RCS / Joyn: Google Messenger bekommt Unterstützung für den SMS-Nachfolger

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Mit dem Messenger betreibt Google eine eigene App zum Senden und Empfangen von SMS, aber dabei wird es nun schon bald nicht mehr bleiben: Seit wenigen Tagen können einige Nutzer den Messenger auch für das Nachfolge-Protokoll RCS, das in Deutschland auch unter der Bezeichnung „Joyn“ bekannt ist, verwenden und diese verbesserten Nachrichten mit diesem Senden und Empfangen. Mit RCS soll es endlich wieder möglich sein, auch zeitgemäße und plattformübergreifende Nachrichten zu versenden.


Noch vor wenigen Jahren war die Kommunikation über das Handy/Smartphone mit einer anderen Person sehr einfach: Man hat einfach eine SMS gesendet und konnte sich (relativ) sicher sein dass die Nachricht ankommt und der Empfänger diese auch problemlos lesen kann. Doch durch den Siegeszug von WhatsApp & Co. schreibt heute kaum noch jemand SMS und man muss genau wissen, ob der Empfänger nun WhatsApp, Threema, Telegram oder eine andere App installiert hat um diesen zu kontaktieren. Mit RCS soll sich das nun wieder ändern.

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Schon Anfang des Jahres hatte Google angekündigt RCS in Zukunft zu unterstützen, und jetzt scheint es endlich soweit zu sein: Die ersten Nutzer haben bereits eine Benachrichtigung darüber bekommen, dass der Messenger ab sofort in der Lage ist RCS zu verarbeiten. Dazu muss allerdings noch zugestimmt werden, dass der Messenger ab sofort nicht mehr beim Akku-Verbrauch optimiert werden kann. Das ist nötig, um ständig im Hintergrund Daten senden und empfangen zu können.

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In den Einstellungen wird dann noch einmal ersichtlich, welche Vorteile RCS im Vergleich zur SMS mit sich bringt: Nachrichten können nun nicht mehr nur aus Text bestehen, sondern es können auch Dateien und Bilder mitgesendet werden, der aktuelle Standort kann übertragen werden und es kann darüber auch Sprachtelefonie übertragen werden – was derzeit im Messenger allerdings noch nicht unterstützt wird. Außerdem gibt es eine Benachrichtigung wann eine Nachricht gelesen wurde und man kann sehen wann ein Kontakt schreibt.



Zur Zeit haben nur sehr wenige Nutzer in den USA die Möglichkeit zur Nutzung von RCS bekommen, doch da die Technologie weltweit von vielen Providern unterstützt wird, kann es auch hierzulande sehr schnell aktiviert werden. In Deutschland ist die Deutsche Telekom, O2 und Vodafone mit dabei, in Österreich und der Schweiz wird es derzeit noch von keinem Anbieter unterstützt. Zur Zeit befindet sich die Technologie noch in der Nische, aber durch immer mehr Partner soll der Ausbau schnell vorangetrieben werden – und der auf Android-Smartphones vorinstallierte Messenger ist dabei ein wichtiges Werkzeug.

Die Provider haben aber nicht nur aus reiner Freundlichkeit ein Interesse daran dass Nutzer wieder plattformübergreifende Nachrichten schreiben können, sondern profitieren davon dass sie wieder die Kontrolle über den Versand von Nachrichten übernehmen können. Und dafür soll der Nutzer dann wieder zur Kasse gebeten werden, denn der Umsatz mit den SMS geht in den Keller. Durch diese Tatsache steht die Technologie und deren (große) Zukunft auf sehr wackligen Füßen. Ob und wann Hangouts oder Allo Unterstützung für RCS bekommen ist noch nicht bekannt.

[AndroidPolice]



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