Neue Statistik: Android und Chrome dominieren den mobilen Traffic

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Gemessen an der absoluten Verbreitung ist Android schon seit mehreren Jahren das führende Betriebssystem, das seine Dominanz immer noch weiter ausbauen kann. Doch in punkto Datenverkehr konnte man erst vor gut eineinhalb Jahren am größten Konkurrenten iOS vorbeiziehen – hat aber auch diesen Vorsprung mittlerweile stark ausgebaut. Laut einer neuen Erhebung dominieren nun sowohl Android als auch der Chrome-Browser den mobilen Traffic.


Die Analysefirma Netmarketshare hat den weltweiten mobilen Traffic ausgewertet und diesen für eine aktuelle Statistik in Betriebssysteme und Browser aufgeteilt – und in beiden Fällen steht Google derzeit auf Platz 1. Die Zahlen beziehen sich auf Januar 2016 und zeigen jeweils einen Trend nach oben.

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Wie obige Grafik sehr gut zeigt, ist Android mittlerweile für deutlich mehr als die Hälfte des gesamten mobilen Traffics verantwortlich und kommt dabei auf einen Anteil von gut 59 Prozent. Apple kann sich ebenfalls noch immer ein stolzes Drittel holen und kommt auf einen Marktanteil von gut 33 Prozent. Für alle anderen Betriebssysteme bleiben nur noch etwa 2 bis 3 Prozent pro System übrig. Windows Phone knackt noch nicht einmal die 3%-Marke. Selbst das altehrwürdige Symbian kommt aber noch immer auf 1,73 Prozent.

statistik browser

Auch bei den mobilen Browsern sieht es derzeit sehr gut aus für Google: Der mobile Chrome-Browser kommt auf gute 42 Prozent und Apples Safari kommt auf stolze 34 Prozent. Da der Chrome für beide Plattformen zur Verfügung steht, und auf Android natürlich nicht als Standardbrowser genutzt werden muss, kann man die Statistik nur so interpretieren, dass Chrome unter iOS kaum eine Rolle spielt. Addiert man den Marktanteil von Chrome und dem Android-Browser, kommt man nahezu auf den gleichen Anteil wie das gesamte Android-Betriebssystem. Sehr stark ist auch der Opera Mini, der auf über 7 Prozent Marktanteil kommt.



Natürlich sagt auch der reine Traffic nicht viel über die Verbreitung oder die Nutzung aus, denn offenbar nutzen iOS-Nutzer entweder häufiger das Internet oder aber sie nutzen Apps die einen höheren Datenverbrauch haben. Auf der Browser-Seite verfügt Chrome mittlerweile über eine starke Komprimierung und kann den Traffic so stark einschränken – was den Browser in einer solchen Statistik wiederum zurückwirft.

Auch bei dieser Statistik haben die beiden Platzhirsche Google und Apple ihr Revier abgesteckt und Microsoft kommt sowohl mit dem Betriebssystem als auch mit dem Browser gerade noch in die Kategorie „ferner liefen“. Alle anderen Plattformen und Apps spielen kaum eine Rolle, und werden das auch in absehbarer Zukunft nicht tun. Bitter ist diese Statistik vor allem auch für BlackBerry und Firefox – das seine noch sehr hohe Verbreitung auf dem Desktop nicht in nennenswerte mobile Marktanteile ummünzen konnte.

[heise]



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