Google

Google Deutschland hat heute eine zentrale Webseite zur Bundestagswahl 2009 freigeschaltet. Auf dieser können sich politisch interessierte Internetnutzer über aktuelle Politik-Suchtrends, -Nachrichten sowie interaktive Wahlkampf-Debatten informieren.

Unter www.google.de/wahl09 werden aktuelle Informationen zur Wahl gebündelt dargestellt. Bundestagswahl 2009 verein drei Dienste von Google: Google Trends zeigt die Interessen der deutschen Google-Nutzer an Parteien, Spitzenkandidaten und zentralen Wahlkampfthemen, Google News liefert passende Nachrichten und bei Open Reichstag auf YouTube können YouTube-Nutzer aktiv ihre Meinung sagen. 

Die einzelnen ?Informationen zur Bundestagswahl 2009?-Dienste im Überblick:
-Google Trends: Google Suchtrends sind die Basis für das Google ?Wahlbarometer?. Sie bilden das tagesaktuelle Interesse der Deutschen bezüglich der im Bundestag vertretenen Parteien, Spitzenkandidaten und zentralen Themenfelder wie Wirtschafts-, Umwelt-, Familien-, Bildungs- und Steuerpolitik ab. -Google News: Auf der Bundestagswahlseite liefert der Nachrichtendienst Google News die neuesten Nachrichten zur Bundestagswahl. Wähler erhalten somit einen schnellen Überblick über das aktuelle politische Geschehen. -YouTube Kanal Open Reichstag: Seit Anfang Juli findet auf dem YouTube Kanal ?Open Reichstag? unter www.youtube.de/openreichstag eine interaktive Wahlkampfdebatte statt. Das ZDF und YouTube haben das Projekt gemeinsam gestartet, um den Dialog zwischen Politik, Gesellschaft und Medien zu fördern. Nutzer können die Videos und Textkommentare von Politikern und Nutzern auf dem YouTube-Kanal bequem über einen Link auf der Google Bundestagswahl-Seite aufrufen.  Per Maus-Klick auf den meinVZ-Kandidaten-Atlas erfahren die Nutzer schnell und einfach, welche Kandidaten die großen Parteien in ihrem Wahlkreis aufgestellt haben. Darüber hinaus können sich die Nutzer über die jeweiligen meinVZ-Poltitkerprofile informieren. Der Atlas listet die Kandidaten aller 299 Wahlkreise in ganz Deutschland auf und verbindet Google Maps mit einer intuitiv verständlichen Navigation.

Hier die aktuellen Trends als Gadgets:
Books Google hat den europäischen Verlagen angeboten zwei nicht-amerikanische Vertreter in die Führung der Registrierstelle aufzunehmen. Die Stelle soll dafür sorgen, dass der Streit um die Buchdigitalisierung beigelegt wird. Dies geht aus einem Brief an 16 Verlage hervor, der der FT vorliegen soll. Außerdem möchte man sich in Zukunft mit den Verlagen beraten bevor Bücher in die digitale Bibliothek aufgenommen werden.
Docs

Google hat einige neue Features bei den Google Docs Formular vorgestellt. So gibt es mit Gitter eine neue Art der Umfrage, die Zusammenfassung der Antworten wurden verbessert und noch einiges mehr.

Mit Gitter lassen sich ähnliche Fragen auf einmal gruppieren. Für die Nutzer ist so die Beantwortung der Fragen einfacher. Die Antworten erscheinen jeweils in einer eigenen Spalte in der Tabelle.

Google Forms Grid 

Auch bei der Zusammenfassung der Antworten hat Google einige Änderungen vorgenommen. Diese wirken jetzt aufgeräumter und übersichtlicher. Zu jeder Fragenart gibt es jetzt ein anderes Diagramm. Jede Frage bekommt außerdem eine andere Farbe. 

Antworten Forms

Bei Google Apps kann man bei den Formularen auch gleich den Benutzernamen "einsammeln". Eine neue Option soll diese Formular vor unberechtigten Zugriffen schützen, indem man sich anmelden muss.

Interessant für Entwickler ist das automatische Ausfüllen von Formularen.
http://spreadsheets.google.com/viewform?formkey=12345&entry_0=Barack&entry_1=Obama&entry_2=1600+Pennsylvania+Ave&entry_3=pistachios|spinach|broccoli&entry_4=8/4/1967

» Ankündigung
Google Logo Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Heute vor 11 Jahren begann eine Erfolgsgeschichte: Google.com ging zum ersten Mal online. Auch wenn viele den 07. September 1998 als Geburtstag von Google ansehen, ist die die eigentliche Gründung am erst am 27. September über die Bühne gegangen, wie Stefan Keuchel vor einem Jahr erklärte. Hier möchten wir einmal auf das letzte Google Jahr zurück blicken und listen einige wichtige Änderungen auf. Große Updates hat es im letzten Jahr eigentlich keine geben, aber fast jeder wichtige Dienst hat einige Updates bekommen. Fangen wir mal bei den Webservices an. Was eigentlich keiner mehr erwartet hat, schaffte Google Anfang Juli: Google Mail, Docs, Calendar und Talk sind keine Beta Services mehr. Verschiedene neue Google Mail Labs bringen zum Beispiel mehr Sicherheit durch kleine Schlüsselicons, geben einen Einblick auf den Posteingang schon beim Laden oder übersetze eine Mail in eine andere Sprache. Außerdem gibt es die Google Mail Labs nun in allen Sprachen von Google Mail. Endlich gibt es bei Google Mail auch Drag & Drop und einen Contact-Picker. Im Google Mail Chat kann man mit anderen einen Video oder Voice Chat machen. Bei Google Docs gibt es neben der Unterstützung von docx und xlsx mit Drawing ein Online-Zeichenprogramm. In den kommenden Wochen soll sich hier aber noch einiges tun, denn Google hat ein neues Design und neue Features angekündigt. Auch beim Google Calendar hat sich einiges getan. So kann man seine Termine nun offline anschauen, Geburtstage von Kontakte werden angezeigt, Google Tasks wurden integriert und auch der Google Calendar hat ein Labs. Viele Änderungen hat es beim Google Reader geben. Neben einem neuen Design (ich frag mich gerade wie nochmal das alte ausgeschaut hat) wurde der Reader mehr "social" gemacht. So kann man nun Freunde "verfolgen", Shared items werden dank PubSubHubbub fast in Echtzeit an andere Portale wie Friendfeed geschickt und Einträge lassen sich direkt im Reader übersetzen. YouTube Videos dürfen nun bis zu 2 GB groß sein und die Qualität der Videos wurde mehrfach verbessert, das neue Channel Design kam bei einigen Nutzern nicht so gut an, der IE 6 Support wird eingestellt, YouTube und Gema verlängern Vertrag nicht, YouTube Realtime soll Freunde über interessante Videos informieren und abermals gab es ein neues Design. Bei Google Chrome hat sich einiges getan. Seit der Veröffentlichung am 02. September 2008 wurden laut Google 52 Dev-Updates, 21 Betas und 15 Sicherheits- oder "Stable Updates" veröffentlicht. Die erste finale Version (1.0) erschien 100 Tage nach der ersten Veröffentlichung. Zwischen der ersten Version 0.2 und der jetzten Dev-Version 4.0 hat sich einiges getan neben einen Extension System, das noch immer entwickelt wird, wurde die Geschwindigkeit erhöht und einige neue Features kamen hinzu. Neben Vollbild gibt es eine neue "Neuer Tab"-Seite, Sync synchronisiert Lesezeichen mit Google Docs. Außerdem gibt es inzwischen auch eine Dev-Version für Linux und Mac, die demnächst eine Beta-Version erhalten werden. Für Aufsehen sorgte Google im Januar als binnen weniger Monate das zweite neue Favicon vorgestellt wurde. Im Mai kündigte Google an, dass seine Dienste einheitliche Logos erhalten sollen. Auch bei der Suche wurden neue Dinge eingeführt. Wonder Wheel und Search Options macht das Suchen einfacher und die Erweiterte Suche besser zugänglich und mit Caffeine stellte Google die nächste Suchmaschine schon vor. Folgende Services wurden in den letzten 12 Monaten veröffentlicht: -Friend Connect -Latitude -Contacts -Translator Toolkit Außer dem hat Google sein eigenes Betriebssystem Google Chrome OS und Wave angekündigt. Chrome OS soll nächstes Jahr erscheinen, Wave startet Ende des Monats für 100.000 Nutzer. Das Doodle zum 11. Geburtstag: 11 Jahre Google Erscheint hier, wenn es veröffentlicht wurde. Und wie alle Jahre hier die Doodles von Google zum Geburtstag: Doodle
Rätselhaftes Phänomen

Google Korea hat nun die Auflösung zum gestrigen Doodle Rätselhaftes Phänomen veröffentlicht (englische Übersetzung). Darin heißt es, dass es ein Teil einer Serie von drei Doodles ist. Der nächste Teil soll am 15. September veröffentlicht werden. Als Tipps gibt man mystery, transparency/invisibility, a novel (Mystery, Transparenz/Unsichtbarkeit und Roman) an. 

Möglicherweise will Google mit den Doodles den Geburtstag von Herbert George Wells feiern, der ein Pionier der Science-Fiction-Literatur war. Dies würde auch zu den Tipps passen, da er mit The War of the Worlds (Der Krieg der Welten) einen Roman verfasst hat, der eine Invasion vom Mars aus beschreibt und sein Werk The Invisible Man passt zu transparency/invisibility.
Google Mail

Google hat für Google Mail drei+eins neue Themes veröffentlicht. Drei sind wirklich neu, die vierte zeigt zufällig eine der anderen an.

Vor gut 10 Monaten (wie schnell die Zeit vergeht) hat Google die ersten Google Mail Themes veröffentlicht. Folgende drei Themes kamen hinzu: Orcas Island, Punkterekord, Gras und Zufall.

Orcas Island:
Orcas Island Google Mail Theme

Punkterekord:
Super Mario Theme Google Mail

Gras:
Google Mail Gras Theme

Punkterekord hat ein bisschen Ähnlichkeit mit Super Mario. Ob "Zufall" nur einmalig eine andere Theme auswählt kann ich nicht sagen. Möglicherweise wird auch einmal am Tag dann ein neues ausgewählt. 
Calendar

Google hat bereits vor einigen Tagen zwei neue Features im Google Calendar Labs veröffentlicht. Außerdem kann man die Labs nun auch im deutschen Interface nutzen.

Dim future repeating eventsDim future repeating events ist das neueste Experiment im Google Calendar Labs. Dieses Experiment soll für einen besseren Überblick sorgen. Sich wiederholenden Termine werden in der Zukunft immer heller. 

Ähnlich wie bei Google Mail gibt es jetzt auch das Experiment Add any gadget by URL. Damit kann man weitere Gadgets in die Sidebar einfügen. Weitere Details für Entwickler findet man in der Dokumentation

Die ersten Experimente von Google Calendar Labs gibt es jetzt auch in der deutschen Oberfläche. Zum aktivieren klickt man auf Einstellungen und dann auf Google Labs. Hier wählt man seine gewünschten Experimente aus. Derzeit ist Dim future repeating events noch nicht über die deutsche Oberfläche aktivierbar.
Booksearch

Der Widerstand gegen das Google Books Settlement Agreement ist groß. Amazon, Yahoo und Microsoft verbünden sich dagegen, die Bundesregierung sieht die Sache kritisch und die Deutschen Verleger sind ebenfalls nicht begeistert. Nichts desto trotz gibt es auch Befürworter der Vereinbarung.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sieht im Abkommen eine Legalisierung der ungenehmigten Digitalisierung und Onlinenutzung von Millionen urheberrechtlich geschützter Bücher durch Google. "Es ist klar, dass dieser Vorschlag für Autoren und Verlage in Europa in keiner Weise akzeptabel ist", sagt Gottfried Honnefelder, Chef des Börsenvereins, Golem.de.

Mit den Einwänden wolle man den Richtern verdeutlichen, dass das Abkommen für ausländische Verleger und Autoren unzumutbar sei. Deswegen wolle man mit allen rechtlichen Mitteln das Zustandekommen des Google Book Settlement verhindern.

Auch die Bundesregierung äußert sich gegen das Abkommen. Am Dienstag hat die Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) einen sogenannten Amicus-Curiae-Schriftsatz an das Gericht in New York. "Wir hoffen, dass das New Yorker Gericht die Billigung des Vergleichs insgesamt ablehnt oder zumindest unsere deutschen Autoren und Verleger aus der so genannten "class" herausnimmt, damit die Folgen des Vergleichs sie nicht treffen. Die deutschen Rechtsinhaber könnten dann selbst entscheiden, ob und welche Rechte sie Google einräumen", sagte Zypries.

Im Schriftsatz, der dem Handelsblatt vorliegt, heißt es, der Vergleich habe Auswirkungen auf deutsche Rechteinhaber, auch wenn die Bücher online nur in Amerika verfügbar sein sollten. Das Abkommen missachtet auch Verträge wie den Wipo-Urheberrechtsvertrag.

Aber auch die Befürworter von Google Books haben sich zusammengeschlossen. Unter ihnen findet man Universitäten, Bürgerrechtler, Studenten und ein Behindertenverband. Der Bürgerrechtler Wade Henderson sagte, dass man das Abkommen unterstütze, weil Google allen Menschen Wissen zugänglich machen wolle. National Federation of the Blind hoffe, dass so Millionen von Büchern für Sehbehinderte zur Verfügung gestellt werden können. 

Unterdessen wurde bekannt, dass die eigentlich gestern abgelaufene Frist für die Eingabe von Schriftsätzen wegen Wartungsarbeiten an der Webseite bis Dienstag verlängert wurde. Google hat vermutlich im Vorgriff auf das Urteil die Richtlinien für die Nutzung von Google Books überarbeitet. Die Bedingungen sind derzeit noch nicht vollständig überarbeitet, man hat aber mit der Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission zusammengearbeitet. Die kompletten Änderungen werden dem Gericht vorgelegt. So ist zum Anschauen von Büchern kein Google Account mehr notwendig. Diesen benötigt man aber beim Kauf von Büchern, wobei man aber das Recht erhalten wird, Daten über den Kauf löschen zu lassen.