Google Play Music: Neue Oberfläche mit riesigen Grafiken und im Material Design der Android-App

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Vor einigen Monaten wurde die Android-App von Google Play Music komplett überarbeitet und mit einer neuen Oberfläche im Material Design versehen – und jetzt folgt auch die Desktop-Version diesem Vorbild. Die Oberfläche von Play Music im Browser wurde zwar nur vergleichsweise leicht überarbeitet, wirkt nun aber wie ein komplett neues Produkt. Die Oberfläche setzt nun deutlich mehr als zuvor auf Grafiken und hochaufgelöste Fotos von Künstlern und Alben.


An der Oberfläche von Play Music im Web hat Google in den vergangenen Jahren kaum etwas geändert, so dass diese mittlerweile wieder etwas altbacken gewirkt hat. Sie war – und ist – sehr übersichtlich und sehr auf die Organisation des gesamten Musikkatalogs optimiert, hielt aber das Abspielen von Songs eher im Hintergrund. Dadurch wirkte das ganze eher wie eine Bibliothek als wie ein moderner Musikplayer. Nun haben sich die Designer ein Beispiel an der Android-App genommen und viele Elemente übernommen.

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Im Grunde wurde nur wenig geändert, aber diese Änderungen lassen die gesamte Oberfläche moderner wirken: Die Sidebar wird nun standardmäßig ausgeblendet und kann über das berühmte Hamburger-Menü eingeblendet werden. Dadurch ist die gesamte Seite in der Breite gewachsen und kann nun noch mehr Künstler und Alben gleichzeitig auflisten. Gleichzeitig konnten dadurch auch viele Elemente vergrößert werden, vor allem natürlich die Grafiken – die nun das neue starke Element im Vordergrund der gesamten Oberfläche sind.

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Während Albencover auch weiterhin Eckig dargestellt werden, wie auf einer CD eben üblich, werden die Fotos der Künstler nun in runden Rahmen dargestellt – wie es bei Personen und Kontakten mittlerweile üblich ist. Dadurch lassen sich diese beiden Elemente auch leichter unterscheiden. Hat man ein Album, Künstler oder einen Song ausgewählt, wird die entsprechende Grafik im Vollbild über den gesamten Hintergrund gelegt. Auf den ersten Blick mag das etwas ungewohnt wirken, aber durch diese gigantischen Bilder bekommt die gesamte Oberfläche nun tatsächlich das Feeling eines „echten“ Musikplayers.

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Ziel des Redesigns ist es laut Google gewesen, die gesamte Oberfläche nicht mehr wie eine Webseite wirken zu lassen, sondern viel mehr wie eine App – und das ist ihnen durch die neuen Elemente tatsächlich sehr gut gelungen:

We’re moving towards making the web feel more like an app and less like a series of web pages strung together by links.
 
The new header, the slick transition as you scroll, the collapsible nav, new animations, these all feel like things you expect in an app not on the web.
 
For the increased focus on big, immersive artwork, when you’re listening to music, you can get lost in it (in a good way), With the new album and playlist pages, you enter an immersive world focused on the music you’re enjoying.


Die neue Oberfläche ist ab sofort bei allen Nutzern verfügbar. Da ich Play Music nahezu täglich nutze, bin ich von der neuen Oberfläche um so begeisterter – denn tatsächlich wirkt sie nun wie ein echter Musikplayer und nicht mehr nur wie ein Online-Musikkatalog. Das App-Feeling ist den Designern tatsächlich sehr gut gelungen und könnte so in dieser Form auch bei einigen anderen Web-Services umgesetzt werden. Wie gefällt es euch?

[The Verge]



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comment ommentare zur “Google Play Music: Neue Oberfläche mit riesigen Grafiken und im Material Design der Android-App

  • übrigs machst klasse arbeit lese gern dein Artikel guck immer gern vorbei =)

  • Gerade hat meine Google Music Oberfläche während dem Bedienen vom alten auf das neue Layout umgestellt.

    HUCH!

    Ob es insgesamt gut sit weiss ich nicht aber erst mal sind (wie bei der APP) meine Musikbewertungen von 10000 Stücken mit der 5-Sterne-Skala (Google LAbs Funktion) verschwunden!
    HILFE!
    Die will ich wieder haben! Daumen hoch oder runter ist für mich einfach eine viel zu grobe Kategorie. Man kann doch nicht einfach eine vorhandene Funktion, bei der Daten hinterlegt sind abschaffen!

    Google: Bitte wieder die LABS-Funktion zur Verfügung stellen- und am besten auch in den Apps!
    Andere Programme haben auch in der Regel fünft Sterne- auch bei Fotobeertungen…

    Danke!

  • Und noch eine Verschlechterung:
    Mehrfachmarkieren von Titeln (z.B. um bei allen gemeinsam die Titel-Eigenschaften wie z.B. Interpret, Anzahl CDs usw.) zu ändern geht nun auch nicht mehr!

    🙁

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