In Apples Gefilden: So viel verdient Google mit jedem verkaufen Pixel-Smartphone

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Es wurde schon viel über Googles neue Pixel-Smartphones gesprochen und geschrieben, und insgesamt ist der Tenor der gleiche: Die Smartphones wecken Begehrlichkeiten, sind sehr gut bewertet und schneiden einfach nur in der Preisgestaltung nicht ganz so gut ab. Dass diese eigentlich niedriger sein könnte zeigt nun eine Analyse von Bloomberg, die Google eine ähnlich hohe Marge wie Apple attestiert.


Glaubt man den offiziellen Aussagen, dann erfreuen sich die Pixel-Smartphones großer Beliebtheit und sind in den nächsten Wochen nur schwer bis gar nicht lieferbar. Das war nach all der Enttäuschung über den Preis nicht absehbar, doch die vielen positiven Kritiken und auch der einigermaßen positive iFixit-Test dürfte mit dazu beitragen dass es sich einige doch überlegt und die Geldbörse geöffnet haben. Und das wiederum füllt Googles Geldspeicher.

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Bloomberg hat das Pixel XL ebenfalls auseinander genommen und hat die durchschnittlichen Einkaufspreise für die Komponenten zusammen gerechnet, und kommt dabei auf einen relativ geringen Betrag. Die Kosten für die Teile inklusive Montage belaufen sich auf etwa 285,75 Dollar pro Smartphone. Da das Smartphone für mindestens 769 Dollar verkauft wird, macht das eine Marge von 483,25 Dollar pro Gerät. Natürlich müssen noch Kosten wie Transport, Marketing und Entwicklung abgezogen werden, aber auch dann würde am Ende noch eine stattliche Summe übrig bleiben.

Die teuerste Komponente im Pixel XL ist wenig überraschend das AMOLED QHD-Display mit 58 Dollar. Direkt danach folgt der Prozessor von Qualcomm für 50 Dollar. Für das gesamte Gehäuse und das Frontglas kommen nochmal 35 Dollar dazu und der Speicher kostet Google pro Stück etwas mehr als 26 Dollar. Die Kamera kostet 17,50 Dollar und die Montage der einzelnen Teile werden auf 7,75 Dollar pro Smartphone geschätzt. Die Preise sind natürlich Schätzungen und sind Durchschnittspreise für Großabnehmer.



Mit einer solchen Marge macht Google auch Apple und Samsung Konkurrenz, die ähnlich hohe Einkaufspreise und auch Verkaufspreise für ihre Geräte haben. An die Stückzahlen der beiden Giganten wird man zwar so schnell nicht herankommen und entsprechend nur weniger Rabatte rausschlagen können, aber dennoch bleibt eine sehr ordentliche Spanne übrig. Unklar ist natürlich auch, wie viel Geld HTC von den Einnahmen abbekommt.

Ob sich diese extrem hohen Verkaufspreise auf den Erfolg auswirken werden bleibt abzuwarten, denn die Prognosen reichen derzeit vom Megaflop bis zum Mega-Erfolg. Da die Nexus-Linie in der Vergangenheit für günstige Preise stand, hat man komplett die Zielgruppe gewechselt und begibt sich nun in das Apple-Terrain. Da die iPhone-Verkaufszahlen ebenfalls nicht mehr so rosig aussehen, kann man entweder enttäuschte Nutzer abwerben oder eben selbst mit untergehen…

[Chip]



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