Julian Assange: Google ist nur eine „privatisierte NSA“

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Spätestens seit Edward Snowden und dem Prism-Skandal sehen viele Nutzer die Cloud und all die amerikanischen IT-Unternehmen mit anderen Augen und vertrauen ihnen eventuell nicht mehr ganz so viele sensible Daten wie zuvor. In diese Wunde sticht nun auch Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder um sein Buch zu promoten: Laut ihm ist das gesamte Unternehmen Google nichts weiter als eine „privatisierte NSA“.


Auch wenn Google es nur sehr beschränkt zugeben darf oder will, arbeitet man natürlich mit der NSA zusammen und muss in einigen Fällen auf Anfrage die Daten der Nutzer herausgeben. Allerdings ist Google auch dafür bekannt, das man bereit ist für eine solche Anfrage vor Gericht zu ziehen um die Daten der Nutzer zu schützen. Aber wie mittlerweile bekannt ist, kommt die NSA ja auch mit eigenen Mitteln an ALLE Daten und muss den Umweg über die offizielle Anfrage nicht mehr beschreiten.

Julian Assange Buch

Nun hat sich Julian Assange wieder einmal zu Wort gemeldet um sein neues Buch „When Google met WikiLeaks“ zu promoten und scharf gegen Google geschossen: 2011 hat er den damaligen Google-CEO Eric Schmidt kennen gelernt und dabei erfahren, dass Google praktisch nur eine privatisierte NSA ist. Das Unternehmen sammelt massenhaft Daten der Nutzer und gibt diese an die Geheimdienste und Sicherheitsbehörden weiter – und die Nutzer füttern ihre eigenen Profile vollkommen freiwillig.

Eric Schmidt hat sich bereits zu der Aussage geäußert und Assange als „paranoid“ bezeichnet und noch einmal betont, dass man nicht mit der NSA zusammen arbeite. Letzeres ist zwar nicht die volle Wahrheit, wie jeder weiß, aber Schmidt bezog sich dabei wohl eher auf die enge Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst und der Behauptung, dass man selbst nur eine private Abteilung der NSA ist. Assange dürfte sich dazu wohl nicht weiter äußern, aber den Verkaufszahlen des Buches dürfte es wohl gut tun.

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