Meep-Meep: Googles selbstfahrende Fahrzeuge können jetzt auch Hupen

selfdrivingcar 

Am Anfang jedes Monats blickt das Team des Self Driving Car auf die vergangenen Wochen zurück und berichtet in einem mehrseitigen Newsletter über die Entwicklungen und Erkenntnisse. Im Mai hat man sich vor allem auf ein Thema konzentriert, an das bisher bei selbstfahrenden Fahrzeugen wohl kaum einer gedacht hat: Das Hupen. Googles Fahrzeuge können nun auch auf diesem Wege auf sich aufmerksam machen und andere Verkehrsteilnehmer warnen. Außerdem gab es auch wieder einen kleinen Unfall.


Im Monat Mai waren insgesamt 58 selbstfahrende Fahrzeuge auf den Straßen von vier amerikanischen Städten unterwegs und haben dabei eine Strecke von gut 20.000 Kilometern zurück gelegt. Die Flotte besteht aktuell aus 24 Lexus RX und 34 Google-Fahrzeugen und wird schon bald um bis zu 100 großräumige Chrysler erweitert. Insgesamt haben die Fahrzeuge schon mehr als 2,6 Millionen Kilometer im Automatik-Modus zurückgelegt.

hupe

Der aktuelle Bericht dreht sich ganz um die Hupe des Fahrzeugs, die gerade bei menschlichen Fahrern ja sehr viel öfter als notwendig zum Einsatz kommt. Damit die selbstfahrenden Fahrzeuge nicht ebenfalls in die Hupkonzerte einstimmen und unnötig Töne von sich geben, haben die Entwickler erst einmal nur auf Audiosignale im Inneren des Autos gesetzt. Jedes mal wenn das Fahrzeug der Meinung gewesen ist zu hupen, hat es einen akustischen Ton im Inneren gegeben, so dass der menschliche Beifahrer dies bewerten und die Software entsprechend anpassen konnte.

Über diese Phase ist man nun hinaus, und hat den Fahrzeugen auch nach Außen hin eine Hupe spendiert. Jetzt können die Fahrzeuge in Gefahrensituationen selbstständig hupen und so andere Verkehrsteilnehmer warnen. Als Beispiel führt man etwa einen gefährlichen Spurwechsel eines anderen Fahrzeugs oder absolut nicht einsehbare Kurven an. Aber auch Fußgänger sollen vor dem Überqueren der Straße gewarnt werden, falls sie das Fahrzeug nicht wahrnehmen. Da Elektroautos sehr schwer bis gar nicht zu hören sind, kann das natürlich ein sehr wichtiges Warnsignal sein und eventuell Leben retten.



Leider gibt es keine Audiodatei der Hupe, laut dem Bericht hat man sich nach vielen Versuchen (unter anderem auch mit Walgeräuschen) für eine Mischung aus den modernen Hupgeräuschen aktueller Fahrzeuge entschieden. Dennoch soll der Ton angepasst sein und um zum Stil der Fahrzeuge passen. Vielleicht gibt man im nächsten Bericht einmal eine Kostprobe der Hupe.

Im Mai ist auch noch ein kleiner Unfall passiert, allerdings ohne größeren Schaden und auch im manuellen Modus. Der menschliche Fahrer hat eine Verkehrsinsel gestreift und es ist nur ein sehr kleiner Schaden an dem Fahrzeug entstanden. Der Unfall geschah mit einer Geschwindigkeit von 14 km/h und es kamen keine anderen Verkehrsteilnehmer zu Schaden.

» Der Bericht für Mai 2016



Teile diesen Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *