Leak: Microsofts Tool zur Portierung von Android-Apps kann bereits heruntergeladen und verwendet werden

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Erst vor wenigen Tagen hat Microsoft die Windows Bridges vorgestellt, mit denen sich Android- und iOS-Apps auch unter Windows 10 ausführen bzw. auf die Plattform portieren lassen. Während man eine erste Vorabversion für iOS-Apps bereits zur Verfügung gestellt hat, wurde die Android-Version aber bisher noch unter Verschluss gehalten. Jetzt wurde das Tool allerdings von einem chinesischen Software-Entwickler geleakt und kann heruntergeladen und verwendet werden. Doch die Version zeigt auch bereits eine große Schwachstelle des Tools.


Schon vor einigen Monaten hatte Microsoft angekündigt, dass man sich an der App-Vielfalt von Android und iOS bedienen und diese auch unter der Windows 10-Plattform ausführbar machen möchte – von daher war es keine große Überraschung als beide Tools vor wenigen Tagen auch noch einmal offiziell angekündigt wurden. Doch während die iOS-Apps sowohl auf dem Desktop als auch auf der mobilen Windows-Version ausführbar sein soll, beschränkt man sich bei Android vorerst nur auf die Ausführung auf dem Smartphone-Betriebssystem. Genau diesen Stand bietet nun auch der Leak.

android windows

Wer sich unter der Portierung der Apps ein einfaches Tool vorgestellt hat das die ganze Arbeit abnimmt, wird nun erst einmal enttäuscht: Die Portierung von Android-Apps auf Windows funktioniert derzeit nur mit Hilfe einiger Tools und auch nur im Entwickler-Modus von Windows. Es ist also nicht möglich eine App direkt zu portieren und dann im Windows Store oder an anderer Stelle zum Download anzubieten – zumindest nach dem derzeitigen Stand nicht. Neben dem wconnect-Tool, das die eigentliche Arbeit erledigt, benötigt man auch noch das Android SDK und eine Verbindung zwischen dem PC und dem Smartphone.

Ein großes Problem für Microsofts Tool sind allerdings die Google Play Services – denn diese sind kein offizieller Bestandteil von Android. Bisher lassen sich daher auch nur Apps portieren, die nicht auf diese Tools setzen – getestet wurde es etwa mit Snapchat, Slack und auch der Twitter-App. Doch da ziemlich viele Apps auf die eine oder andere Unterstützung der Play Services setzen, werden sich diese wohl auch nicht so schnell portieren lassen. Und dass Google dieses Paket auch für Windows Mobile anbieten wird ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt mehr als unwahrscheinlich.



Wenig überraschend werden derzeit nur Lumia-Geräte unterstützt, doch dafür ist die Liste dieser Geräte immerhin für erste Testläufe ausreichend lang. Ob Microsoft die Handhabung des Tools bis zum Herbst, wenn es dann für alle verfügbar sein soll, noch verbessert bleibt abzuwarten. Eine einfache Software zum kompletten Portieren einer App wird es wohl so schnell nicht geben. Doch natürlich müssen diese Schritte vom erfahrenen App-Entwickler und nicht vom Nutzer durchgeführt werden, und spätestens mit dem offiziellen Release wird man wohl auch die Notwendigkeit entfernen dass sich Windows zur Ausführung im Entwickler-MOdus befinden muss.

Das Tool wconnect kann bereits bei der Quelle heruntergeladen werden. Dort bekommt ihr auch eine Beschreibung wie das Tool genau verwendet wird und könnt es selbst ausprobieren – sofern ihr denn ein unterstütztes Lumia-Smartphone besitzt. Das ganze ist aber auf eigene Gefahr, da eine Fehlfunktion nicht ausgeschlossen werden kann – immerhin handelt es sich um eine frühe Version UND einen Leak aus wenig sicherer Quelle.

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[WinFuture]



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