Self Driving Car: Video zeigt erneuten Auffahrunfall aus Sicht des Fahrzeugs

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Bisher waren Googles selbstfahrende Autos in 14 Unfälle verwickelt und waren an jedem einzelnen schuldlos. Google sieht dies stets als Beleg dafür, dass die selbstfahrenden Autos deutlich sicherer fahren als die Fahrer aus Fleisch und Blut und argumentiert damit auch für die künftige Zulassung solcher Fahrzeuge auf allen Straßen. Jetzt hat es wieder einmal gekracht und erstmals hat Google nun ein Video davon veröffentlicht, wie der Unfall aus der Sicht des Fahrzeuges ausgesehen hat.


Erst vor einigen Wochen gab es einen Zwischenfall mit einem anderen selbstfahrenden Auto, der allerdings dann doch nicht ganz so dramatisch gewesen ist wie es zuerst geheißen hat – so dass man auch in diesem Fall bei keinem der beiden Fahrzeuge die Schuld suchen musste. Beide sind sicher gefahren und haben sich genügend Platz gelassen um den Spurwechsel durchzuführen bzw. dem anderen zu ermöglichen. Doch im jetzt vorliegenden Fall ist wieder ein Fahrer aus Fleisch und Blut involviert und hat einfach gepennt.

google self driving car lexus

Von den bisher 14 Unfällen handelt es sich bei 11 Stück um einen Auffahrunfall, bei dem der Fahrer einfach nicht aufgepasst hat und dem selbstfahrenden Auto hinten drauf gerauscht ist. Doch während es bisher nur Berichte darüber gab, hat Google nun erstmals auch ein Video von dem Vorfall veröffentlicht, das diesen aus der Sicht des Computers zeigt. In dem Video ist sowohl der von Google benutzte Lexus selbst als auch alle anderen Verkehrsteilnehmer und eine schematische Zeichnung der Umgebung zu sehen. Auf Grundlage dieser Daten wertet das System die eigene Fahrweise aus.

In dem Video ist sehr gut zu sehen, dass alle Fahrzeuge auf die Ampel zufahren und dabei ihre Geschwindigkeit reduzieren und langsam zum Stillstand kommen – mit Ausnahme des hinter Google fahrenden Fahrzeugs. Dieses hält seine Geschwindigkeit konstant und rauscht dann mit 27 km/h in das Fahrzeug rein. Die Geschwindigkeit wird auch kurz vor dem Aufprall noch nicht reduziert. Projektleiter Chris Urmson weist auch darauf hin, dass das eigene Fahrzeug langsam und konstant abgebremst hat und dem Fahrzeug dahinter auf jeden Fall genügend Raum zum Bremsen gelassen hat.



One of our Lexus vehicles was driving autonomously towards an intersection in Mountain View, CA. The light was green, but traffic was backed up on the far side, so three cars, including ours, braked and came to a stop so as not to get stuck in the middle of the intersection. After we’d stopped, a car slammed into the back of us at 17 mph — and it hadn’t braked at all.

Der Unfall endete mit einem Blechschaden an beiden Autos, wobei das Google-Auto lediglich einige Beulen davon getragen hat und der Unfallfahrer seine gesamte Stoßstange verloren hat. Außerdem haben die Insassen im Unfallfahrzeug ein leichtes Schleudertrauma erlitten, das aber sonst nicht weiter dramatisch ist. Eine genaue Analyse dieses Unfalls und den daraus gezogenen Konsequenzen hat Projektleiter Chris Urmson bei Medium veröffentlicht – wirklich sehr lesenswert.

» Bericht von Chris Urmson

[futurezone]



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