Alphabet-Tochter: Nest steht nach CEO-Wechsel nicht zum Verkauf und kündigt „neue große Produkte“ an

nest 

Nach dem Weggang von Tony Fadell schien die Zukunft von Nest unklarer sein als jemals zuvor, doch der neue CEO hat jetzt klar gestellt, dass er nicht zur Demontage oder zum Verkauf des Unternehmens eingesetzt worden ist. Stattdessen blickt er in eine große Zukunft für die Alphabet-Tochter und kündigt zugleich „große Produkte“ für das kommende Jahr an. Vorerst wird es sich dabei aber wieder einmal nur um Kameras und Thermostate handeln.


Anfang des Jahres kam das Gerücht auf, dass Alphabet Nest verkaufen möchte, da die Zukunftsaussichten düster sind und sich das Produktportfolio nicht so weiter entwickelt hat wie erhofft. Aus der groß angekündigten Heim-Automatisierungs-Plattform ist nicht viel geworden, und das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Stattdessen kommen nun erstmal zwei bekannte Produkte in neuer Verpackung.

nestcam

Die neuen smarten Thermostate werden in diesem Jahr nur sehr geringfügig weiter entwickelt und scheinen nur die Arbeit von Produktdesignern gewesen zu sein: Die Thermostate werden eine veränderte Optik haben und in noch mehr Farben angeboten. Mehr wird man in diesem Jahr ansonsten nicht mehr erwarten können. Neu in das Produktportfolio aufgenommen wird die Nest Cam, bei der es sich aber praktisch auch nur um eine umbenannt Dropcam handelt.

Für das kommende Jahr werden dann interessantere und „größere“ Produkte erwartet, die den großen Traum des Unternehmens dann vielleicht doch noch wahr machen. Es soll sich um einen smarten Hub für Hausgeräte handeln, der einer der Grundlagen für das Internet of Things werden kann. Man muss sich aber schon fragen was Nest in den letzten Jahren getan hat, da aus dem Unternehmen nicht viel herausgekommen ist und selbst Google hat mit Google Home mittlerweile eine eigene Plattform gestartet, die dem Schwesterunternehmen Konkurrenz machen könnte.



Zum Antritt hat der neue CEO auch einen offenen Brief an die Belegschaft gesendet, den ich hier einfach mal komplett im Wortlaut veröffentliche:

Hi Nesters,
 
It’s been a whirlwind few days! Thanks to all of you for the warm welcome on Friday. I’ve had the chance to meet many of you in passing and over GVC, and I was able to join many of my team’s direct reports for their staff meetings. Your collective passion and sense of mission are immediately apparent and contagious. It’s never easy to be the new guy, but Nesters have been incredibly welcoming.
 
I mentioned on Friday that my skills and passion are around scaling great companies — and products — to reach more customers. It’s what I like to think about and what I like to deliver. My only agenda for Nest is to scale and grow with innovative products. Nest is not for sale, and scaling and innovation aren’t mutually exclusive.
 
I’m counting on each one of you to help maintain our culture of disruption, the source of the Nest magic. This culture is how we’ll continue to lead in the connected home space, continue to attract the best talent around, and help save even more energy and lives.
 
Many of you have asked if there’s a change in strategy or direction. There is not. We need to focus on delivering the great roadmap we have in place, beginning with [redacted]. This is how we’ll reset the narrative about Nest, reminding our customers, partners, and competitors of how we became the #1 connected home brand in the first place. Nest understands design, customer needs, and the importance of home. I know you will all work hard in the coming weeks to ensure we continue to surprise and delight our customers and I’m very excited to be a part of it.
 
Rightfully, many of you have questions, and I look forward to addressing them candidly and in person. We have a number of upcoming face-to-face meetings, from Lunch & Learns to office visits to department All-Hands. Stay tuned for details of upcoming opportunities to meet and share thoughts, concerns and ideas.
 
Thank you,
Marwan

Ob Nest tatsächlich auch auf lange Sicht eine Alphabet-Tochter bleiben wird, dürfte sich mit den „großen Produkten“ des kommenden Jahres entscheiden.

[9to5Google, The Verge]



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