Zugunsten von Daydream & Android: Google hat Entwicklung eigener Virtual Reality-Brille gestoppt

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Seit dem Erfolg des Cardboard soll Google intern viele Kräfte in Richtung Virtual Reality gebündelt haben und steht nun kurz vor dem Start der im Mai vorgestellten Daydream-Plattform. Immer wieder auch die Rede von einer eigenständigen VR-Brille, die intern wohl auch schon sehr weit fortgeschritten sein soll. In einem Bericht heißt es nun, dass die Entwicklung komplett gestoppt worden sein soll.


Wie so viele andere Unternehmen weiß oder wusste Google nicht so Recht, wie man das Thema ‚Virtual Reality‘ angehen soll und hat dafür dann den typischen Google-Weg gewählt: In viele Richtungen forschen, möglicherweise Beta-Produkte auf den Markt bringen und sich dann auf das erfolgreichste konzentrieren. Wie nun bekannt geworden ist, soll im Zuge dieser Strategie auch ein sehr großes Projekt gecancelt worden sein, dass ebenfalls erfolgsversprechend gewesen wäre.

daydream headset

Das Google X-Team soll damit begonnen haben, eine eigene VR-Brille zu entwickeln, die vollkommen unabhängig vom Smartphone oder einem anderen Gerät sein soll – und würde damit in Konkurrenz zur HTC Vive oder Oculus Rift treten. Das Projekt soll so schnell vorangeschritten sein, dass die Zahl der Beschäftigten auf über 50 gestiegen ist und als eigenständige Division innerhalb von Google geführt wurde. Es sah also gut aus, doch dann wurde wohl die Notbremse gezogen.

Statt ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, hat sich Google wieder einmal für die Plattform-Variante entschieden und hat im Mai die Daydream-Plattform angekündigt. Diese soll vor allem durch die Power von Android angeschoben werden und so den Herstellern den Markteintritt erleichtern. Auch Google hat kurz darauf eine eigene VR-Brille angekündigt, die möglicherweise auf Grundlage der eingestellten Entwicklung basiert und nun auf Daydream umgestellt wird.



Ein weiterer Grund für die Einstellung des Projekts soll es auch gewesen sein, dass die Brille nicht Android sondern ein von Grund auf neu entwickeltes Betriebssystem eingesetzt hat. Doch eine dritte Plattform wollte man sich wahrscheinlich nicht ans Bein binden und hat sich so für die Android-Variante entschieden – was wohl auch am vernünftigsten ist. Zwar kann das Tanzen auf vielen Hochzeiten am Anfang nicht schaden, aber eine gewisse Kontinuität ist gerade beim Aufbau einer Plattform ebenfalls wichtig.

Wie ernst es Google tatsächlich mit dem ‚Virtual Reality‘ meint werden wir dann beim Start der Daydream-Plattform sehen, die wohl gemeinsam mit Android Nougat gestartet werden dürfte. Laut Informationen von Re/Code soll die VR-Abteilung mittlerweile zu den größten im gesamten Unternehmen zählen – aber offizielle Zahlen werden natürlich nicht genannt.

[Re/Code]



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