Chromium schlägt dem Nutzer die Installation von Web Apps für häufig besuchte Webseiten vor

chrome 

In den letzten Monaten setzt sich Google verstärkt dafür ein, die Verbindung zwischen Webseiten und Apps zu stärken und diese gegenseitig als Rankingfaktor zu benutzen, und in die gleiche Richtung geht nun auch das Chrome-Team: Mit der aktuellsten Chromium-Version wird eine Funktion eingeführt, die dem Nutzer die Installation der zu einer Webseite dazugehörigen Web-App vorschlagen soll. Dafür gibt es allerdings ein paar kleine Voraussetzungen.


In den meisten Fällen handelt es sich bei den Web Apps, wie der Name schon sagt, um nicht viel mehr als eine simple App die nichts anderes tut als die Webseite aufzurufen. Diese ist einfach nur sehr viel prominenter platziert als ein normaler Link und hebt sich durch die Auflistung in den Chrome Apps natürlich von den restlichen Links des Nutzers ab. Dadurch kann die Bindung zum Nutzer erheblich verstärkt werden, daher ist eine solche App nicht zu unterschätzen.

chrome app install

In der neuesten Version des Chromium-Browsers, der Open Source-Version von Chrome, ist nun eine Funktion aufgetaucht, die dem Nutzer die Installation von solchen Web Apps vorschlagen kann. Mit einem Klick auf diesen Vorschlag wird dann die dazugehörige App bzw. der Link zur Webseite auf dem Shelf, der App-Auflistung von Chrome, installiert und der Nutzer kann diese von dort aus einfacher aufrufen. Der Webseiten-Betreiber kann die Anzeige dieser Vorschläge allerdings nicht beeinflussen oder selbst auslösen, sondern diesen werden durch den Nutzer ausgelöst.

Damit der Nutzer über die Möglichkeit zur App-Installation benachrichtigt wird, sind einige Voraussetzungen nötig: Die Webseite muss eine App-Manifest Datei haben, sie muss einen Service Worker haben und die Verbindung muss über HTTPS geschehen. Anschließend ist vorausgesetzt, dass der Nutzer die Webseite mindestens zwei mal an zwei Tagen im Laufe von zwei Wochen aufgerufen hat. Erst dann wird die Installation vorgeschlagen. Händisch ausgelöst werden kann dies auch vom Nutzer zur Zeit nicht, was sich aber in der Chrome-Installation natürlich noch ändern kann.



Aktuell gibt es diese Funktion nur in der Chromium-Version, was nicht unbedingt bedeutet dass es diese Funktion auch in einen Chrome-Build schaffen muss. Da diese Funktion aber genau Googles aktueller Richtung folgt, die Apps weiter zu stärken und diese auch mit den dazugehörigen Webseiten zu verbinden, wäre es schon sehr verwunderlich wenn das ganze nicht bald auch in einer Chrome-Version auftaucht. Dann möglicherweise auch in Verbindung mit dem Chrome Web Store.

[9to5Google]



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