Pokémon GO: Niantic verschickt Abmahnungen gegen Kartenbetreiber – Nur das Poke Radar ist noch Online

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Der Hype rund um um Pokémon GO ist ungebrochen, und Niantic bündelt derzeit viele Ressourcen um das Spiel mit Tempo weiter zu entwickeln und mit neuen Funktionen zu versehen. Am Wochenende wurde erneut ein Update ausgeliefert, mit dem allerdings auch eine Hiobs-Botschaft einher ging: Viele Kartendienste zur Lokalisierung der Pokémon funktionieren plötzlich nicht mehr. Doch ein Dienst ist weiterhin Online und dürfte nun ordentlich an Popularität gewinnen.


In den letzten zwei bis drei Wochen sind viele Angebote aus dem Boden geschossen, die durch die Darstellung aller versteckten Pokémon auf der Karte innerhalb kürzester Zeit Millionen Nutzer gewinnen konnten. Wir haben all die Angebot bereits im Detail vorgestellt: Die Pokémon GO Python Map, das Poke Radar, Poke Vision und auch de Poke Live-App. Alle haben ihre Vor- und Nachteile, mittlerweile ist aber nur noch eine von diesen nutzbar.

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Gleichzeitig mit der Auslieferung des Updates für Pokémon GO hat Niantic auch einstweilige Verfügungen an alle großen Karten-Anbieter verschickt, in denen diese aufgefordert werden die Nutzung der Pokemon-API einzustellen. Dadurch dürfen die Monster nicht mehr außerhalb des Spiels dargestellt werden, womit all den Angeboten die Existenzgrundlage genommen wird. Es dürfte auch nur eine Frage der Zeit sein bis Niantic den öffentlichen Zugriff auf die APIs endgültig unterbindet.

Und somit hat sich der bisherige Nachteil des Poke Radar in einen sehr großen Vorteil verwandelt: Das Portal hat die Daten nicht von den Servern abgegriffen, sondern setzt auf die Mithilfe der Community und zeigt nur von den Nutzern gemeldete Monster an. Um sich rechtlich vor Niantic zu schützen wird mittlerweile beim Aufruf der Seite auch ein Hinweis angezeigt, dass man in keiner Verbindung zu Pokémon, Nintendo und auch Niantic steht und dass alle Daten direkt von den Nutzer stammen.

Pokemongoradar



Da die App nun einen sehr großen Zulauf erhält, und aktuell die wohl beste Quelle für versteckte Pokémon ist, verfügt diese auch über immer mehr Daten. Aus diesem Grund konnte man die Grenze der Aktualität der Daten nun schon auf 60 Minuten senken. Das bedeutet, dass auch hier die Daten hochaktuell sind, obwohl diese nicht von den offiziellen Quellen stammen. Durch ein Bewertungssystem ist auch sicher gestellt, dass die Karte nicht von all zu vielen Falschmeldungen besiedelt ist.

Auch alle anderen Anbieter haben auf ihren Facebook- und Twitter-Seiten angekündigt, den Betrieb in Zukunft wieder aufnehmen zu wollen. Ob man mit Niantic zusammen arbeitet oder ebenfalls auf ein Community-Konzept umstellt hat aber keine der Angebote verkündet. Da der Bedarf aber sehr hoch ist, und die Portale wohl ein Haufen Geld mit dem enormen Nutzeransturm verdient haben dürften, dürfte es nicht lange dauern bis die ersten wieder Online gehen.

» Poke Radar

[heise]



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