Bericht: YouTube plant kostenpflichtiges Abo-Modell für Werbefreiheit

youtube 

In den letzte Jahren hat YouTube diverse Werbemöglichkeiten für seine Partner eingeführt und zeigt unter anderem Banner im Videoplayer selbst, um den Player herum oder auch ganze Werbespots am Anfang eines Videos – wobei sich diese in den meisten Fällen nach fünf Sekunden überspringen lassen. Schon bald sollen Nutzer aber die Möglichkeit haben, diese Werbung gegen Abschluss eines Abo-Modells komplett abzuschalten.


Die Werbung auf YouTube dient nicht nur zur Finanzierung der Videoplattform, sondern wird anteilsmäßig auch an die Kanalbetreiber ausgeschüttet, die sich damit teilweise den kompletten Lebensunterhalt und noch viel mehr verdienen. Doch die Nutzer sind zunehmend davon genervt, insbesondere wenn stets der gleiche Werbespot vor einem Video abgespielt wird und so mehrmals am Tag angesehen werden muss. Aber dies könnte bald der Vergangenheit angehören.

YouTube Werbung

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf YouTube-CEO Susan Wojcicki berichtet, soll schon bald ein Abo-Modell eingeführt werden, das die Werbung komplett aus YouTube verschwinden lässt. Die Nutzer sollen also für die Werbefreiheit zahlen und müssen somit auch keine Adblocker mehr einsetzen. Nicht wenige Nutzer dürften dies vor allem aufgrund der Werbespots in Betracht ziehen und sich vielleicht für ein solches Abo-Modell entscheiden.

Interessant wird natürlich der Preis für ein solches Abo sein. Immerhin müssen damit die entgangenen Werbeeinnahmen kompensiert werden, sowohl bei einem Power-User als auch bei einem Gelegenheits-YouTuber. Spannend dürfte dann auch die Verteilung dieser Einnahmen sein, denn die YouTuber müssen natürlich ebenfalls etwas von diesem Kuchen abbekommen. Möglicherweise wird die Abo-Gebühr des Nutzers am Ende des Monats auf alle Kanalbetreiber aufgeteilt die der Nutzer in dieser Zeit aufgerufen hat.



Weitere Details zum neuen Abo-Modell hat das Wall Street Journal leider nicht, möglicherweise hat Wojcicki diese Information auch nur in einem Nebensatz fallen gelassen. Im Interview vom Vortag war lediglich vom geplanten Musik-Abo die Rede, aber nicht von einem kompletten Abo-Modell. Bleibt abzuwarten was von diesem Bericht am Ende übrig bleibt.

[WinFuture]



Teile diesen Artikel: