Google kündigt Cardboard SDK für iOS & VR Views zum Einbetten von 360-Grad-Ansichten an

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Mit der Cardboard-Plattform hat Google sich in den letzten zwei Jahren schnell etabliert, noch bevor die Konkurrenz überhaupt mit den eigenen Geräten auf dem Markt gewesen sind. Auf diesem Erfolg wird nun eine ganz VR-Abteilung aufgebaut und die eigene Plattform weiter etabliert – und jetzt hat man gleich zwei wichtige Ankündigungen: Mit dem neuen VR View können solche 360 Grad-Bilder nun einfach in Apps und Webseiten eingebettet werden und das gesamte Cardboard SDK steht jetzt auch für iOS zur Verfügung.


Es gibt schon eine Reihe von Apps die das Cardboard bzw. die kompatiblen Viewer unterstützen und die 360 Grad-Aufnahmen anzeigen und auf die Bewegung des Nutzers reagieren können. Die meisten davon stammen allerdings von Google selbst, in Form der Cardboard-App, der YouTube-App und auch den StreetView-Aufnahmen der Maps-App. Doch das soll sich in Zukunft ändern, denn mit dem neuen VR Views können die Bilder sehr einfach eingebettet werden.

Google Store Virtual Reality

Mit VR Views hat Google eine einheitliche Schnittstelle geschaffen, mit der die Bilder auf den verschiedenen Plattformen angezeigt werden können. Im Web wird die Anzeige einfach via iframe gelöst und kann so auf beliebigen Webseiten eingebettet werden. Unter Android und iOS stehen entsprechende SDKs zur Verfügung, mit denen Apps von Drittanbietern einfach auf diese Lösung zugreifen und solche Ansichten selbst einbauen können. Dazu muss lediglich eine entsprechende Grafik eingebunden werden, wobei auch Stereo-Ansichten mit leicht versetzten Grafiken unterstützt werden. Was besonders erfreulich ist, dass auch Videos von Anfang an unterstützt werden.

Die zweite große Neuerung ist damit im Grunde schon vorweg genommen, denn es gibt das Cardboard SDK jetzt auch für Apples Betriebssystem iOS. Damit können auch iOS-Entwickler auf alle Möglichkeiten des SDKs zugreifen, denn laut Google hat es den exakt gleichen Funktionsumfang wie die Android-Version. Das SDK übernimmt unter anderem das Tracking der Bewegungen des Nutzers, den Ausgleich der getrennten Anzeigen für beide Augen und auch die Audio-Ausgabe.



Mit den beiden neuen Produkten im VR-Segment stellt sich Google nun noch breiter auf und versucht auf Biegen und Brechen die eigene Plattform noch weiter zu etablieren, da die Konkurrenz mittlerweile auch am Markt ist. Dass man nun endlich auch die iPhone-Nutzer mitnimmt war längst überfällig, der wirkliche Clou könnte aber VR Views sein, denn dadurch können sich die Grafiken rasend schnell verbreiten.

VR Views erinnert an die eingebetteten Streetview-Ansichten und werden grundlegend auch genau so bedient, es war also nur eine Frage der Zeit bis Google die Grafik austauschbar macht und so blitzschnell einen VR-Viewer anzubieten. Dieser bietet durch das automatische Bewegungs-Tracking und die Möglichkeit zur Anzeige von Stereobildern noch einige Vorteile gegenüber dem bekannten Viewer, ist aber genau so einfach zu bedienen und schnell geladen.

Wir dürfen gespannt sein, ob 360 Grad-Aufnahmen damit noch weiter salonfähig werden – die Möglichkeit zum Erstellern solcher Grafiken haben viele Smartphone ja mittlerweile schon an Bord.

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