Jamboard: Google und BenQ stellen smartes Whiteboard mit Cloud-Anbindung vor

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Gerade erst hat Google auf dem großen Event eine Reihe neuer Hardware-Produkte vom Smartphone über die VR-Brille bis hin zum smarten Assistenten Home vorgestellt, und wohl niemand hätte so kurzfristig mit neuer Hardware gerechnet – und vor allem nicht mit dieser. Völlig überraschend hat Google vor wenigen Stunden das Jamboar vorgestellt – ein smartes Whiteboard mit vielen interaktiven Elementen und Anbindung an die Google-Cloud.


In vielen Unternehmen gehören Präsentationen via Powerpoint oder am Whiteboard zum Alltag und sind kaum wegzudenken. Trotz aller technischen Innovationen hat sich an der Art der Präsentationen in den letzten Jahren nicht viel geändert und alle Teilnehmer ärgern sich über die alten gleichen Probleme. Google hat dem ganzen nun in Zusammenarbeit mit BenQ dem Kampf angesagt und hat das smarte Whiteboard Jamboard vorgestellt.

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Auf den ersten Blick handelt es sich bei Jamboard um ein normales Whiteboard: Weißer Hintergrund, kleiner Rahmen, großes Gestell und Räder zum Verschieben am unteren Ende. Doch tatsächlich besteht das Whiteboard nicht aus dem klassischen Material, sondern aus einem großen Display mit Touch-Funktionalität. Auf diesem wird mit einem speziellen Stift geschrieben, der vom Display erkannt wird und das ganze dann auf dem Display darstellt. Dabei gibt es keine merkliche Verzögerung (zumindest im Video), so dass es keinen großen Unterschied zum Stift gibt.

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Interessant wird es dann aber bei den weiteren Funktionen: Mit den Fingern können Inhalte verschoben und in der Größe verändert werden, es können Medieninhalte aus dem Internet, der Websuche oder aus dem Google Drive hinzugefügt oder auch abgespeichert werden. Schreibt man in Schreibschrift auf dem Display, kann dieses den Text auch direkt in Druckbuchstaben umwandeln, so dass endlich auch Menschen mit einer nicht ganz so schönen Handschrift auf der Tafel für alle anderen Zuseher schreiben können.



Obiges Video zeigt das Jamboard im Einsatz und zeigt die Möglichkeiten des Geräts. Andere Nutzer können sich über die neue G Suite in die Präsentation einklinken, diese auf dem eigenen Gerät verfolgen und auch selbst an dieser teilnehmen. So können auch die Zuhörer für alle sichtbaren Notizen direkt auf die Präsentation schreiben. Am Ende kann man sich das ganze dann direkt auch in der Cloud oder auf dem eigenen Gerät abspeichern, damit sich nicht jeder Zuhörer selbst Notizen machen oder gar das ganze fotografieren müssen.

Das Jamboard wird im nächsten Jahr ein Teil der G Suite und soll ab Anfang 2017 zu haben sein – bisher hat man aber noch keine Angaben zu den Bezugsquellen gemacht oder angegeben in welchen Ländern das Jamboard verkauft werden soll. Der Preis ist mit 6.000 Dollar zwar sehr hoch, soll aber deutlich unter allen anderen Lösungen anderer Hersteller liegen. Laut Google setzt man die Jamboards oder ein ähnliches Produkt schon längst intern selbst ein.

» Jamboard Website
» Ankündigung im Keyword-Blog



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