Project Ara: Googles modulares Smartphone hat den Falltest nicht bestanden

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Nach einer Reihe von verwirrenden Tweets hat das Team hinter dem modularen Smartphone Project Ara bekannt gegeben, dass der geplante Erscheinungstermin erst einmal auf das nächste Jahr verschoben worden ist. Eine wirklich nachvollziehbare Begründung hatte man dafür nicht genannt, und so gab es weitere Verwirrungen um den aktuellen Status des Projekts. Jetzt hat man sich erneut bei twitter zu Wort gemeldet, und nun endlich den wahren Grund für die Verschiebung genannt: Die Module haben den Falltest nicht bestanden und das Smartphone hat sich in seine Einzelteile zerlegt.


Eigentlich stand der Verkaufsstart des Project Ara schon kurz bevor und sollte zuerst in Puerto Rico auf den Markt kommen. Als Grund für die Verschiebung nannte man vor einigen Tagen noch einige gesetzliche Hürden, wobei man darauf aber nicht näher eingegangen ist. Außerdem war die Rede davon, dass man selbst nicht genau sagen könne wie viele Varianten des Smartphones theoretisch möglich sind – aber das konnte natürlich kaum der Grund dafür sein, dass man den gesamten Starttermin verschiebt. Jetzt hat man durch einen weiteren Hashtag bei twitter den Grund aufgeklärt.

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Das Team rund um das Project Ara hatte lange nach der perfekten Möglichkeit gesucht, um die Module an dem Grundgerüst des Smartphones zu befestigen und hat dabei viele Vorteile und Nachteile abgewogen. Dabei blieb man dann bei den permanenten Elektromagneten hängen. Diese halten die Module fest zusammen, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist und kein Strom fließt. Dennoch lässt es sich per Software ansteuern und die Module so kinderleicht entfernen. Doch offenbar hatte man diesen Test nicht gründlich genug durchgeführt, denn das fertige Gerät kam nicht durch den Falltest.

Obiger Tweet belegt, dass das Smartphone beim Falltest in seine Einzelteile zerfallen ist und die Befestigung der Module dem nicht Stand gehalten haben. Zwar haben es auch normale Smartphone nicht gerne, wenn sie auf den Boden fallen und danken es mit vielen Kratzern oder einem gebrochenen Display, aber sie zerlegen sich eben nicht in ihre Einzelteile. Welche Fallhöhe bei dem Test zum Einsatz kam ist nicht bekannt, aber es dürfte sich wohl um die gleiche handeln wie bei allen anderen Smartphone-Tests auch. Es ist kaum zu glauben dass das Team selbst vorher nicht daran gedacht und einfach blind drauf los entwickelt hat – viel mehr dürften sich wohl die Testbedingungen verschärft haben oder die Googler haben einfach einige gesetzliche Lücken übersehen.



In einem weiteren Tweet hat man nun verkündet, dass man jetzt mit neuen Methoden zur Befestigung experimentiert. Dabei ist von „Signature Experience“ die Rede, wobei aber nicht ganz klar ist was damit gemeint ist. Eine Schutzhülle rund um das modulare Smartphone hätte zwar die Teile zusammen halten können, kann aber natürlich auch aufgrund der beliebigen Anordnung der einzelnen Module zu einem großen Problem werden. Am Ende dürfte man wohl doch bei einer einfachen Hardware-Lösung bleiben, bei der die einzelnen Elemente einfach festgeklippt oder im schlimmsten Falle sogar geschraubt werden (wie bei einem Desktop-PC).

» Die Tweets bei twitter

UPDATE:
» Project Ara: Nicht bestandener Falltest „war ein Joke“ – Entwickler haben eine bessere Technologie gefunden



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