KI: Google-Tochter Deepmind verkauft am Computer erstellte Kunstwerke für bis zu 8.000 Dollar

deepmind 

Die Google-Tochter Deepmind beschäftigt sich seit langer Zeit mit den Themen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen und hat in den letzten Jahren einiges an Expertise in diesem Bereich aufgebaut. Ein Projekt von Deepmind zeigt nun, dass die Maschinen bzw. Algorithmen nicht nur intelligent, sondern auch kreativ sein können: In San Francisco wurden jetzt Kunstwerke für viele tausend Dollar verkauft, die einzig und allein von Deepminds Algorithmen erstellt worden sind.


Zum Bereich Künstlicher Intelligenz gehört natürlich nicht nur das Verstehen von Zusammenhängen und das Ziehen von Schlüssen daraus, sondern zu einem großen Teil natürlich auch der Bereich Kreativität, der dem ganzen erst eine „Seele“ gibt. Genau in diesem Bereich hat Deepmind in den letzten Monaten geforscht und hat gleich mehrere Projekte gestartet, die dazu in der Lage sind Bilder so stark zu verändern oder komplett neue Grafiken auf die Leinwand zu bringen, dass daraus Kunstwerke entstehen.

deepmind ausstellung

Die von der Deepmind-Software ausgepuckten Kunstwerke müssen sich selbst vor diversen großen Künstlern nicht verstecken und können durchaus mit denen mithalten. Das haben sich auch die Entwickler der Google-Tochter gedacht, und haben kurzerhand eine Ausstellung in San Francisco organisiert, auf der die Kunstwerke ausgestellt worden sind. Überraschenderweise war die Ausstellung gut besucht und ein Großteil der Werke wurde dort tatsächlich auch verkauft – und das zu relativ hohen Preisen.

Insgesamt wurden 29 Werke ausgestellt, die für Preise zwischen 2.200 und bis zu 8.000 Dollar über den Ladentisch gegangen sind. Dafür dass es sich um rein am Computer automatisch erstellte Grafiken handelt beeindruckend hohe Preise. Doch Google steigt nun natürlich nicht in das Kunstgeschäft ein, sondern wollte damit lediglich etwas Aufmerksamkeit für die Projekte schaffen und hat aus PR-Sicht natürlich wieder einen Coup gelandet.



Erstellt wurden die Grafiken von den drei Programmen „DeepDream“, das bestehende Grafiken künstlerisch verändern kann, „Fractal DeepDream“, das noch fraktale Elemente hinzufügt und das Bild weiter nahezu unkenntlich machen kann, und „Style Transfers“, das auf einer völlig weißen Leinwand ein Kunstwerk erstellen kann, das anderen Grafiken sehr ähnlich sieht. Diese Programme wurden dann mit einfachen Mustern, Strukturen oder bekannten Kunstwerken gefüttert und haben anschließend dann die fertigen Kunstwerke ausgepuckt.

Ein Teil der dahinter stehenden Software kann direkt im Browser auf der Website Dreamscope ausprobiert werden. Hier kann ein beliebiges Foto hochgeladen und dann mit vielen Filtern verändert werden. Eine Galerie auf der Startseite zeigt, dass dabei Bilder herauskommen können, die mit dem Ausgangsbild nicht mehr viel gemeinsam haben.

[9to5Google]



Teile diesen Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *