YouTube YouTube hatte in den vergangenen zwei Tagen auf verschiedenen Kanälen mit Partnern Live-Streaming getestet. Demnach wird YouTube auch in Zukunft solch eine Option den Nutzern anbieten. Alles was Dieser dafür benötigt, soll eine Webcam oder eine USB/Firewire-Kamera sein. Ob YouTube das Feature überhaupt freigibt, soll sich in diesen Tagen herausstellen.
Buzz

Buzz kann schon seit langem Follower anzeigen und Vorschläge unterbreiten. Bisher war es aber so, dass die Vorschläge eher eintönig waren und man keine Informationen bekommen hat. Auch die Gewichtung der Vorschläge war nicht wirklich optimiert. Seit der entgütigen Buzz-Abkapslung von Google Reader konnten die Vorschläge nicht überraschen.

Nun hat Google auch da nachgebessert: Unter "Personen, bei denen Sie vielleicht mitlesen möchten" finden sich nun erweiterte Informationen. So wird nun angezeigt, wie viel derjenige etwa schreibt, welche meiner Follower ihn/ihr folgt und wie viele Mitleser er hat. Ganz praktisch kann diese Informationen dann werden, wenn man etwa überlegt, ob er relevant sein könnte. Das Modell ist aber auch nicht neu: Facebook kann das schon lange (a la "5 deiner Freunde folgen auch XYZ").

Und so sieht das ganze (fast) live aus:
Buzz Vorschläge

Habt ihr noch weite Funde an Funktionen und UI-Changes, dann sagt uns bescheid.
Chrome

Google hat letzte Woche Google Instant vorgestellt. In der anschließenden Q&A-Session wurde auch gefragt ob man diese Technik auch in die Adressleisten der Browser bringen wird. Marissa Mayer sagte, dass man daran arbeitet. In der aktuellen Version von Chrome Dev, Canary Build und mit einem Build aus Chromium kann man eine sehr einfache Version von Instant in Chrome testen.

Um die Funktion testen zu können, ist ein wenig Arbeit nötig. Klickt zuerst mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung zu Google Chrome und wählt Eigenschaften aus. Im Fenster gibt es nun das Feld "Ziel". hier fügt ihr hinter .exe bzw. .exe" --enable-match-preview ein. Hierbei ist es aber wichtig, dass dazwischen ein Leerzeichen ist. Jetzt noch Speichern. Anschließend den Chrome komplett beenden und dann über die angepasste Verknüpfung starten. 

Gibt man nun in die Adressleiste einen Text ein, dann erscheint sofort eine Webseiten. Google greift hierbei den Verlauf des Browsers zurück. Gibt man bei Google Instant ein "W" ein, dann erscheint sofort das Ergebnis für Wetter. Mittels Ortung der IP kann Google dann für die richtige Stadt die Vorhersage anzeigen. 

Google Chrome Instant

Dies ist bei Google Chrome Instant nicht der Fall. Bei der Eingabe von w erscheint dann die Webseite, die am häufigsten aufgerufen wurde. Gibt es zu dem Begriff aber keinen Eintrag in den Lesezeichen oder im Verlauf dann erscheint die Google Suche. Für den Screenshot habe ich den Verlauf gelöscht. Tippt man dann eine Query in die Omnibox ein, erscheint die Google Suche und passt sich pro weiteren Buchstaben an. Leider wird hierbei aber die Seite komplett neu geladen.

Ähnlich verhält es sich, wenn man auf Webseiten aus dem Verlauf zugreift. Hier erscheint dann die Webseite die zum eingetippten passt. Eine Vorhersage wie bei Google Instant gibt es nicht.

Dennoch zeigt "Match Preview" was auch in Chrome möglich ist. Google wird sicherlich noch einige Änderungen vornehmen.
Quiksee
Google soll die israelische Firma Quiksee gekauft haben. Eine israelische Zeitung berichtet, dass der Kaufpreis bei 10 Millionen Dollar gelegen haben soll. Im Vergleich zu anderen Google-Übernahmen (YouTube 1,65 Milliarden $, DoubleClick 3,15 Milliarden) ist das eher ein Schnäppchen. 

Auf Quiksee kann man eigene Videotouren hochladen. Daraus macht Quiksee dann eine virtuelle Tour, die als Flash auf Google Maps erscheint. Neben einer kostenlose Version, die seit Oktober 2009 in der Beta-Phase angeboten wird, gibt es auch eine kostenpflichtige Software, die mehr Funktionen bietet.

Laut der Zeitung sind die Umsätze nicht nennenswert hoch. Weder Google noch Quiksee haben sich bisher zum Bericht geäußert.

Update (13.9.): Inzwischen ist der Kauf bestätigt
Apps

Für einen Google Account kann man schon recht lange und eigentlich relativ günstig weiteren Speicherplatz kaufen. Doch Nutzer von Google Apps, die mehr Speicherplatz für ihre Mails oder Dateien in Google Docs haben möchte, schauen bisher in die Röhre. Nun hat Google die Preise für Speicherplatz bekannt geben. 

Google verlangt von Apps Nutzer für 5GB Speicher 17,50$ (15€) pro Nutzer und Jahr. Zum Vergleich: Das kleinste Pack für Google Accounts kostet 5$/Jahr und bietet 20 GB Speicher an. Wer als Google Apps Nutzer 16 TB bracht, muss 56.000 $ bzw. 48.000 € hinblättern. Im Google Account kostet dieser Speicherplatz "nur" 4.096$

Google bietet aber für Apps hier eine 99,9%ige Verfügbarkeit, 24/7-Telefonsupport sowie eine API an. Ein GB kostet 3,50$.

Welche Angebote Google hier für Google Apps macht, gibt es in der Hilfe.
Chrome

Mit der neuen Version Chrome 7.0.517.0, die Mitte dieser Woche veröffentlicht wurde, hat Google eine neue Option geschaffen. Mit dieser kann man alle Plugins deaktivieren, aber bestimmte werden weiterhin ausgeführt. Dieses Feature, das man aktivieren kann, trägt zur Sicherheit bei, da nur Plugins ausgeführt werden, die über eine Sandbox verfügen.

Ein Plugin mit Sandbox ist zum Beispiel das integrierte PDF-Plugin (in Chrome 6 kann man es über about:plugins aktivieren). Hat man über die Content Settings bei Plugins die Einstellung "Allow only sandboxed plug-ins" (auf Deutsch Erlaube nur Plugins mit Sandbox) aktiviert, werden Plugins wie Quicktime, Adobe Reader, Java und co nicht aus geführt. 

Sandboxed Plugins

Um aber dennoch für einzelne Seiten Plugins ohne Sandbox zuzulassen, kann man entweder eine Ausnahmen festlegen oder klickt eben dann auf das nicht angezeigte Element. Dieses Feature heißt Click-to-Play. Gibt es auf einer Seite mehrere Flash-Elemente, kann man auf den Button "Allow" in der Leiste klicken.

Click to play
Android

Google hat zum ersten Mal seit einem Monat wieder eine Statistik über die Verbreitung der unterschiedlichen Android-Versionen veröffentlicht. 70% der Nutzer, die im Zeitraum 15.8. bis 1.9. auf den Market zugegriffen haben, hatten mindestens Android 2.1 installiert. FroYo nutzten 28,7%.

Die Marktanteile von Android 1.5 und 1.6 gingen nur leicht zurück. Google hat zwar im Chart die Zahlen für Mitte August veröffentlicht, aber leider kann man sie nicht exakt auslesen. Daher vergleichen wir hier Anfang August mit den Zahlen von Anfang September. 

Die Marktanteile veränderten sich so: Android 1.5 von 15,3% auf 12,0%, Android 1.6 verlor ebenfalls einige Anteile. Dieser sank auf 17,5% (von 20,3%), größter Verlierer ist aber Android 2.1. Hier ging der Marktanteil von fast 60% auf 41,7% zurück.

Der größte Gewinner ist ganz klar FroYo. Der Anteil stieg von 4,5% auf 28,7%.

 
Blogger

Vor einiger Zeit hat Google moderne Templates für Blogger erst in Blogger in Draft dann auch in Blogger vorgestellt. Seit einigen Wochen kann man über Blogger in Draft eigene Hintergrundbilder für das Design hochladen. Nun hat Google diese Funktion für alle Nutzer integriert.  

Google empfiehlt die Verwendung von Hintergrundbildern, die 1800 Pixel breit und 1600 Pixel hoch sind. So schaut es dann auch bei Besuchern mit großen Bildschirmen groß aus. Zwar bietet Google das Kacheln an, doch das schaut oft nicht so schick aus. Als maximale Dateigröße erlaubt Google 300KB . Fotos soll man mit Photoshop oder anderen Tools verkleinern.

Weitere Details zum Template Designer gibt es hier, zum Upload eigener Bilder haben wir hier.  
Google

Google hat gestern zwei Screenshots von frühen Instant-Designs veröffentlicht. Außerdem geht Ben Gomes auf einige Änderungen hinter den Kulissen ein. So gab es mehrere Herausforderungen, die zu lösen waren bevor man es veröffentlichen kann. 

Mit dem Update auf Google Instant hat sich Google von statischen HTML-Seiten verabschiedet und setzt auf AJAX. Diese Technik kommt auch bei Google Mail, Google Maps, Wave und Docs zum Einsatz. Die Entwickler standen von vor zwei Problemen: Design und Infrastruktur.

Das Design sollte möglichst relevant sein und nicht als störend empfunden werden. Die Nutzer sollen relevante Ergebnisse sofort erkennen ohne, dass sie durch das Design abgelegt werden. Um das richtige Design zu bekommen hat Google mehrere Prototypen entwickelt und dann getestet. Bei den Tests kamen zum einen sogenannten Trusted Tester und Google-Mitarbeiter (dogfooding) zum Einsatz. Weiterhin erhalten regelmäßig einige zufällig ausgewählte Nutzer so einen Test. 

Einer der ersten Tests zeigte Ergebnisse zwar ohne den bisher nötigen Druck auf Enter an, aber der Nutzer musste aufhören seine Anfrage einzutippen. Google stellte fest, dass das schneller arbeiten muss. Google hat auch mit einem Interface experimentiert, das die Ergebnisse mit Wahrscheinlichkeiten gewichtet gruppiert. Die Designs sahen zum Beispiel so aus (anklicken zum Vergrößern):

Groupedblended

Google stellte dann fest, dass die "grouped and blended interfaces" zu kompliziert sind.  Daher hat man sich dann für ein Design entschieden, das nur zu einem Suchbegriff Resultate zeigt. Google hat dann an zwei Features gearbeitet, die meistens sehr gut funktionierten. Erstens der Vorhersage des Begriffes (grauer Text) und dann die Ergebnisse für die Vorhersage. Bei den Studien merkte man dann, dass die meisten Personen schon recht schnell damit zurecht kamen. Sie gaben ihren Begriff soweit ein bis die Vorhersage passte und schauten dann sofort auf die Ergebnisse. Einige Nutzer merkten nicht einmal, dass sich was geändert hat, sie empfanden Google nur schneller.

Die Herausforderung bei der Infrastruktur: 5-7x mehr Ergebnisseiten für typische Suchen. Google arbeitet seit über zehn Jahren daran die Performance und die Geschwindkeit zu optimieren, da jeder Sekunde zählt. Als man mit der Idee von Instant an das Team herantrat und ihnen mitteilte, dass man fünf- bis siebenmal Ergebnisse bei jeder Anfrage über Instant zeigen wird, waren diese begeistert (Ironie ;). Dann aber fanden sie einen Weg wie man das schaffen kann. Google lieferte auch vor Instant täglich mehr als eine Milliarde Ergebnisse aus und die System waren dazu optimiert diese so schnell wie möglich zu schalten. Doch wie hat Google das gemacht?

Eine dieser Lösungen wäre es gewesen Geld in die Hand zunehmen und in weitere Kapazitäten für Server zu investieren, aber Google wollte einen smarteren Weg für das Problem finden. Google hat die Kapazitäten des Back-End aufgestockt, aber man verfolgte auch einige Strategien, um die steigende Zahl von Anfragen durch Instant effizienter zu machen. Einige davon waren es sehr technisch. Hier einige Beispiele:
- Google nutzt nun neue Caches, die mit hohen Request raten zurecht kommen, aber gleichzeitig die Ergebnisse aktuell halten (Stichwort Caffeine)
- Man führte "user-state data" im Back-End ein. Diese soll verhindern, dass Ergebnisseiten, die dem Nutzer schon gezeigt wurden erneut komplett neu geladen werden.