9: The Internet is not enough

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Tipps & Tricks rund um Google Desktop

Verfasst von Jens am 06. September 2006 | 2 Kommentare

Google Desktop
Google Desktop kann bekannterweise mittlerweile mehr als nur das einfache durchsuchen des PCs und der einzelnen Dateien. 10 sehr gute Anwendungsbereiche und Möglichkeiten hat Ionut in seinem Blog jetzt zusammengestellt. Und das beste, fast alle davon funktionieren mit der Search-Box die per Doppel-STRG erreichbar ist.

» Programme starten
Über die Suchbox können Programme, die im Startmenü verlinkt sind, gestartet werden.

» Systemsteuerung aufrufen
Die einzelnen Tools der Systemsteuerung können auf die gleiche Weise gestartet werden.

» Suchfeld als URL-Bar missbrauchen
In das Suchfeld kann auch eine URL eingegeben werden die dann geöffnet wird.

» Verlauf durchsuchen
So lange der Verlauf des Browsers gespeichert und aufbewahrt wird kann er auch mit Google Desktop durchsucht werden.

» Browser Cache per Screenshot darstellen
Gecachte Webseiten bringen einem ja nicht so wirklich viel wenn man bloß das blanke HTML vor sich hat. Doch Google Desktop zeigt Screenshots der Webseiten an und hilft so die richtige Version zu finden.

» Dateien wiederherstellen
So lange Dateien im Cache von Google Desktop sind, können sie auch nach der Löschung wiederhergestellt werden.

» Dateien zurückversetzen
Google Desktop speichert alle Versionen einer Datei, so dass auch eine Änderung wieder rückgängig gemacht werden kann.

» Dateien-Timeline
Die Timeline von Google Desktop kann dabei helfen herauszufinden an welchen Dateien vor kurzer Zeit erst gearbeitet wurde

» PDF/Office to Text
Mit Google Desktop können Office- und PDF-Dateien schnell in einer Textvorschau angesehen werden, analog zur Google-Suche

» Google Mail auch offline durchsuchen
Wenn Google Mail mal wieder down ist oder der PC gar keine Verbindung zum Internet hat, kann das Google Mail-Fach dennoch durchsucht werden, sofern Google Desktop auf das indizieren von Google Mail eingestellt ist.

[Google Operating System]

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Liste von OneBox-Ergebnissen

Verfasst von Jens am 06. September 2006 |

Google Search
Einige Beispiele für Suchanfragen die schnell mit einer OneBox über den Suchergebnissen beantwortet werden hat ein französischer Blogger jetzt zusammengestellt. Dabei sind die Informationen nicht immer die aktuellsten und daher könnte man doch lieber darauf verzichten, aber immerhin versucht Google es.

Die ganzen Beispiele funktionieren übrigens nur in der amerikanischen Google-Version. Die deutsche kann nichtmal mit “Hauptstadt von Deutschland” etwas anfangen…

Hier ein paar Beispiele:
» Terrain of Belgium*
» Climate of Peru
» Coastline of United Kingdom
» Natural resources of France
» Land use of Germany
» Nationality of Japan
» Religions of Lebanon
» Languages of Finland
» Literacy of China
» Country Name of Russia
» Government type of Switzerland

Dies sind bei weitem aber nicht alle Beispiele wie in den Kommentaren bei Blogoscoped zu sehen ist. Google kann uns beispielsweise auch die Ortszeiten anzeigen. Außerdem wird in den Kommentaren sichtbar dass ask.com die Technik der OneBoxen weit besser umsetzt und sehr viel mehr Informationen liefern kann.

[Google Blogoscoped]

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Die Gewinner des Google Desktop Gadget Contest

Verfasst von Jens am 06. September 2006 |

Google Desktop
Die Gewinner des um 2 Wochen verlängerten Google Desktop Gadget Contest wurden, wie erwartet, gestern bekannt gegeben. Einige der eingereichten Gadgets sind ganz interessant, doch die Reihenfolge in der die Jury die Preise vergeben hat ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Denn gewonnen hat der Digg-Reader Nummer 1791…

Mal ehrlich, wieviele Digg-Reader für Google Desktop gibt es mittlerweile? Der Gewinner mag ja schicker aussehen als die anderen, aber etwas wirklich neues hat er nicht gebracht. Platz Nummer 2 mit dem Reversi-Game ist da schon besser, aber die Weltzeituhr ist wieder überflüssig, gabs ebenfall schon vorher und habe ich schon seit Wochen als Gadget, zwar graphisch nicht so schick, aber funktionell…

Mein Platz Nummer 1 wäre – mit einer Einschränkung – RSS to Speech. Dieses Gadget liest einem alle Artikel von bestimmten News-Feeds vor, und zwar mit der standardmäßig installierten Sprache, sie kann also ausgetauscht werden. Der einzige Kritikpunkt hierbei ist, dass das Ding niemals die Klappe hält. Erst eine Deinstallation bringt es zum schweigen – und das nervt!.

Platz Nummer 2 hätte ich an Shortcut Gadget vergeben. Ein Gadget dass beliebige Verknüpfungen aufnimmt, übersichtlich angeordnet in dem Gadgetfenster darstellt und mit einem Klick starten kann. So etwas habe ich schon lange gesucht, nur leider hat es für mich noch zu wenige Features. So etwas in der Art sollte aber bei Google Desktop 5 dabei sein – hoffe ich.

Wessen Modul bei dem Gadget-Wettbewerb jetzt nicht genommen wurde muss aber nicht traurig sein, schließlich läuft der Google Gadget Award noch bis zum 1. November :-)

Siehe auch:
» Die besten Desktop-Gadgets

» Liste der Gewinner

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Deutsche AdSense Support Group

Verfasst von Jens am 06. September 2006 |

Google AdSense + Google Groups
Für Fragen, Hinweise und Tipps rund um Google AdSense gibt es seit einigen Wochen auch ein deutsches Support-Forum, welches natürlich bei den Google Groups läuft. Die Gruppe wird vom deutschen AdSense-Team täglich besucht und bei Fragen schnell geholfen.

Wirklich viele Leute tummeln sich in dieser Gruppe nicht, und das obwohl sie sogar bei AdSense selbst verlinkt ist. Trotzdem kann man ja mal versuchen dort Antworten auf ein paar Fragen zu bekommen. Natürlich gibt es aber auch immer noch das GoogleWatchBlog-Forum ;-)

» Google AdSense Group

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Größte Photovoltaik-Anlage der Welt eröffnet

Verfasst von Jens am 06. September 2006 | 1 Kommentar

Google Solar
Die Berliner Firma Solon AG hat an diesem Wochenende in Franken die größte Photovoltaik-Anlage der Welt eröffnet. Auf einer Fläche von 77 Hektar sind über 1400 Solarmodule installiert worden die eine Leistung von über 12 Megawatt haben. Warum das ganze hier auftaucht? Darum.

Dass die konventionellen Energiereserven irgendwann ausgehen werden ist seit Ewigkeiten bekannt, doch viel getan hat sich auf dem Sektor der erneuerbaren Energien immer noch nicht viel. Viele kleine Schritte, aber kein großer Meilenstein. Die Installation dieser riesigen Solaranlage könnte einer werden, denn die Anlage soll überall auf der Welt kostengünstig aufgebaut werden können.

Larry und Sergey sind auf dieses Projekt sicherlich nur aufmerksam geworden weil der Gründer ein Klassenkamerad von ihnen war, waren dann von der Idee aber gleich begeistert und haben kräftig investiert. Die Firma und die Investition sowie die Unternehmensanteile stehen allerdings in keinerlei Verbindung zu Google, Larry und Sergey haben dies privat aus eigener Tasche finanziert.

» Artikel bei heise

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Googles Weg – 6. Der Masterplan – Teil 1

Verfasst von Jens am 05. September 2006 | 2 Kommentare

Google
So, nachdem alle Angebote in der Serie Googles Weg näher beleuchtet wurden wird es jetzt Zeit das ganze einmal in der Gesamtheit zu betrachten. Genau genommen geht es um Googles Masterplan, wie er aussehen könnte, wie weit er schon gediegen ist und wie weit er noch gehen wird.

Als erstes wäre einmal zu sagen dass der Masterplan sicherlich kein kleiner Plan ist der seit Jahren in der Schublade liegt und nach und nach abgehakt wird, sondern ständig weiter entwickelt, aktualisiert und wenn nötig geändert wird. Ich glaube nicht dass Google alles was es heute anbietet schon vor 3-4 Jahren komplett eingeplant hatte. Viele Dinge werden spontan dazu gekommen und dann geschickt eingeflechtet worden sein.

Der Masterplan
Schon von Anfang an gab es einen Masterplan, nur war dieser auf die Suche im Internet beschränkt. Den Suchmarkt hatte Google im Sturm erobert und seine Suchmaschine kontinuierlich weiter verbessert und mit weiteren Features ausgebaut. Heute sind die OneBoxen und weitere Informationen über den Suchmaschinen fast überall Standard, Google hatte es damals zur Marktreife gebracht.

Nachdem immer mehr Suchanfragen über Googles Server liefen kam Eric Schmidt an Bord und musste, aus dem wilden chaotischen Haufen ohne richtige Ziele, versuchen ein Geschäftsmodell zu erstellen, damit möglichst viel Geld zu verdienen und die Geldgeber von der Zukunftsfähigkeit der Firma überzeugen – der Geburt des Masterplans.

Userbindung
Suchmaschinen haben den Nachteil, dass die Nutzer nur wenige Sekunden verweilen und danach auf fremde Seiten weitergeleitet werden und vielleicht auf nimmer Wiedersehen verloren sind. Also muss der Benutzer möglichst an die Suchmaschine gebunden werden, so dass er immer wieder kommt. Und wie kann man das besser erreichen als durch viele weitere Angebote die dem Nutzer so nebenbei geboten werden?

Google ist ja längst keine Suchmaschine mehr sondern schon fast ein ganzer Desktop mit vielen Programmen die in sekundenschnelle starten, einer sehr guten Organisationsfähigkeit und vielem mehr. Dies lässt den User im Optimalfall den ganzen Tag auf dem eigenen Server den ganzen Tag lang verweilen. Und bei mir funktioniert es, fast den ganzen Tag ist bei mir irgendeine Google-Seite geöffnet, und zumindest 3 Google-Programme laufen rund um die Uhr.

Google Mail
Richtig angefangen, und das mit einem Paukenschlag, hat die Userbindung mit Google Mail. Bei einem “normalen” Free-eMail-Anbieter haben die Nutzer meist ihr Konto eingerichtet und sind danach nie wieder erschienen weil sie Outlook, Thunderbird und co. eingesetzt haben. Google hat dies verändert und die Verwaltung der eMails wieder dahin geholt wo es eigentlich hin gehört – nämlich in das Internet.

Dies war der entscheidene Schritt, denn so kommt der Benutzer mehrmals täglich wieder um seine eMails abzurufen. Um die dauerhafte Speicherung zu ermöglichen musste natürlich der damals übliche Speicherplatz “leicht” angehoben werden. Die Kosten-Nutzen-Rechnung mag theoretisch nicht aufgehen, aber wenn Millionen von Usern täglich ihre Mails online checken und sich nebenbei Werbung ansehen dann dürften die Kassen so sehr klingeln dass die Hardware-Kosten nur noch nebensächlich sind.

Aufbau des virtuellen Büros
Calendar Spreadsheets Writely
Nachdem dass online holen eines Teiles der täglichen Arbeit so gut funktioniert hat, wurde der Masterplan um eine komplette Office-Kategorie erweitert. Ab sofort lag und liegt die Priorität von Google darauf den Benutzer bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen und bestenfalls alle zur Arbeit benötigten Programme online anzubieten.

Google hat dann also einen Kalender veröffentlicht, eine Tabellenkalkulation herausgebracht und stellt mittlerweile auch eine Online-Textverarbeitung bereit – und selbst die gelben Klebezettelchen am Monitor haben ausgedient. Vom Umfang her mag dieses Online-Software-Paket für große Büros noch uninteressant sein, aber um schnell ein Dokument zu verfassen oder kleine Berechnungen durchzuführen reicht dies schon vollkommen aus. Für Laien-Anwender ist MS Office schon heute wertlos.

Damit ist der erste Schritt von Google Office im Masterplan abgeschlossen. In weiterer Instanz wird jetzt die Verknüpfung der Dienste untereinander die höchste Priorität haben. Außerdem wird der Funktionsumfang noch sehr viel weiter ausgebaut werden, so dass das Google Office tatsächlich in einigen Jahren mit der klassischen Bürosoftware konkurrieren kann.
» Googles Weg, Teil 3: Hosting

Weitere Bindung
Google Bookmarks Google Reader
Wenn der Benutzer dann nach der Arbeit nach Hause kommt, wo er natürlich ebenfalls einen PC mit Internetzugang besitzt, soll er natürlich ebenfalls weiterhin an die Marke Google gebunden werden. Dies wird durch die Bereitstellung von praktischen Hilfsmitteln für den täglichen Surf-Einsatz erreicht. Die komplette Favoritenliste ist in das Internet verlagert worden, ebenso wie die News-Feeds.

Es mögen kleine Dinge sein, aber der Benutzer kommt jeden Tag wieder zurück um herauszufinden wonach er vor eingen Tagen gesucht hat und welche Seiten er davon lesenswert fand. Endlos lange Adressen kann sich ja niemand merken, also war eine Online-Favoriten-Verwaltung unumgänglich. Und Feedreader gehören sowieso in das Internet, schließlich stammt die Quelle aus eben jenem. Eine Extra-Software sollte dazu nicht installiert werden.

Geld verdienen
Google AdSense Google AdWords
Und wie lässt sich damit nun Geld verdienen? Richtig, mit Werbung. Und zwar mit jeder Menge Werbung, denn die halbe Welt greift mittlerweile auf Googles Angebote zurück und klickt auch gerne mal auf die Banner – die meistens sehr gut dem interessensgebiet des Benutzers angepasst sind. Diese Anpassung ist das Geheimnis des Erfolgs von Google. Dem Nutzer werden viele Möglichkeiten zur Verfügung gestellt die er bereitwillig nutzt und Google lernt seinen Nutzer so immer besser kennen, kann ein Profil erstellen und in weiterer Folge noch bessere Banner anzeigen. Ein Kreislauf von dem beide Parteien bestens profitieren.

Fortsetzung folgt…morgen

» Teil 1: Google verändert die Internetwelt
» Teil 2: Suche und Kommunikation
» Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster
» Teil 4: APIs, Helferlein & Software
» Teil 5: Auslaufmodelle
» Teil 7: Der Masterplan – Teil 2
» Teil 8: Was ist Google?
» Teil 9: The Internet is not enough

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Erfahrungsbericht mit den Google Maps

Verfasst von Jens am 05. September 2006 | 10 Kommentare

Google Maps
Eine Online-Routenplaner ist schon seit Jahren nichts besonderes mehr und gehört zu jedem besseren Kartenlieferanten mittlerweile standardmäßig dazu. Natürlich bieten auch die Google Maps einen Routenplaner an. Doch hat ihn wirklich mal jemand getestet? Sicher nicht, ein amerikanischer User hat dies nun mal getan, dokumentiert und ein Armutszeugnis ausgestellt.

Die Kritikpunkte gegen Google Maps:
» Falsche Wege
Teilweise sind die angegeben Wege garnicht möglich oder führen in Sackgassen, umgekehrt durch Einbahnstraßen usw. Was normalerweise der Tod jedes Navigationssystems wäre (Weil der wütende Fahrer es heraus reißt und 2x drüber fährt), scheint bei Google Maps Standard zu sein.

» Ungenaue Angaben
Teilweise sind die Angaben einfach zu dünn, und zwar so sehr dass sich jeder Autofahrer, wenn er nicht im Schrittempo unterwegs ist einfach verfahren muss. Eine Angabe von einer ungefähren Kilometer-Zahl wird, zumindest im Fließtext, nicht angezeigt.

» Ungenaue Längeneinheiten
Leider ist es nicht möglich einzustellen in welcher Einheit die Längenangaben gemacht werden sollen. Fährt man nun 2 Meilen oder 2 Kilometer? Dies kann schon ein gewaltiger Unterschied sein und dürfte für die Autofahrer mal so eben zwischendurch nicht so leicht umzurechnen sein.

» Details über die Zeitberechnung
Der Routenplaner gibt an wie lange man für eine Strecke benötigt. Doch wonach wird das berechnet? Braucht man jetzt 2 Stunden zu Fuß, bei 30 Km/H oder bei Höchstgeschwindigkeit? Zu sehen ist es nirgendwo und kann nur abgeschätzt werden wenn man die Strecke ein wenig kennt.

» Kompletter Erfahrungsbericht

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Googles SafeSearch funktioniert nicht

Verfasst von Jens am 05. September 2006 | 1 Kommentar

Google Search
Ein User hat mal Googles SafeSearch-Filter auf die Probe gestellt und das gute Stück Technik ist schon beim ersten Versucht gescheitert. So wurde explizit eingestellt, dass keine pornographischen Fotos auf den Zielseiten vorhanden sein dürfen. Anschließend wurde nach genau diesem gesucht. Und 3x dürft ihr raten was für Suchergebnisse aufgetaucht sind.

Schon auf den Plätzen 3 und 3,5 tauchte ein Forumsbeitrag auf in dem zwar kein pornographisches Materiel zu finden war, aber schon ein paar Bildchen die Kinder nicht unbedingt sehen müssen. Nun stellt natürlich die Frage was denn hier schief gelaufen ist.

Scheinbar werden immer noch alle Fotos und Inhalte per Hand von einer Masse Googlern gefiltert und bewertet. Eine automatische Bilderkennung ist noch nicht möglich, wird es aber vielleicht bald. Aber auch dann muss immer noch ein Mensch vor dem Bildschirm setzen. Denn wie soll die Software entscheiden ob da jetzt die Miss World im Bikini steht oder pornographisches Materiel zu sehen ist? Das halte ich (heutzutage) für unmöglich, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Außerdem sehen die Fotos so aus als wenn sie dynamisch eingebunden wären. Dies kann Google natürlich nicht erkennen, da die Seite vielleicht einen ganz legalen Inhalt liefert wenn sie erkennt dass der GoogleBot unterwegs ist. Es ist keine seltenheit dass der GoogleBot andere Seiten geliefert bekommt als der normale User.

Aber auch bei der Bildersuche funktioniert der Filter nicht so ganz. Ihr könnt ja gerne mal eure Filter scharf schalten und dann nach einschlägigen entsprechenden Keywords suchen…

» Testbericht

[thx to: smashedpumpkin]

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Click-to-Call-Banner in Großbritannien aufgetaucht

Verfasst von Jens am 05. September 2006 | 3 Kommentare

AdWords
Googles Werbeanrufmodell Click-to-Call ist jetzt erstmals auch bei einer Anzeige aus und in Großbritannien geschaltet worden. Neben der Anzeige befindet sich ein Telefonhörer, der bei einem Klick ein Fenster öffnet in dem man seine eigene Telefonnummer eintragen kann und dann kostenlos mit dem Werber verbunden wird.

Das Click to Call so langsam nach Europa kommen muss war ja klar, schließlich wird es demnächst bei eBay eingebunden und muss so natürlich weltweit verfügbar sein. Doch so wie das Konzept von Click-to-Call jetzt ist wird es sich sicherlich nicht durchsetzen und muss noch einmal in die Google Labs verschwinden.

Die Problempunkte:
» Die meisten Inserenten möchten dass SIE ihre Kunden anrufen und nicht anders herum. Besser wäre also weiterhin eine Kontaktaufnahme per eMail. Click-to-Call sollte also nicht direkt verbinden, sondern die Nachricht nur aufzeichnen und diese per Mail an den Inserenten weiterleiten.

» Ob die angegebene Telefonnummer auch wirklich die eigene ist kann derzeit von Google nicht geprüft werden. So kann man natürlich um 3 Uhr Nachts auf eine Anzeige klicken und den Arbeitskollegen mal eben aus dem Bett klingeln – und das Nacht für Nacht. Besser wäre hier eine Verifikation und dann eine automatische Verbindung der Telefonnummer mit dem Google Account.

» Fake-Anrufe. Dadurch dass die Anrufe kostenlos sind und bleiben, werden natürlich auch jede Menge Deppen – die das Internet leider beherrschen – auf diesen netten grünen Hörer klicken und die inserierenden Firmen zum Wahnsinn treiben. Jede Firma würde es nach wenigen Stunden bereuen…

Na dann mal an die Arbeit, Google.

» Screenshot von Click-to-Call

[Googlified]


GWB-Dossier Click-to-Call

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Googles Weg – 5. Auslaufmodelle

Verfasst von Jens am 04. September 2006 |

Google
Im 5. Teil der Serie Googles Weg dreht sich diesmal alles um die Auflaufmodelle im Google-Universum. Damit sind Angebote gemeint die zwar alle noch vorhanden sind aber vermutlich in Googles Masterplan keine große Rolle (mehr) spielen und somit sicherlich auch nicht mehr weiter entwickelt werden.

Da Google natürlich nie etwas wegwirft, werden auch die nachfolgend genannten Angebote in 20 Jahren noch auf den Servern gefunden werden – aber dann in der gleichen Version wie heute, das vermute ich einfach mal. Sortiert sind diese Auslaufmodelle nach dem Alphabet. Nicht alles muss offline genommen werden, sondern bei einigen Dingen würde es auch ausreichen sie komplett anders umzusetzen oder sie in andere Dienste zu integrieren.

Auslaufmodelle im Google-Universum
Google Alerts
Google Alerts
Die Alerts sind, oder waren, eigentlich eine tolle Sache. Man blieb über alle aktuelle Dinge im Web informiert und bekam Zusammenfassungs-eMails über neue Webseiten, Diskussionen und News. Doch für diese Dinge gibt es längst neue und verbesserte Techniken. Hauptkonkurrent ist dabei natürlich RSS, welches Google mit seinem Reader ebenfalls fördert. Trotzdem wird Alerts mit neuen Sprachversionen am Leben gehalten.

Neue Webseiten in den Suchergebnissen dürften wohl auch nur Webmaster interessieren die ihre Website verfolgen, aber dafür gibt es Google Sitemaps. Also wieder ein Punkt weg der für Alerts spricht. Und ansonsten bietet Alerts garnichts mehr, außer ein wenig Google-Nostalgie. Denn auch Alerts war eines der ersten Dinge die neben der klassischen Websuche aufgetaucht sind.

Google Answers
Google Answers
Alle Suchmaschinen antworten heute, neben Yahoo! Answers und Lycos IQ gibt es noch viele weitere Angebote von anderne Suchmaschinen. Google hatte dieses Feature schon sehr früh, als andere Suchmaschinen noch garnicht an so etwas gedacht hatten. Doch einen wirklichen Nutzen bieten diese Answer-Services ja nicht.

Zwar bekommt man, wenn man Glück hat, recht gute Antworten, aber die hätte man auch in jedem themenspezifischem Forum noch weitaus ausführlicher beantwortet bekommen. Und so ein Forum zu finden ist eine Sache von 1-2 Minuten wenn es hochkommt. Im Grunde sind diese Antwortseiten nur eine große Diskussionsplattform die sich auf das Frage-Antwort-Spielchen spezialisiert hat.

Was darauf hinweist dass Google auf sein Answers nicht wirklich stolz ist, ist die Tatsache dass es bis heute nicht mit dem Google-Account verbunden wurde und als einziger Dienst noch einen separaten Login hat. Außerdem werden die hier gegeben Antworten nirgendwo außerhalb von Answers verwendet, obwohl sie bei so mancher Websuche sicherlich helfen könnten. Außerdem wurde der Service nie lokalisiert und blieb auf ewig im amerikanisch-sprachigen Raum.

Zusammengefasst hat Answers keine Daseinsberechtigung mehr und sollte ebenfalls als Nostalgieprodukt betrachtet werden dass bei Google nicht mehr weiter entwickelt wird und somit längst in einer verstaubten Schublade verschwunden ist…

Google Catalogs
Google Catalogs
Ich wette die meisten von euch wissen nicht einmal was Google Catalogs überhaupt ist. Im Grunde ist Google Book Search für arme. Hier finden sich, wie der Name schon sagt, Kataloge von allen möglichen Firmen, Speisekarten von Restaurants usw. in digitalisierter Form. Diese können jetzt durchsucht oder durchgeblättert werden und danach mit der Firma Kontakt aufgenommen werden. So muss nicht der ganze Papierstapel zu Hause auf dem Schreibtisch liegen.

Praktisch mag es ja sein, aber diese paar Kataloge könnten auch in die Buchsuche unter der Kategorie “Kataloge” eingefügt werden und sollten nicht als eigener Service betrieben werden. Die Kontaktaufnahme könnte außerdem gleich über Click to Call realisiert werden, aber auch dies ist nicht möglich.

Eine gezielte Suche nach dem beworbenen Produkt bei Froogle ist ebenfalls nicht möglich und man hat somit nicht einmal die Möglichkeit sich anzusehen ob es das Produkt vielleicht irgendwo billiger gibt. Das Potenzial wird also nicht genutzt und das Angebot sollte verschwinden…

Google Groups
Google Groups
Okay, die Groups sollten nicht verschwinden. Dafür ist das UseNet-Archiv viel zu groß und zu wertvoll. Aber was verschwinden sollte ist die Oberfläche die Groups dem User bietet. Diese muss einmal gründlich renoviert und mit mehr Features ausgestattet werden, denn das ganze wirkt schon ein bißchen träge und alt.

Google versucht aktuell zwar durch Profile, Bewertungsfunktion, neuer Startseite und anderem den Groups neues Leben einzuhauchen, auch durch Integration in andere Dienste, aber so wirklich lebhaft will dieser Diskussionkoloss einfach nicht werden. Dafür fehlt noch eine ganze Menge. Ich kann mir vorstellen dass es nicht einfach ist diese Datenmengen geordnet zu präsentieren, aber hey, wofür beschäftigt Google seine tausenden Mitarbeiter? Die bekommen das schon hin…

Google Mail Notifier
Google Mail Notifier -> Google Notifier
“Nein!, nicht mein Notifier, den liebe ich doch!” wird es jetzt durch die Wohnzimmer schallen .p
Ich liebe ihn auch, aber nicht mehr in dem Umfang wie es ihn gibt. Längst wurde er doch durch Google-eigene Software wie Google Talk und Google Desktop ersetzt. Außerdem bietet beispielsweis die Apple-Version Mehr Features die ich als Windowsler auch gerne hätte.

Der Google Mail Notifier sollte also eingestellt und sofort durch den Google Notifier ersetzt werden. Zumindest die Erinnerung an Termine aus dem Calendar gehört längst zu so einem Notifier dazu. Und auch hier könnte das Auslaufmodell Google Alerts integriert werden. Aber ich denke dass Google hart dran arbeitet und sich der Google Mail Notifier damit demnächst erledigt hat ;-)

Google Pack
Google Pack
Mit großem Tamtam wurde das Google Pack eingeführt, aber gebracht hat es uns doch ehrlich gesagt garnix. Die einzigen die davon profitiert haben waren die Softwarehersteller dessen Produkte darin enthalten waren. Doch der Benutzer selbst hat keinen Vorteil durch dieses Pack.

Google-eigene Software updatet sich eh fast immer von selbst oder weist den Benuter beim Start darauf hin, also ist das Pack in diesem Fall überflüssig. Und die Software von weiteren Herstellern möchten wir Google-Fans vielleicht garnicht auf dem Rechner haben. Aber vieleicht etwas anderes dass beim Pack garnicht dabei ist, denn der Softwareumfang ist zur Zeit mehr als dünn.

Google kann das Pack dazu nützen mit Softwareproduzenten Partnerschaften einzugehen, aber das war es ja dann auch schon wieder. Das Softwareangebot müsste mindestens verhundertfacht werden damit es sich überhaupt lohnt. Und dann sollte noch gespeichert werden welche Software man denn gerne auf jedem seiner PCs hätte. Beim einschalten eines PCs wird dann automatisch alle benötigte Software installiert. Für so etwas würde jeder Administrator eines größeren Netzwerks Google die Füße küssen – aber zur Zeit wohl kaum…

Wenn das Pack so bleibt wie es jetzt ist gehört es ganz klar in die Liste der Auslaufmodelle.

Google Sets
Google Sets
Kann man Google Sets überhaupt als Angebot sehen? Also ich kenne niemanden der es auch nur ein einziges mal praktisch angewendet hat. Die Technik mit der riesigen Datenbank dahinter ist natürlich interessant, aber als eigenständiger Service sollte Sets auf keinen Fall bestehen. Wer es nicht kennt, mit Sets ist es möglich Wörter mit der gleichen oder einer ähnlichen Bedeutung zu suchen.

Als Integration in die Websuche wäre Sets sehr interessant, vorallem wenn Google automatisch auch nach den anderen Begriffen suchen würde und so noch bessere Ergebnisse liefern könnte. Aber dies wurde bis heute nicht bewerkstelligt und Sets verweilt seit Ewigkeiten in den Labs. Dort wird es auch sicherlich niemals herauskommen, sondern bis in alle Ewigkeit dort schmoren…

Google Transit / Google RideFinder
Google Transit</a data-recalc-dims= / Google RideFinder
Diese beiden Dienste tun zwar interessante Dinge, aber werden als eigenständiger Service nicht wirklich gebraucht. Google Transit zeigt uns auf wie wir von einem Ort an den anderen kommen, entweder zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Google RideFinder hingegen zeigt wo sich aktuell freie Taxis in der Umgebung befinden. Und Google Maps zeigt Verkehrsinformationen. Vielen Dank, die Verwirrung ist perfekt.

Alle 3 Dinge sind natürlich sehr interessant und können vorallem unterwegs auf dem Handydisplay mehr als hilfreich sein. Doch diese 3 Angebote sollten fusionieren und in die Maps integriert werden. Aber nicht standardmäßig, sondern per Klick zuschaltbar – so wie die Overlays bei Google Earth. Dies würde allen Usern sofort zeigen welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen aber sie dennoch nicht mit einer Flut von Informationen überschütten die sie vielleicht garnicht brauchen können.

Überhaupt wären Overlays in den Maps eine feine Sache die demnächst integriert werden sollten. Und dabei wären RideFinder und Transit die Zugpferde, sofern sie denn weltweit verfügbar sind, und würden Google Maps zu einem fast unverzichtbarem Tool machen wenn es darum geht einen Kurztrip zu planen. Wenn man dann noch Fahrkarten online kaufen kann ist die Welt wieder perfekt ;-)

Aber Transit und RideFinder einzeln und nirgendwo verlinkt? Nein, nein, so geht das nicht…

Google Verzeichnis
Google Verzeichnis
Ein Verzeichnis des gesamten Internets. Das war der Traum des Yahoo!-Gründers und war auch der erste Baustein im heute riesigen Yahoo!-Netzwerk. Doch das war vor über 10 Jahren, damals war die Idee wenigstens noch halbwegs realistisch aber heute halte ich sie einfach mal für komplett unmöglich. Aber genau dieses Ziel verfolg das Google Verzeichnis, welches von dmoz geliefert wird, noch heute.

Doch nachdem das dmoz alt und träge geworden ist und kein Mensch mehr das Internet nach Verzeichnis durchsuchen will ist das Projekt inoffiziell doch schon längst gestorben. Selbst Google vertreibt es nach und nach. wer nutzt schon einen Index bei dem man nach 192 Klicks durch Kategorie-Dschungel vielleicht etwas gefunden hat dass halbwegs den Vorstellungen entspricht, wenn man es mit 1 Klick in wenigen Sekunden per Suchmaschine finden kann? – Niemand.

Noch dazu ist so ein Verzeichnis, so lange es nicht dynamisch generiert wird, nicht gerade aktuell und kann neue Seiten erst nach langer Zeit aufnehmen und alte Seiten die seit Jahren offline sind noch immer an erster Stelle listen… Seit bestehen bekam der GWB ca. 10 Besucher durch das dmoz, dies dürfte alles sagen, oder?


So, damit wäre die Aufzählung der Dienste – und damit für mich eine Menge Schreibarbeit – beendet. Ich weiß dass noch einige fehlen, aber diese habe ich absichtlich außen vor gelassen da sie zur Zeit noch in keinen Rahmen passen und sich erst im Laufe der Zeit profilieren müssen. Eine Übersicht aller Dienste findet ihr hier.

Die Artikel-Reihe ist aber natürlich noch längst nicht am Ende und geht morgen frisch und fröhlich mit einer Analyse der derzeitigen Angebote weiter. Also heißt es wieder:

Fortsetzung folgt…morgen

» Teil 1: Google verändert die Internetwelt
» Teil 2: Suche und Kommunikation
» Teil 3: Hosting, Werbung & Webmaster
» Teil 4: APIs, Helferlein & Software
» Teil 6. Der Masterplan – Teil 1
» Teil 7: Der Masterplan – Teil 2
» Teil 8: Was ist Google?
» Teil 9: The Internet is not enough

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Neue Design-Version aufgetaucht + Bildersuche

Verfasst von Jens am 04. September 2006 |

Eine abgewandelte Form des alten neuen [;-)] Google-Designs ist jetzt aufgetaucht. So sind in der neuen Version die rätselhaften grünen Balken wieder verschwunden und die Navigation wurde noch einmal leicht verbessert.

Da sowieso noch niemand hinter das Geheimnis dieser grünen Balken gekommen ist, hat Google sie wohl einfach wieder abgeschafft – warum auch nicht, drauf geachtet hat ja eh niemand. Außerdem wird die Möglichkeit zur Suche in weiteren Medien nicht mehr nur oben sondern jetzt auch unten angezeigt. Sehr bedienerfreundlich, denn die meisten werden wohl gleich am anfang oder am Ende einer Seite auf die Idee kommen noch wo anders zu suchen.

Neues Design - Oben

Neues Design - Unten

Neues Bildersuche-Design

Neues Image-Design
Außerdem gibt es bei der Bildersuche auch noch eine neue OneBox die ggf. News zu dem gesuchten Begriff anzeigt. Ich konnte das ganze nicht reproduzieren, so dass ich vermute dass auch diese Neuerung wieder nur einem Teil der Googler zugänglich ist.

Nachtrag:
» Neues Google-Design selbst ansehen

[thx to: colafee, Daniel Dwenger]


GWB-Dossier Startseiten-Designs

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Antwort von Google AdWords

Verfasst von Jens am 04. September 2006 | 6 Kommentare

AdWords
Schon vor einigen Tagen bekam ich eine Antwort von AdWords auf meine eMail-Anfrage anlässlich meines kleinen AdWords-Problems. Die Antwort war nicht gerade befriedigend und lässt mich doch so langsam von dem glauben abfallen dass der Google Support wirklich so gut ist…

Ich habe Google von meinem Problemchen in Kenntnis gesetzt und angefragt ob man meine Kampagne denn freischalten kann und mir die Benutzung von Großbuchstaben mitten im Text sowie die Verwendung des Wortes Google zu erlauben. Dies ist nunmal nötig wenn ich diesen Blog hier bewerben möchte.

Folgende Antwort bekam ich von Google:

Hallo Herr Minor,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihre Anzeige wurde abgelehnt, weil sie gegen unsere Richtlinie zum Umgang
mit Marken verstößt. “Google” ist ein als Marke geschützter Begriff.

Bitte entfernen Sie den Markennamen Google aus Ihrem Anzeigentext. Ihre
Anzeige wird anschließend zu einer erneuten Prüfung übermittelt.

Wie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermerkt ist, behält sich
Google das Recht vor zu entscheiden, welche Werbung wir auf unserer
Website akzeptieren.

Google fühlt sich jedoch ebenso der Meinungsfreiheit verpflichtet. Wir
bieten daher einen umfassenden und unzensierten Zugang zu Webinhalten an.
Bitte beachten Sie, dass unsere Entscheidungen bezüglich Werbung in keiner
Weise unsere Suchergebnisse beeinflussen.

Mehr zur Google-Richtlinie zum Umgang mit Marken erfahren Sie unter:
http://www.google.de/tm_complaint.html

Zukünftig erhalten Sie auch in der AdWords-Hilfe unter
https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE”>https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE”>https://adwords.google.com/support/?hl=de_DE schnell Antworten auf
viele häufig gestellte Fragen (FAQ). Sie können sich gerne mit uns in
Verbindung setzen, falls Sie auf eine Ihrer Fragen in der AdWords-Hilfe
keine Antwort finden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Google AdWords Team

Jaja, vielen Dank Google. Das was da steht wusste ich auch vorher schon, und meine eigentliche Frage wurde nicht wirklich beantwortet. Diese eMail ist niemals von einem Menschen verfasst worden sondern teilweise von einem Algorithmus zusammen gebastelt und vielleicht von einem Mensch der sie geschätzt 1,5 Sekunden gelesen hat abgenickt worden.

Dann verzichtet halt auf mein Geld und ich werbe bei der Konkurrenz…

Okay, ich will nicht wirklich werben, aber wenn sie alle ihre Kunden so abspeisen dann könnte die Umsatzkurve schnell nach unten gehen. Auch Kleinvieh kann Mist machen.

Siehe auch:
» Antwort von Google Video

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