Nexus, Chromecast, Pixel, Glass: Google bündelt alle Hardware-Aktivitäten in neuer Abteilung

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Obwohl Google vor allem mit den Nexus-Smartphones einer breiten Öffentlichkeit in punkto Hardware bekannt ist, scheint das Unternehmen seine Liebe zur Hardware noch nie so richtig entdeckt zu haben – und das soll sich jetzt ändern. Der ehemalige Motorola-CEO Rick Osterloh, der in dieser Funktion bereits einmal bei Google gearbeitet hat, bekommt die Kontrolle über eine neu gegründete Abteilung. In dieser noch namenlosen Sparte werden alle Hardware-Aktivitäten von Google gebündelt.


Im Laufe der Jahre hat Google einige mehr oder weniger populäre Marken gestartet, ohne sich am Anfang große Gedanken über die Vermarktung zu machen. Mit dem Start des Google Store vor gut einem Jahr hat sich das erstmals geändert und das Unternehmen hat endlich mehr Kontrolle über den Vertrieb der eigenen Produkte übernommen. Jetzt organisiert man sich auch Hinter den Kulissen neu und formiert dort eine neue Hardware-Abteilung.

rick osterloh

Bisher waren die einzelnen Hardware-Marken den diversen Abteilungen wie Android oder Chrome unterstellt und haben es sowohl für Google als auch für die Partner teilweise sehr schwierig gemacht – da es für viele Dinge diverse Ansprechpartner gab. Außerdem soll es unter den einzelnen Abteilungen auch Konkurrenz gegeben haben, auch wenn es nur wenige Überschneidungspunkte zwischen den verschiedenen Produkten gibt. Jetzt wird das Chaos aufgelöst und alle Hardware-Produkte werden gebündelt.

Folgende Produkte gehören zu der neuen Hardware-Abteilung:

  • Nexus
  • Chromecast
  • Consumer Hardware (Chromebook & Pixel C)
  • OnHub
  • ATAP
  • Glass bzw. Project Aura

Geleitet wird die Abteilung von Rick Osterloh, der zuvor CEO von Motorola war, das ebenfalls einmal ein Tochterunternehmen von Google gewesen ist – er kennt sich also sehr gut mit den Interna des Unternehmens aus.



Interessant an der neuen Abteilung ist auch Nest, das bekanntlich nicht zu Google gehört und somit auch nicht dieser Abteilung unterstellt werden kann. Doch Google Glass bzw. das Project Aura war eigentlich ebenfalls unter der Kontrolle von Nest-CEO Tony Fadell – um den es in den letzten Wochen viele Diskussionen gegeben hat. Ob sich Nest und Google Hardware dann wieder Konkurrenz machen bleibt abzuwarten.

Ob Google sich in Zukunft noch stärker auf den Hardware-Bereich stürzen möchte ist noch nicht bekannt, aber die notwendigen Vorbereitungen dafür sind auf jeden Fall schon einmal getroffen. Gerade im Bereich der Virtual Reality wird erwartet, dass Google in den nächsten Wochen und Monate eine Reihe von Produkten auf den Markt bringen wird. Auch Google Glass bzw. Project Aura und ATAP dürften noch einige Eisen im Feuer haben.

[Re/Code]



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