Neues Google-Patent zeigt Wearable zur Blutzuckermessung ohne Nadel

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Google hat sich schon seit längerer Zeit dem Thema Gesundheit verschrieben und spätestens seit der Gründung von Alphabet als Mutterunternehmen liegt der Fokus noch stärker in diesem Bereich. Insbesondere das Thema Blutzuckermessung scheint dabei das Interesse der Forscher besonders geweckt zu haben, wie ein jetzt veröffentlichtes Patent nun wieder zeigt: Dieses beschreibt ein Gerät bzw. eine Vorrichtung, mit dem einer Person ohne Einsatz einer Nadel Blut abgenommen und diese Probe dann ausgewertet werden kann.


Dem Thema Blutzucker widmet sich Google / Google X / Alphabet / Life Sciences (So klar ist das zur Zeit nicht) schon seit längerer Zeit und hat auch schon zwei konkrete Produkte in der Pipeline bzw. hat diese sogar schon angekündigt: Am bekanntesten ist die intelligente Kontaktlinse, die unter anderem über die Augenflüssigkeit den Blutzuckerspiegel messen soll. Als zweites befindet sich auch ein smartes Armband und weitere Gadgets in der Entwicklung, die ebenfalls diesen wichtigen Wert erfassen und messen soll. Und jetzt kommt das nächste Patent.

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Das jetzt veröffentlichte Patent, das Google bisher noch nicht zugesprochen wurde, zeigt und beschreibt eine Vorrichtung, mit der dem Nutzer Blut abgenommen werden kann, ohne dass dieser dafür mit einer Nadel gestochen werden müsste. Und so funktioniert das ganze: In einem Druckbehälter befindet sich Gas, das durch Ausdehnung einen winzigen Partikel in die Haut des Nutzers sticht. Sobald dann ein Blutstropfen kommt, wird dieser wieder eingesaugt und kann dann analysiert werden. Dabei ist der Stich so klein, oder sollte es zumindest sein, das der Träger es kaum spürt und auch kein weiteres Blut heraustropfen sollte.

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Das Blut wird dann analysiert und kann dann auf den Zuckerwert oder eventuell auch anderen Werten untersucht werden. Denkbar ist ein Einsatz in einem Wearable wie einem Armband, das dann ständig den Zuckerspiegel messen kann – so wie es einige schon mit dem Puls oder der Hautfeuchtigkeit tun. Damit würden die Armbänder in Zukunft einen weiteren großen Schritt in Richtung Gesundheit machen, da sie viele Werte ständig kontrollieren und überwachen können. Fraglich bleibt dabei natürlich, wo das analysierte Blut denn verwahrt werden soll – denn spätestens mit so einer Technologie sind die Geräte nicht mehr ganz so Wartungsfrei wie bisher.



Google wollte sich zu dem Patent wie üblich nicht äußern und verwies darauf, dass man eine Vielzahl von Patenten hält und nicht unbedingt immer alle beschriebenen Technologien auch tatsächlich in einem fertigen Endprodukt zum Einsatz kommen müssen. Da dieses Thema aber für Google sehr interessant zu sein scheint, ist zumindest die Umsetzung dieser Technologie sehr wahrscheinlich. Die ständige Überwachung der Vitalwerte ist damit wieder einen Schritt näher gerückt.

In dem Patent ist die gesamte Technologie in ein kleines Gehäuse gepackt und dürfte dann wohl tatsächlich auch als Armband umgesetzt werden.

» Das Patent

[The Verge]



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