Interessantes Pilotprojekt: YouTube Accelerator ermöglicht schnelles Videostreaming in den Philippinen

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Google hat es sich mit diversen Projekten wie etwa dem Project Loon zum Ziel gesetzt, Internetzugänge in alle Teile der Welt zu bringen und so allen Menschen die Vernetzung zu ermöglichen. Aber auch in vielen Gebieten in denen Internetzugänge bestehen, sind diese häufig endlos langsam und machen teilweise selbst das normale Surfen zur Geduldsprobe – und an Videos ist dabei gar nicht zu denken. Auf den Philippinen hat YouTube nun ein interessantes Pilotprojekt gestartet, um diesen Mangel zu beheben.


Während wir hierzulande darüber jammern dass sich HD-Videos aufgrund mangelnder Bandbreite nicht immer ruckelfrei und ohne Qualitätsverlust abspielen lassen, sieht es in anderen Teilen der Welt ganz anders aus: An das Abspielen eines YouTube-Videos ist z.B. an vielen Orten der Philippinen gar nicht zu denken, weswegen YouTube nun ein interessantes Projekt gestartet hat: Den YouTube Accelerator.

youtube accelerator

YouTube Accelerator ist ein neues Angebot von YouTube, das derzeit nur in einigen Orten auf den Philippinen zur Verfügung steht und dort als Pilotprojekt getestet wird. Dabei handelt es sich um WLAN-Hotspots an populären Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Einkaufszentren, mit denen sich jeder Nutzer kostenlos verbinden kann. An diesen Hotspots werden populäre YouTube-Videos im lokalen Cache gehalten und können dann direkt auf dem verbundenen Gerät ohne lange Wartezeit und vor allem auch in guter Qualität angesehen werden.

Natürlich kann nicht die gesamte YouTube-Datenbank in diesen Hotspots zwischengespeichert werden, daher beschränkt man sich zu Anfang auf die 100.000 populärsten Videos der Plattform. Wie oft diese Rangliste aufgestellt und der Hotspot aktualisiert wird, geht aus der Infoseite des Angebots allerdings nicht hervor. Für einen ersten Test reicht das aber natürlich vollkommen aus. Um diese Videos zu finden, gibt es auch einen neuen Filter in der YouTube-Suche. Außerdem sind die Videos mit einem kleinen Pfeil markiert.



Alles was die Nutzer tun müssen, ist lediglich sich mit einem der Hotspots zu verbinden und dann die Videoplattform aufzurufen. Dabei kann wahlweise die YouTube-App verwendet oder auch die mobile Webseite aufgerufen werden. Da die Inhalte über den Hotspot abgerufen werden, und diese die gechacheten Inhalte ausliefert, sollte es auch mit anderen kompatiblen Apps funktionieren die auf YouTube zugreifen.

Das Angebot ist derzeit nur stark lokal beschränkt, aber wenn die Testläufe erfolgreich verlaufen, könnten solche Angebote natürlich stärker ausgebaut werden. Das Problem ist natürlich die Netzneutralität, die auch schon bei Angeboten wie Facebooks Gratis-Internet kritisiert worden ist. Da man logischerweise nicht das gesamte Internet cachen kann, werden bei solchen Angeboten immer Dienste bevorzugt bzw. nur eingeschränkt angeboten.

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[9to5Google]



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