Project AMP: Auch die Google News verlinken jetzt die schnellen Webseiten

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Vor zwei Monaten hat Google nach einer längeren Entwicklungszeit das Project AMP gestartet, mit dem das mobile Surfen beschleunigt werden soll. Dabei werden Webseiten in einer sehr schlanken und komprimierten Form vorgehalten und werden dem Nutzer direkt nach dem Klick ohne große Ladezeit angezeigt. Jetzt wird das ganze auch auf die mobile Version der Google News ausgeweitet, die nun ebenfalls bevorzugt die AMP-Version der Websuche verlinken.


AMP steht für Accelerated Mobile Pages und ist eine im vergangenen Jahr von Google gestartete Initiative, der sich sehr schnell viele Verlage und Inhalteanbieter angeschlossen haben. Gedacht ist der Einsatz vor allem für Artikel in Magazinen, Blogs und Zeitungen. Diese bestehen in der AMP-Version nur aus dem reinen Inhalt, ganz ohne viele Skripte im Hintergrund, aufwendige Navigationen oder viele weitere Dinge die viel Zeit zum Laden benötigen. Außerdem werden die Webseiten direkt von Googles Server ausgeliefert.

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Bisher wurde AMP nur in der mobilen Websuche verwendet und dürfte dort in den letzten Wochen und Monaten schon so manchen Nutzer überrascht haben: Statt einige Sekunden auf das Laden einer Webseite aus den Ergebnissen warten zu müssen, wird diese unmittelbar und ganze ohne Ladezeit angezeigt. Markiert werden diese Webseiten durch ein kleines grünes AMP-Icon direkt neben dem Suchergebnis, das den Nutzer auf diesen schnellen Service hinweist. Dieses könnte in Zukunft noch sehr wichtig und für den Nutzer möglicherweise Klick-entscheidend werden.

Ab sofort werden diese AMP-Links auch in der mobilen Version der Google News eingeführt und, wenn verfügbar, die Light-Version eines Beitrags verlinkt. Auch hier sind die entsprechenden Artikel durch das Blitz-Symbol gekennzeichnet und sind so für den Nutzer schnell zu erkennen. Vorerst startet man mit dem „AMP-Karussell“, das bis zu 14 aktuelle Artikel zu verschiedenen Themen anzeigt, die direkt geladen werden können. Eine Ausweitung für die gesamten News sind erst in einem späteren Schritt geplant.



Die neuen AMP-Links sind sowohl in der mobilen Version als auch in der News-App für Android und iOS zu finden, werden vorerst aber nur für US-amerikanische Version der News eingeführt. Weitere Editionen sollen schon sehr bald folgen, einen Zeitplan hat man aber freilich nicht genannt. Offenbar befindet man sich immer noch in der öffentlichen Testphase und wird erst in einem späteren Schritt eine weitere Ausweitung in allen mobilen Apps vornehmen.

Laut Googles Statistiken lädt eine AMP-Webseite bis zu vier mal schneller als eine herkömmliche Webseite und verbraucht dabei gerade einmal 10% des Traffics – und da kommt dann auf Dauer natürlich wieder einiges zusammen. Ob die AMP-Icons schon eine merkliche Auswirkung auf die Klickzahlen haben ist noch nicht bekannt, wenn die Nutzer dieses Symbol aber erst einmal für sich entdeckt haben, dürften die meisten Webmaster nicht mehr um die AMP-Funktion drumrum kommen.

» Project AMP
» Ankündigung im News-Blog



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comment ommentare zur “Project AMP: Auch die Google News verlinken jetzt die schnellen Webseiten

  • Wird GoogleWatchBlog auch in Zunkunft auf Google AMP optimiert? Wäre sehr geil!
    Ich meine jeder kennt das, am Ende des Datenvolumens ist noch so viel Monat übrig. Und mit AMP spart man einiges an Daten auf dem Handy, und wenn es doch kein Highspeed-Datenvolumen mehr gibt, läd eine AMP Seite dennoch.

  • Ich bin gespannt wie sich die Nutzung der AMP-Versionen generell entwickelt. Mit AMP-HTML kommt nun eine weitere Artikel-Version hinzu. Ich persönlich finde es jetzt schon sehr aufwändig stets 3 Webversionen aufrecht zu halten, für Desktop, Mobile und Tablet. Mit AMP kommmt nun eine 4. Version hinzu.

    Ggf. lohnt sich der Einsatz von einem AMP-HTML-Generator, wie dem von http://www.amp-cloud.de, einfach den AMPHTML-Tag von amp-cloud.de in den Head-Bereich packen und fertig. amp-cloud erstellt dann automatisiert eine AMP-Version der Artikel-Seite und stellt diese fürs Caching in der Suchmaschine bereit. Wenn die eigene Seite korrekt mit Schema.org-Microdata vertaggt ist funktioniert das schon ganz gut.

    Selbstverständlich kommt das nicht an eine selbst erstellte AMP-Website heran, da man selbst deutlich mehr an die eigenen Design- und Script-Wünsche eingehen kann, aber ist aus meiner Sicht eine gute Alternative oder Zwischenlösung, wenn man selbst erstmal kein AMP-HTML selbst programmieren möchte oder kann.

  • Das ist sicher für 3.Welt Länder gut, aber hier hat doch sowieso jeder eine günstige Flatrate und zumeist LTE Emfang oder zumindest 3G. Ich weiss nicht so recht. Ich möchte nicht, dass mir Design, Infos, Animationen, Grafiken usw vorenthalten werden bzw zum Komprimierungs Opfer fallen. Hoffe den Murks kann mann auch ausschalten oder verhindern.

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