Smart Lock: Googles neue Identity Platform speichert jetzt auch Passwörter innerhalb von Apps

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Auf viele Webseiten und Apps hat man Standardmäßig die Wahl zwischen verschiedenen Login- und Registrierungsmöglichkeiten: Entweder man legt sich einen eigenen Account bei einem Anbieter an, oder man erstellt einen mit wenigen Klicks über den Login mit dem Google- oder auch Facebook-Account. Glaubt man den Statistiken, wird der Facebook-Account von den Nutzern aber sehr viel häufiger ausgewählt als der von Google, so dass man nun auch hier ordentlich Gas gibt: Über die neue Identy Platform sollen Zugangsdaten nun auf allen Plattformen zur Verfügung stehen.


Sowohl im Chrome-Browser als auch in allen anderen modernen Browsern ist ein Passwort-Manager mittlerweile selbstverständlich, der alle Passwortfelder auf einer Webseite nach einer erstmaligen Eingabe automatisch ausfüllt und so den Nutzer einerseits viel Zeit spart als auch das Merken von Hunderten Passwörtern abnimmt. Auf dem Smartphone hingegen sieht es in diese Richtung bisher noch eher traurig aus, wenn man wieder einmal von den Browsern absieht. Bis jetzt.

smart lock

Mit der Identity Platform will Google nun die Passwörter und Zugangsdaten über alle Plattformen hinweg speichern. Die gespeicherten Passwörter sollen dann sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Seiten und sogar in Apps zur Verwendung kommen. Dazu müssen die Entwickler eine neue API implementieren, über die das vom Nutzer eingegeben Passwort bei Google gespeichert wird. Beim nächsten Start der App, oder wenn der aktuelle Login abgelaufen ist, kann sich der Nutzer ganz einfach mit einem Klick wieder einloggen.

Das ganze System nennt sich Smart Lock und steht ab sofort bei einer Reihe von Partnern, darunter etwa auch Netflix, LinkedIn und die New York Times, zur Verfügung. Da Google über den Chrome Sync ohnehin schon die Zugangsdaten von Millionen von Nutzern auf seinen Servern gespeichert hat, sollten hier auch nur die wenigsten Bedenken haben. Die Bequemlichkeit wird am Ende siegen. Und es gibt wohl auch nichts schlimmeres, als auf einem Smartphone ein Passwort einzutippen – insbesondere mit Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen.

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