Android Wear 2.0 Dev Preview 3: Release auf 2017 verschoben, Zugang zum Play Store & weitere Updates

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Mit der zweiten Version von Android Wear haben sich Googles Entwickler schon sehr viel Zeit gelassen und räumen sich nun noch ein weiteres Zeitfenster ein: Statt das kommende Smartwatch-Betriebssystem noch in diesem Herbst zu veröffentlichen, wurde der Release nun auf Anfang 2017 verschoben – und das wichtige Weihnachtsgeschäft wird ausgelassen. Dafür bringt man nun aber eine dritte Developer Preview, die eine ganze Reihe von Neuerungen enthält: Das wichtigste ist der direkte Zugang zum Play Store.


Es ist kaum zu glauben, aber es ist schon wieder weit über zwei Jahre her, dass Google erstmals das Betriebssystem Android Wear vorgestellt hat. Seitdem gab es immer wieder kleine Verbesserungen im Detail oder speziell angepasste Apps, aber grundsätzlich befindet sich das Betriebssystem noch auf dem Stand von 2014. Das wird auch in den nächsten Monaten noch so bleiben, denn man möchte sich nun noch etwas mehr Zeit nehmen und Android Wear 2.0 erst „Anfang 2017“ veröffentlichen.

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Play Store für Android Wear

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Um eine App auf die Smartwatch zu bringen, musste man bisher noch das Smartphone zücken, dort die entsprechende App installieren, und die dazugehörige Smartwatch-App war dann automatisch auf der Uhr zu finden. Eine Möglichkeit eine App nur auf einem der beiden Plattformen zu nutzen gab es bisher nicht. Mit Android Wear 2.0 wird diese Abhängigkeit nun verschwinden und die Smartwatch bekommt einen eigenen Zugang zum Play Store, den man direkt auf dem Uhrendisplay aufrufen, durchsuchen und auch eine App installieren kann. Zum Download wird entweder eine WLAN-Verbindung oder über die aktive Bluetooth-Verbindung die Datenverbindung des Smartphones genutzt.

Einzig bei Bezahl-Apps muss man derzeit noch eine Meldung auf dem Smartphone abnicken und den Einkauf abschließen, aber bis zum endgültigen Release möchte man auch diese Meldung direkt auf die Smartwatch bringen. Damit, und natürlich mit der WLAN-Verbindung, können die Uhren dann endlich vollkommen Autark arbeiten und sind nicht mehr vom Smartphone abhängig.



Smart Reply

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Die Smart Reply-Funktion ist mittlerweile sowohl von Google Inbox als auch vom Google Assistant bekannt und soll dem Nutzer einiges an Tipparbeit sparen. Je nach dem Inhalt einer eingehenden Nachricht werden mehrere mögliche Antworten vorgeschlagen, die automatisch abgesendet werden können. Da man auf der Smartwatch ohnehin keine langen Romane tippen kann, reichen die zwei-bis-vier-Wörter-Antworten auch vollkommen aus und haben sich in der Praxis auf anderen Plattformen bereits bewährt.

Weitere Verbesserungen

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Mit Android Wear 2.0 müssen sich Watch Faces vom Nutzer bei der ersten Nutzung die Berechtigung holen, Daten aus Apps auszulesen und Benachrichtigungen zu empfangen. Dies kann einfach durch ein JA oder NEIN vom Nutzer aktiviert oder deaktiviert werden. Benachrichtigungen von Apps können nun auch eine direkte Interaktionsmöglichkeit – wie etwa „Antworten“ – anbieten, so wie man es vom Smartphone schon seit einigen Jahren kennt. Als Drittes ist der App Drawer der Uhren nun auch auf runde Displays optimiert und wirkt durch die Verschiebung der Icons und Apps an den runden Rand deutlich ruhiger als bisher.



Laut einem Google-Sprecher hat die Verschiebung nicht nur interne Gründe, sondern hängt auch mit den Zeitplänen der großen Hardware-Hersteller zusammen. Sowohl Motorola als auch LG und Huawei haben angekündigt, in diesem Jahr keine neuen Smartwatches mehr zu bringen und neue Geräte erst für Anfang des Jahres in Aussicht gestellt. Damit überlässt man das wichtige Weihnachtsgeschäft Samsung und Apple, die beide auf ein eigenes Betriebssystem setzen. Mit Android Wear muss Google also ordentlich liefern, um diese (noch sehr kleine) Macht zu durchbrechen und signifikante Marktanteile zu erobern.

Die Developer Preview 3 kann ab sofort heruntergeladen und auf der Huawei Watch oder der LG Watch Urbane 2nd Edition installiert werden. Andere Geräte werden derzeit nicht unterstützt und sollten daher nicht geflasht werden. Eine Anleitung zum Download enthält sowohl die Links als auch eine Anleitung wie man das neue Betriebssystem auf die Smartwatch bekommt. Dazu ist wieder der Anschluss an ein Smartphone notwendig.

Die letzte Developer Preview von Android Wear 2.0 erschien bereits im Juli dieses Jahres.

» Ankündigung im Android Developers Blog



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