5 Tipps von Google für App-Entwickler: So lassen sich die Umsätze mit In-App-Käufen steigern

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Mit Android und dem Google Play-Store haben App-Entwickler eine gigantische Reichweite und können innerhalb kürzester Zeit Millionen von Nutzern gewinnen – und im besten Falle auch einen Haufen Geld verdienen. Neben Werbeeinnahmen werden dabei vor allem In-App-Einkäufe immer wichtiger, die aber natürlich gewinnbringend für den Nutzer und am Ende auch für den Entwickler umgesetzt werden müssen. Jetzt hat Google einen kleinen Leitfaden mit 5 Tipps veröffentlicht, wie die Umsätze in diesem Bereich gesteigert werden können.


Android-Nutzer sind im Vergleich zu iOS-Nutzern traditionell nicht ganz so häufig dazu bereit, die Geldbörse zu öffnen und für Apps und Inhalte zu bezahlen. Auch aktuelle Statistiken zeigen, dass die Umsätze über den Play Store weit geringer sind als auf Apples Plattform. Um diesen Wert langfristig zu ändern, hat Google nun einen Leitfaden veröffentlicht mit dem Entwickler darin geschult werden sollen, möglichst viel Geld aus den Nutzern herauszuholen.

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In dem Posting im Android Developers-Blog sind die Tipps in 5 große Kategorien eingeteilt, die ich hier nur einmal ganz grob wiedergeben möchte:

1. Spielerverhalten auswerten
Das wichtigste auf dem Weg zur Optimierung ist erst einmal das Sammeln und Auswerten von Daten – und erst dann kann man sich an die Verbesserung machen. Dazu sollten Werte wie das Verhalten nach 1, 7 und 30 Tagen, die Dauer des Spiels und die wiederkehrenden Spieler gemessen werden. Mit diesen lässt sich dann arbeiten.

2. Für langfristige Umsätze optimieren
App-Entwickler sollten sich vor allem auf langfristige und nicht auf kurzfristige Umsätze konzentrieren. Zwar ist der schnelle Erfolg verlockend, aber sehr viel wertvoller sind die langfristigen Spieler, die immer wieder Inhalte kaufen. Obige Grafik zeigt, dass die explodierenden Umsätze der ersten Tage sehr schnell sinken und sich schon nach wenigen Wochen stabilisieren.

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3. Angepasste Angebote
Dem Nutzer sollten nicht wahllos Angebote unterbreitet werden, sondern wirklich passende – die ihn an dieser Situation im Spiel weiter bringen oder einen entscheidenden Vorteil bringen können. Auch das ist erst mit vielen Erfahrungswerten möglich, ist aber das Geheimnis der großen Umsätze. Ermittelt werden kann dies durch A/B-Tests, die oftmals auch gezeigt haben dass auch sehr teure Elemente am Ende mehr Umsatz bringen als viele günstige.

4. In-App-Käufe zeitgerecht anbieten
Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt für das Angebot der In-App-Käufe. Der Nutzer sollte nicht gleich am Anfang mit Käufen oder Gutscheinen überhäuft werden, wenn er den Sinn vielleicht noch gar nicht versteht. Erst muss sich der Spieler einfinden, die Grenze entdecken und den Vorteil eines Kaufes erfassen. Erst dann kommt das „Will-Haben-Gefühl“ und der Nutzer ist dann tatsächlich bereit etwas zu kaufen. Auch langfristig können zeitlich passende Angebote für gute Umsätze sorgen.

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5. Preisgestaltung an lokale Gegebenheiten anpassen
Wichtig ist auch die Anpassung der Preise an lokale Gegebenheiten. Während in der westlichen Welt 1,99 Euro besser ankommen als 2,00 Euro, ist das z.B. in Japan und Korea ganz anders. Dort bevorzugen die Nutzer eher die glatten Preise und sind dann sehr viel eher bereit etwas auszugeben. Psychologie ist beim Verkaufen bekanntlich sehr wichtig, und das zeigt sich gerade an solchen Beispielen immer wieder.



Am Ende bleibt einfach nur festzuhalten, dass der Nutzer durchaus dazu bereit ist die Geldbörse zu öffnen – wenn es ihm denn einen gewichtigen Vorteil bringt. Natürlich ist auch der Suchtfaktor nicht zu unterschätzen, wie vor allem die aktuellen Statistiken zu Pokémon GO zeigen: Niantic verdient laut mehreren Quellen bis zu 10 Millionen Dollar pro Tag.

Die einfachste Möglichkeit ist nach wie vor das Einblenden von Werbung innerhalb von Apps und Spielen, womit sich auch viele Entwickler eine goldene Nase verdienen, aber langfristig haben In-App-Käufe – vor allem wenn sie intelligent umgesetzt sind – deutlich mehr Potenzial. Unter anderem durch diese Werbefinanzierung ist es zu erklären, dass die Umsätze im Play Store geringer sind als im App Store.

» Die 5 Tipps in ausführlicher Form im Android Developers-Blog

[WinFuture]



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