62 Milliarden Dollar Barvermögen: Analyst fordert Dividende für Google-Anleger

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Trotz einiger größerer Übernahmen in den vergangenen Jahren wächst Googles gehortetes Barvermögen weiter an und liegt nach Verkündung der letzten Quartalszahlen mittlerweile bei 62,16 Milliarden Dollar – und diese wecken nun Begehrlichkeiten. Ein angesehener Analyst des Finanzunternehmens Bernstein Research fordert nun, dass Google einen Teil des Geldes als Dividende an die Anleger ausschütten soll.


Wenn ein Unternehmen einen solchen Geldberg gesammelt hat wie Google, weckt das natürlich Begehrlichkeiten bei den Investoren und Anlegern, die nun ihren Teil des Erfolgs abhaben möchten – und so ist es kein Wunder, dass diese nun die Forderung des Analysten unterstützen. Doch das Geld liegt natürlich nicht nur ungenutzt auf der hohen Kante, sondern wird von Google eher als riesiger Notgroschen gesehen, mit dem auch sehr große Übernahmen gestemmt werden könnten – wenn dies denn nötig ist.

Dagobert Duck Geldspeicher

Ein Google-Sprecher äußerte sich dazu, dass Konzernchef Larry Page in Zukunft einen Teil des Geldes dafür verwenden möchte um weitere Geschäftsbereiche unter dem Google-Dach aufzubauen, die nicht unbedingt etwas mit dem Technologie-Unternehmen zu tun haben. Page zielt dabei vor allem auf den Gesundheitsbereich und hat dafür in der Vergangenheit bereits eine eigene Division gegründet erst in der vergangenen Woche eine Umstrukturierung vorgenommen, die es ihm erlaubt sich darum zu kümmern.

Desweiteren sagte eine Sprecherin, dass der Notgroschen dafür nötig sei, um sich „schnell zu bewegen“ und auf Marktveränderungen oder neue Konkurrenten schnell reagieren zu können – und unabhängiger vom Guten Willen der Banken und Investoren zu sein. Eine ähnliche Diskussion hat schon Apple in den vergangen Jahren geführt, saß dabei allerdings auf einem nahezu doppelt so hohem Geldberg. Am Ende hat sich Apple doch zu Aktienrückkäufen durchringen können und zahlt nun auch Dividenden.


Die Diskussion um die Verwendung dieses Geldes, das sich bei dem derzeit noch sehr gesunden Unternehmen weiter schnell vermehrt, wird wohl nicht so schnell verstummen. Page sollte also bald konkrete Pläne für die Verwendung vorlegen, wie dieses Geld sinnvoller genutzt werden kann als derzeit. Sonst dürften die Aktionäre wohl auf ihrer Dividende bestehen.

[futurezone]



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