Streaming auf den Fernseher: Chrome Beta integriert Google Cast-Extension

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Viele Online-Videoplayer bieten mittlerweile von Haus aus eine Unterstützung für Googles Cast-Technologie an, mit der der Videostream direkt auf den Cast-fähigen Fernseher gebracht werden kann. Für alle anderen, und auch für die Übertragung von ganzen Webseiten, benötigt man derzeit noch die Google Cast-Extension – doch diese könnte bald nicht mehr nötig sein. In der Beta-Version des Chrome-Browsers hat man die Funktion dieser Extension nun direkt in den Browser integriert und macht diese überflüssig.


Cast ist eine sehr wichtige Technologie für Google und hat dem Unternehmen überraschend schnell den Weg in das Wohnzimmer geebnet, da andere Lösungen wie Google TV oder Android TV dies über Jahre nicht geschafft haben und sich auch heute noch nicht durchsetzen konnten. Kein Wunder also, dass die Cast-Technologie nun auch direkt in den Chrome-Browser integriert werden soll. Zumindest führt man aktuell einen entsprechenden Test in der Beta-Version des Browsers durch.

chrome cast

In der Beta-Version gibt es einen neuen Eintrag im Kontextmenü eines Tabs, mit dem die gesamte gerade angezeigte Webseite auf ein Cast-fähiges Gerät wie den Chromecast oder den Nexus Player übertragen werden kann. Wie üblich hat der Nutzer die Wahl zwischen den verschiedenen Cast-Geräten im WLAN-Netzwerk, sofern es denn mehrere gibt, und der Inhalt wird direkt Live übertragen. Zusätzlich kann auch die Lautstärke der Übertragung eingestellt werden, was bisher nur über das Endgerät möglich gewesen ist. Genau so einfach wie der Cast gestartet wurde, kann dieser auch wieder beendet werden.

Um die Cast-Funktionalität im Browser zu aktivieren, muss nur der Eintrag enable-media-router in den Chrome Flags ( chrome://flags ) aktiviert werden. Nach einem Neustart des Browsers ist die Funktion dann direkt im Browser integriert. Hat man die Cast-Extension installiert, wird diese automatisch deaktiviert – damit sich beide nicht in den Weg kommen. Vom Funktionsumfang unterscheiden sich die beiden Tools nicht, lediglich die Einstellungsmöglichkeiten sind bei der Extension noch etwas umfangreicher – aber das dürfte mit der stabilen Version dann wohl auch nachgereicht werden.



Durch das Casten von Tabs im Chrome lassen sich praktisch alle Inhalte die im Browser angezeigt werden können, auch auf den großen Fernseher übertragen. Dadurch können alle Videoplayer, Webseiten und natürlich auch Online-Galerien übertragen werden. Einige Webseiten sind mittlerweile auch schon dahingehend optimiert, dass sie im Stream in einer anderen Form angezeigt werden als im normalen Browser-Fenster. Durch die Integration direkt in den Chrome-Browser dürfte die Verbreitung noch ansteigen.

Wann die integrierte Extension ihren Weg in die stabile Version finden wird ist noch nicht bekannt, es dürfte aber nicht mehr all zu lange dauern, bis die Cast-Extension nicht mehr nötig ist. Eine offizielle Zahl gibt der Chrome Web Store zwar nicht an, aber die Nutzerzahl sollte bei einigen Millionen liegen.

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