Tango: Google und Lenovo stellen erstes Smartphone zum Scannen der Umgebung vor

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Vor über zwei Jahren hat Google das Project Tango vorgestellt – ein Smartphone das die Umwelt besser wahrnehme kann als alle anderen damals erhältlichen Geräte. Ermöglicht wird das durch dutzende Sensoren und mehrere Kameras, die einzig und allein den Zweck haben die Umgebung zu scannen. Jetzt hat Google das fertige Produkt in Tango umbenannt und hat das erste Smartphone aus dem Hause Lenovo angekündigt: Das Lenovo PHAB 2 Pro.


Schon seit Jahren können die in den Smartphones verbauten Sensoren Dinge wie die Lage, die Beschleunigung, die Temperatur und viele weitere Werte ständig messen und auswerten – wodurch einige Dinge wie Navigation oder Photosphere-Fotos erst möglich werden. Doch mit dem Project Tango hat sich Google das Ziel gesetzt, die Erfassung auch über das eigene Gerät hinaus auszudehnen und auch die Umwelt ständig zu scannen und so besser wahrnehmen zu können – und das hat offenbar sehr gut funktioniert.

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Schon Anfang des Jahres haben Lenovo und Google das erste Project Tango-Smartphone angekündigt, und heute hat man es nun offiziell vorgestellt. Das Lenovo PHAB 2 Pro ist das erste auf dem Markt erhältliche Tango-Smartphone. Das Smartphone verfügt über ein 6,4 Zoll Display, einen Qualcomm Snapdragon 620 Prozessor und 4 GB RAM. Der Akku hat eine Kapazität von 4.000 mAh und die Hauptkamera hat eine Auflösung von 16 MP. Zusätzlich ist auch noch eine zweite Weitwinkelkamera verbaut, die den gesamten Raum dahinter wahrnehmen kann. Außerdem befindet sich auch ein Tiefensensor auf der Rückseite, der Entfernungen messen kann.

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Gemeinsam mit der Tango-Technologie und den zum Start zur Verfügung stehenden Apps kann das Smartphone dann einen Raum sehr schnell digitalisieren und diesen mit neuen Dingen wie Möbeln oder auch Spielzeug ausstatten. Die folgenden Videos geben einen sehr guten Einblick in das, was mit Tango schon jetzt möglich ist.





Auch normale Smartphones werden immer leistungsfähiger, aber über eine solche Vielfalt an Kameras und Sensoren werden diese wohl in naher Zukunft erst einmal nicht verfügen, so dass Google auch gut beraten ist „Tango“ als separate Linie zu führen und die Technologie (noch) nicht komplett in Android zu integrieren. Natürlich steht und fällt ein solches Smartphone mit den zur Verfügung stehenden Apps, und trotz großer Anstrengungen hat man zum Start gerade einmal 16 an der Zahl im Angebot.

Schon bald sollen noch weitere Tango-Smartphones auf den Markt kommen, was dann möglicherweise auch den Markt antreiben wird und für eine größere App-Vielfalt sorgen könnte. Für Google ist Tango laut eigenen Aussagen eine sehr wichtige Plattform, mit der man große Pläne für die Zukunft hat. Auch in Verbindung mit der Virtual Reality und auch der Augmented Reality kann ein solches Smartphone und die dahinterstehende Plattform natürlich sehr interessant sein. Wir dürfen gespannt sein wie sich Tango weiter entwickeln wird.

» Ankündigung im Google-Blog



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