Virtual Reality: Offizielle Stellenausschreibungen deuten auf Entwicklung einer neuer VR-Brille hin

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Mit der ersten Präsentation von Google Glass schien es so, als wenn Google ein Vorreiter auf dem Gebiet der Virtual Reality werden könnte, doch dann hat sich das Projekt in eine andere Richtung entwickelt und sah plötzlich gar nicht mehr so interessant aus. Zwar hat Google noch einige weitere Eisen im Feuer wenn es um Virtual oder auch Augmented Reality geht, aber dennoch kann man zur Zeit den Eindruck gewinnen, dass man den Anschluss zu verlieren droht. Gleich mehrere offene Stellen im Unternehmen weisen nun aber daraufhin, dass im stillen Kämmerlein noch an weiteren Projekten gearbeitet wird.


Eigentlich könnte Google im VR-Bereich gut aufgestellt sein: Mit dem Cardboard hat man seit langer Zeit eine tatsächlich funktionierende VR-Brille (wenn man sie denn so nennen möchte) auf dem Markt und hat damit schon ein kleines Ökosystem geschaffen. Im Bereich der Augmented Reality hat man sehr viel Geld in Magic Leap gesteckt und hofft wohl dort auf den großen Durchbruch – doch wann diese Entwicklung marktreif sein wird, ist derzeit noch immer nicht abzusehen.

cardboard

Jetzt sucht das Unternehmen nach neuen Mitarbeitern, die an einer Virtual Reality-Hardware arbeiten sollen – etwas, das man bisher zumindest offiziell noch gar nicht in Betracht gezogen hat. Laut der Beschreibung soll eine völlig neue Architektur aufgebaut werden, die sowohl leistungsfähig als auch kosteneffizient ist – was wieder auf den gleichen Ansatz wie beim Cardboard hinweist. Schon seit längerer Zeit gibt es Berichte darüber, dass Google nach dem Aufbau der Infrastruktur und des gesamten Ökosystems von einer Papp-Brille mit Smartphone-Einschub auf ein „echtes“ Gerät wechseln wird, das dann aber natürlich auch einige Dollar mehr kosten wird.

Obwohl Google mit Glass, Project Aura, Cardboard und Magic Leap gut aufgestellt ist, scheint man Probleme haben all diese Projekte zusammenzuführen und droht nun den Anschluss zu verlieren. Da Facebook mit Oculus schon gut vorgelegt hat und auch Microsoft mit HoloLens groß in den Markt eingestiegen ist, kann man nicht mehr lange untätig warten bis die Entwicklungen eines Tages fruchten werden. Die Basis dürfte aber wohl auch weiterhin das Cardboard sein, das schon von vielen Entwicklern unterstützt wird und auch innerhalb von Google bereits einiges an Unterstützung erfahren hat.



Virtual Reality dürfte schon sehr bald „das nächste große Ding“ werden, doch noch weiß wohl niemand so genau wie das Thema angegangen werden soll. Die Brillen müssen noch deutlich kleiner und leistungsfähiger werden um ernsthaft verwendet werden zu können. Auch die Verbindung der virtuellen Realität mit der echten Welt, durch Einblendung von Informationen, ist noch ein großes Problem – und geht schon wieder in den Bereich der Augmented Reality. Doch ohne diese Verbindung wäre der Nutzer/Träger komplett abgeschottet und würde von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommen.

Wir dürfen gespannt sein an welcher Hardware Google nun arbeiten wird, und ob man vielleicht endlich auch die Demo-Videos von Magic Leap in eine fertige und verkaufbare Hardware umwandeln kann.

[TechCrunch]



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