Streaming: Erste Nightly-Versionen des VLC Media Players enthalten Chromecast-Unterstützung

googlecast 

Was lange währt wird endlich gut? Schon vor über zwei Jahren hat das Team hinter dem VLC Mediaplayer angekündigt, in Zukunft den Chromecast zu unterstützen – und jetzt scheint man dieses Versprechen endlich umzusetzen. In einer Nightly-Version der Version 3.0 ist eine entsprechende Unterstützung bereits enthalten, doch sie ist noch mehr als unstabil und funktioniert auch nicht ganz so, wie man es erwarten würde.


Trotz einer sehr hohen Verbreitung ist es noch immer gar nicht so trivial eine Videodatei über Googles Cast-Technologie auf den Chromecast-Stick zu streamen. Der wohl am häufigsten genutzte Weg dürfte über den Chrome-Browser führen, mit dem sich ein ganzer Tab – in dem das Video dann ablaufen kann – auf den Fernseher streamen lässt. Mit dem VLC könnte nun aber auch einer der am weitesten verbreitete Desktop-Player endlich eine solche Funktion bekommen.

vlc renderer

Das VLC-Team hat angekündigt, dass man mit der Version 3.0 endlich den schon so lange versprochenen Chromecast-Support mitbringen wird – doch einen offiziellen Zeitplan für die finale Version gibt es nicht. In den jetzt veröffentlichten Nightly-Builds der 3er-Version ist die Unterstützung bereits enthalten, und kann auch tatsächlich verwendet werden – wenn sie denn funktioniert. Da es sich um eine sehr frühe Vorabversion handelt, darf man aber auch keine große Stabilität erwarten.

Das Streaming auf den Stick funktioniert im VLC anders als man es von allen anderen Apps erwartet: In der Menüleiste gibt es im Bereich „Tools“ jetzt den neuen Punkt „Renderer Output“. Dieser öffnet ein kleines Popup und listet dann alle im Netzwerk gefundenen Geräte. Es kann einige Sekunden dauern bis ein Stick in der Liste auftaucht, auch wenn es keinen Ladebalken gibt. Anschließend kann dann der Stick ausgewählt werden, und der Stream sollte starten. Wobei die Betonung auf „sollte“ liegt.

vlc stream



In meinem Test hat der Stream kein einziges mal funktioniert. In einem Fall gab es einen Ladebalken auf dem Fernseher, doch kurz bevor das Video gestartet wäre wurde die Aktion mit einem Fehler abgebrochen. In allen weiteren Versuchen konnte gar keine Verbindung mehr aufgebaut werden, obwohl der Stick jedes mal wieder gefunden wurde. Auch andere Nutzer und Medien berichten über diese Probleme, die man hoffentlich im Laufe der nächsten Zeit ausbessern wird.

Google selbst dürfte mit der Umsetzung des VLC-Teams nicht zufrieden sein. Zum einen hat man kein großes Interesse daran dass die Nutzer Desktop-Dateien streamen und zum anderen fehlt der sonst übliche Cast-Button. Der Weg über das Menü und die nichtssagende Liste ist wenig benutzerfreundlich und könnte sehr einfach durch einen Cast-Button in der Oberfläche des Players ersetzt werden, so wie man es auch aus vielen andere Apps kennt und wie es Googles Design-Richtlinien eigentlich auch vorschreiben.

Der Nightly-Build des VLC 3.0 kann von der Webseite des Players heruntergeladen werden und steht derzeit nur für Windows und Linux zur Verfügung.

» VLC 3.0 Nightly Build

[futurezone]



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