SEO: Vorgeschaltete Seiten zur Installation von Apps werden ab 1. November in der Google Websuche abgestraft

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Immer mehr Webseiten und Online-Angebote haben eigene Apps im Angebot um ihre Inhalte aufzubereiten und den Nutzer einfacher an sich zu binden. Eine solche Verknüpfung ist seit einigen Monaten sogar ein Ranking-Faktor in der Google Websuche, aber dennoch sollte man es mit der Promotion der eigenen App nicht übertreiben: Wer seinen Besuchern beim Aufruf der mobilen Seite den Download der eigenen App zu sehr ans Herz legt – sprich mit einer Vollbildanzeige – der wird schon bald dafür von Google abgestraft und im Ranking weiter nach Unten gestuft.


Google hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie die Verbindung zwischen einer Webseite und einer App auszusehen hat, und setzt diese nun mit der eigenen Marktmacht auch für alle anderen Anbieter durch: Wer seine Nutzer zu sehr mit der Installation einer App zum Anzeigen der Inhalte bedrängt, der wird schon sehr bald kaum mehr Besucher über die Websuche haben: Denn ein solcher vorgeschalteter Banner wird von den Algorithmen sehr wohl erkannt und ein solches negatives Verhalten wird ab dem 1. November mit in das Ranking einfließen.

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Auch wenn sich die Situation mittlerweile schon wieder etwas gebessert hat, gibt es noch immer Millionen von Webseiten die entweder keine mobile Ansicht haben oder ihren Nutzern den eigenen Inhalt lieber per App präsentieren. Wer eine solche Seite besucht, bekommt nicht etwa den aus der Websuche versprochenen Inhalt zu sehen, sondern muss sich erst durch das Vollbild-Overlay klicken. Dabei muss man auch meist sehr gut aufpassen, nicht auf die falsche Stelle zu klicken und dann doch versehentlich im Play Store zu landen. Wie man an obigen beiden Beispielen sieht, ist zum Klicken der „Nein, Danke“-Links schon etwas Fingerspitzengefühl erforderlich.

Google begründet diese Maßnahme damit, dass die Nutzer nach einem Klick auf die Websuche einfach nur den aus der Vorschau versprochenen Inhalt zu sehen bekommen möchten. Man hat selbst eine Zeit lang auf der mobilen Google+ Seite mit einer solchen Schranke experimentiert, und kam dabei zu katastrophalen Ergebnissen: Lediglich 9 Prozent der Besucher haben tatsächlich auf den Link zum Play Store geklickt, aber nur die wenigsten davon haben dann tatsächlich auch die App installiert. Ein Großteil der Besucher hat die Seite einfach wieder geschlossen und hat den Inhalt so gar nicht zu Gesicht bekommen – also Worst Case sowohl für den Besucher als auch für den Betreiber der Webseite.



Jetzt haben Webseiten-Betreiber also noch genau zwei Monate Zeit um diese aggressive Promotion für die eigenen Apps abzustellen. Ein großes Problem dürften die Webmaster haben, die über gar keine voll funktionsfähige mobile Webseite verfügen, denn diese können dem Nutzer auch nicht viel mehr anbieten. Doch eine mobile Webseite muss man in der heutigen Zeit einfach voraussetzen und auch dies ist seit einigen Monaten ein sehr wichtiger Ranking-Faktor in der mobilen Websuche.

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Als Musterlösung schlägt Google die Nutzung spezieller APIs der Browser vor, die dem Nutzer einen Banner am oberen Rand der Webseite anzeigen und ihn so auf die Installation der App hinweisen können. Diese lassen sich sehr einfach integrieren und vergraulen den Nutzer nicht direkt durch Verdecken der eigentlichen Inhalte. Insbesondere bei Online-Foren wird man immer wieder auf die Installation der Apps verwiesen, was auch bei mir in vielen Fällen schon dazu geführt hat, dass ich den Inhalt meist gar nicht mehr sehen wollte.

Also wichtige neue Regel für Admins: App JA. Großflächig bewerben NEIN.

» Ankündigung im Webmaster Central Blog

[AndroidPolice]



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