Play Services: Google stellt Unterstützung für Android Gingerbread & Honeycomb ab Anfang 2017 ein

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Mit den Play Services betreibt Google ein Framework für Android, in dem viele wichtige Grund-Funktionen ausgelagert sind und allen Apps zur Verfügung gestellt werden. Dabei spielt es normalerweise keine große Rolle unter welcher Android-Version die Play Services laufen – bis jetzt. Nun haben die Entwickler angekündigt, schon in wenigen Monaten den Support für Android Gingerbread und Android Honeycomb einzustellen.


Unmittelbar mit den Play Services ist auch der Play Store verbunden, der bekanntlich nicht nur für den Download von Apps sondern auch für deren Aktualisierung zuständig ist. Ein Großteil der App-Entwickler unterstützt zwar auch sehr viel ältere Betriebssystem-Versionen – wenn es denn möglich ist – aber nun macht Google einen Schnitt und schließt zwei ältere Versionen komplett aus.

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Die Entwickler haben nun angekündigt, dass ab Anfang 2017 die Version 10.2.0 ausgerollt wird und das Minimum für das API-Level von 9 auf 14 angehoben wird. Das bedeutet effektiv, dass alle Versionen unter 14 nicht mehr unterstützt werden und so weder auf die Play Services zugreifen noch sich selbst über den Play Store aktualisieren können. Betroffen davon sind die Betriebssysteme Gingerbread und Honeycomb.

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Laut den letzten Statistiken kommen die beiden zusammen gehörenden Betriebssystem-Versionen noch auf eine Verbreitung von 1,3 Prozent und werden damit noch von mehreren Millionen Nutzern verwendet. Da aber bereits mehr als sechs Jahre seit der Veröffentlichung vergangen ist – und das in der Smartphone-Welt praktisch eine Ewigkeit ist – wird es nun Zeit die Unterstützung einzustellen. Laut Google hätten viele App-Entwickler sowieso schon längst diese Version aus ihren Apps ausgeschlossen.



Entwicklern wird empfohlen, ab sofort mindestens die Version 14 der Play Services zu unterstützen, man hat aber dennoch eine Hintertür offen gelassen. Wer noch immer eine signifikante Anzahl an Nutzern unter Gingerbread verzeichnet, kann diese Nutzer auch weiterhin noch versorgen. Dazu kann man mehrere verschiedene APKs zur Verfügung stellen und in der älteren die Play Services bis zur Version 10.0 nutzen. Wie das genau funktioniert, wird in der Ankündigung erklärt.

Dennoch ist es nicht möglich, dass die Nutzer die Apps automatisch über den Play Store aktualisieren. Ab dahin müssen sich die Nutzer dann selbst darum kümmern, stets die aktuellste Version der App herunterzuladen. Am klügsten wäre es aber natürlich, einfach über ein neues Gerät mit einem aktuelleren Betriebssystem nachzudenken 😉

Interessantes Detail: Die beiden jetzt ausgeschlossenen Versionen haben zusammen einen 4x so hohen Marktanteil wie das neue Android Nougat.

» Ankündigung im Android Developers Blog

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