Google Cloud Storage: Große Datenmengen können jetzt direkt per Post eingeschickt werden

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Wer große Datenmengen in die Cloud laden möchte muss entweder eine sehr gute Internetanbindung oder noch bessere Nerven und sehr viel Zeit haben. Aber spätestens wenn die Datenmengen in den Terabyte-Bereich steigen ist ein normaler Upload kaum noch effizient zu bewältigen und kann zu einer kleiner Lebensaufgabe werden. Google bietet nun mit dem neuen Angebot Offline Media Import/Export eine Möglichkeit an, bei der ein externer Dienstleister den Upload von Daten in das Cloud Storage übernimmt. Dazu sendet man die Daten ganz klassisch per Post ein.


Private Nutzer können mit ihren Datenmengen noch sehr gut umgehen und sich auch einmal einige Tage oder Wochen Zeit nehmen um den gesamten Datenbestand in der Cloud zu sichern, doch bei den Unternehmenskunden von Google Cloud Storage sieht das ganze vielleicht schon anders aus: Hier erreichen die Mengen schnell den Terabyte-Bereich und sind kaum noch effizient auf Googles Plattform zu bringen. Diese Aufgabe können nun Partner-Unternehmen von Google übernehmen, die über eine deutlich bessere Anbindung verfügen.

OfflineMedia_CloudStorageDiagram

Aktuell gibt es nur einen einzigen Anbieter in den USA in Googles Partner-Netzwerk, doch es sollen schon sehr bald mehr werden und auch im europäischen Raum ist man gerade auf der Suche nach Kooperationen für den Aufbau des Angebots: Der Nutzer schickt seine Daten ganz klassische auf Festplatten, Speicherkarten, Sticks oder auch Bandlaufwerken ein, und der Dienstleister lädt diese dann in Googles Cloud Storage hoch. Der Dienstleister verfügt dabei natürlich über eine deutlich schnellere Internetanbindung und kann die Datenmengen so sehr viel besser bewältigen.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Notwendigkeit eines solchen Angebots:

Popular business DSL plans feature download speeds that exceed 10Mbps (megabits per second). However, upload speeds generally top out at 1Mbps, with most plans providing just 768kbps (kilobits per second) for upload. This means that uploading a single terabyte (TB) of data will take more than 100 days! This also assumes that no one else is using the same network connection. With Offline Media Import/Export, this process can now be completed in days instead of months.



Google betont, und das sollte man beachten, dass das Unternehmen keine Haftung für die Zuverlässigkeit der Partner übernimmt. Sollten also Daten verloren gehen, wichtige Daten ausspioniert werden oder Festplatten verschwinden, steht ganz allein das Partner-Unternehmen in der Pflicht. Auch die Preisgestaltung und anfallende nachträgliche Gebühren sind allein die Entscheidung des Partners. Doch natürlich wird Google nur ausgesuchte Partner in seiner Auflistung führen, so dass sich das Risiko zumindest in Grenzen hält.

Vor etwas mehr als zwei Jahres hatte Google schon einmal ein sehr ähnliches Angebot gestartet, damals allerdings noch unter Eigenregie: Kunden konnten ihre Festplatten direkt an Google senden und die Techniker haben die Daten direkt über Googles Infrastruktur auf die Server gebracht – was natürlich noch effizienter war als das jetzige Angebot. Doch offenbar ist eine solche Dienstleistung nicht unbedingt lohnenswert, so dass man sich nun auf die Zusammenarbeit mit Dritten beschränkt.

» Offline Media Import/Export
» Ankündigung im Cloud Platform Blog

[9t5oGoogle]



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