Googles mobile Websuche zeigt Knowledge Graph-Fakten jetzt schon in den Suchvorschlägen an

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Sowohl über den Knowledge Graph als auch über die traditionellen Oneboxen kann Googles Websuche viele Fragen mittlerweile direkt beantworten, so dass der Nutzer für einen Großteil der Themen keine andere Webseite mehr besuchen muss. Das spart den Nutzer nicht nur die Recherchearbeit zu einfachen Fakten, sondern natürlich auch viel Zeit. Jetzt möchte man diesen Zeitfaktor noch weiter verkleinern und zeigt in der mobilen Websuche schon direkt in den Suchvorschlägen bestimmte Fakten an.


Über die Oneboxen beantwortet Google schon seit mehr als 10 Jahren einfache Fragen zu Hauptstädten, dem Wetter oder anderen Fakten die sich sehr einfach aus speziellen Quellen extrahieren lassen. Mit der Einführung des Knowledge Graph wurden Millionen von neuen Fakten zu immer mehr Themen in die Websuche eingebaut, so dass ein Großteil der einfachen Fragen sofort beantwortet werden kann. Noch viel länger gibt es auch die Suchvorschläge, und genau diese beiden Features werden nun miteinander kombiniert.

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Statt nur Suchanfragen vorzuschlagen soll der Nutzer seine Antworten nun schon direkt während der Eingabe bekommen – zumindest für einfache Fakten. So wird beispielsweise bei der Suchanfrage nach dem Wetter noch vor der Eingabe der eigentlichen Stadt eine Wettervorschau angezeigt – entweder basierend auf dem Standort des Nutzers oder auf den letzten Anfragen. Genau so verhält es sich auch mit Hauptstädten, dem Alter von Promis oder eben auch der Frage nach dem ersten Releasedatum von Android. Die Frage muss dabei nicht zwingend zu Ende gestellt werden.

Die Autovervollständigung arbeitet in den ersten Tests erstaunlich gut und erkennt tatsächlich noch bevor man zu Ende getippt hat den Sinn der Anfrage. Nun wird dem Nutzer einerseits die fertige Suchanfrage vorgeschlagen, und eben auch schon das erste Ergebnis gleich mitgeliefert – sofern es denn einen Fakt gibt. Dieser kann dann wieder ausgewählt werden um die eigentlichen Suchergebnisse und vielleicht auch weitere Details zu sehen. Die Antworten werden dabei größer dargestellt als die Suchvorschläge um sich abzuheben, und können auch Grafiken enthalten – wie man etwa am Beispiel des Wetters sieht.



So schön diese Funktion aus Sicht der Nutzer auch ist, desto bedrohlicher ist sie für die eigentliche Websuche. Auf lange Sicht kann der Nutzer einfach die ENTER-Taste vergessen, da er ohnehin viele wichtige Antworten schon in den Vorschlägen bekommt. So kann Google einerseits keine Werbung anzeigen, und kann damit hat man auf mobilen Geräten ohnehin Probleme, und zum anderen rücken natürlich auch die Suchergebnisse mal wieder weiter nach unten.

Die Funktion wurde von Google noch nicht offiziell angekündigt, sollte aber weltweit bei jedem Nutzer funktionieren. In meinen Tests hat es auf mehreren Geräten und mit mehreren Accounts sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch problemlos funktioniert.

[AndroidPolice]



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