Android-Verteilung im September: Android Nougat kommt auf unter 0,1 Prozent; Lollipop bleibt Marktführer

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Jeden Monat gibt Google eine Statistik über die Verteilung der einzelnen Android-Versionen heraus, die vor allem für Entwickler sehr interessant und für die Hersteller wie üblich ein Armutszeugnis ist. In diesem Monat sieht es vor allem für das brandneue Betriebssystem Android Nougat nicht gut aus, denn dieses hat bisher eine so geringe Verbreitung dass es noch nicht einmal in den Statistiken erfasst wird. Auch die Vorgängerversion hat noch immer keine große Verbreitung.


Googles Entwickler sind fleißig damit beschäftigt, ständig neue Funktionen in das mobile Betriebssystem zu bringen und jährlich eine neue Version von Android zu veröffentlichen. Doch ein Großteil der Nutzer hat bekanntlich nichts davon, denn ohne den Neukauf eines Smartphones wird ein Großteil dieses niemals zu Gesicht bekommen. Allein die Liste der Update-willigen Hersteller für Nougat ist angesichts der Größe des Smartphone-Markts unglaublich gering.

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Wie man an den Zahlen und dem dazugehörigen Kreisdiagramm sehr gut sehen kann, ist zur Zeit die schon leicht angestaubte Version Lollipop die am weitesten verbreitete Version mit einem Anteil von 34 Prozent. Dahinter folgt dann KitKat, das noch etwas mehr Staub angesetzt hat, mit einem Anteil von fast 28 Prozent. Erst auf dem dritten Platz kommt immerhin die Vorgängerversion des aktuellen Betriebssystems – Marshmallow – mit einem Anteil von immer nur noch 18,7 Prozent. Knapp ein Viertel aller Nutzer ist noch immer mit einer sehr alten Version unterwegs.

Das aktuelle Betriebssystem Nougat, das immerhin auf vielen Nexus-Geräten bereits installiert sein sollte, hat noch einen Anteil unter 0,1 Prozent, so dass dieses noch nicht einmal aufgelistet wird. Mit den ersten erhältlichen neuen Smartphones dürfte sich das schnell ändern, aber bis das Betriebssystem auf einen zweistelligen Marktanteil kommt dürfte es auch hier noch viele Monate dauern. Spätestens nach der 20%-Hürde dürfte dann aber schon längst „Android O“ vorgestellt und vielleicht auch schon ausgerollt sein.



Wenn man bedenkt dass sich ein Smartphone-Nutzer im Schnitt alle 2-3 Jahre ein neues Gerät kauft – das dann meist mit der aktuellen oder zumindest mit der Vorgängerversion ausgestattet ist – könnte man zum Schluss kommen dass die Hersteller überhaupt keine Updates ausrollen und sich die Versionsverteilung nur durch den Kauf neuer Smartphones verändert. Ein Armutszeugnis, das gefühlt eher immer schlimmer statt besser wird.

Die Zahlen der Verteilung werden von Google anhand aller Aufrufe des Play Stores im Zeitraum von 7 Tagen ermittelt. Da hier auch Updates dazu zählen, werden durch diese Statistik zumindest in der Theorie alle aktiven Geräte erfasst und protokolliert. Im Bericht von Google gibt es auch noch weitere Informationen wie die Auflösung oder auch die verwendete OpenGL-Version.

» Die Zahlen auf der offiziellen Android-Seite



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