No Entry: Britische Kinos verbieten Google Glass

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Seit genau einer Woche ist die Explorer-Edition von Google Glass in Großbritannien erhältlich, und schon gibt es den ersten Ärger: Die britische Kinovereinigung CEA hat verkündet, dass das Tragen der digitalen Brille in den Kinos ab sofort verboten ist und zuwiderhandeln mit Hausverbot geahndet wird. Google hat darauf bereits reagiert und kann die Aufregung kaum verstehen.


Der Kinoverband CEA vertritt gut 90 Prozent aller britischen Kinos und hat einstimmig beschlossen, dass die Datenbrille ab sofort in den Kinosälen der diversen Ketten verboten sind. Der Grund dafür ist natürlich die in den Brillenbügel integrierte Kamera und die Angst, dass die Filme unbemerkt aufgezeichnet und anschließend ins Internet gestellt werden – das können viele Nutzer natürlich nicht verstehen.

Google Glass

Die Kinobetreiber fordern Google-Glass-Träger auf, die Brille abzunehmen und abzuschalten, ansonsten wird ihnen der Zutritt in den Saal verwehrt. Begründet wird dies vor allem damit, dass die Mitarbeiter nicht erkennen können, wie der Nutzer seine Brille gerade nutzt – ob er nun Mails checkt, sie gar nicht nutzt oder gar den gerade abgespielten Film aufnimmt. Letzteres wird aber wohl kaum jemand tun, was auch Google selbst zu bestätigen versucht.

Um den Kinos vollkommen den Wind aus den Segeln zu nehmen, wertet ein Google-Sprecher gar das eigene Gadget ab:

Wir empfehlen Kinos Google Glass wie Smartphones zu behandeln und einfach den Nutzer bitten das Gerät auszuschalten, wenn der Film startet. Man sollte auch Google Glass ausprobieren, bevor man es reglementiert. Da Google Glass am Kopf getragen wird und es bei der Verwendung aufleuchtet, ist es ein lausiges Gerät um heimliche Aufnahmen zu machen.

Es soll nicht nur erkennbar sein, dass gerade eine Aufnahme durchgeführt wird, sondern auch der Akku hält einen ganzen Kinofilm überhaupt nicht durch: Nach 45 Minuten Daueraufzeichnung ist dieser nämlich am Ende, so dass er zumindest zwei bis drei mal gewechselt werden muss um über die gesamte Distanz eines Films zu kommen.


In den USA kam es Anfang des Jahres bereits zu einem ähnlichen Fall, bei dem ein Kinogänger gar von der Polizei abgeführt wurde, da er eine Brille im Kinosaal getragen hat. Als die Beamten dann feststellten dass sich keine Spuren vom Film auf der Brille befinden, wie der Betroffene behauptet hat, ließ man ihn wieder frei. Ob es zu ähnlichen Szenen in Großbritannien kommen wird, wenn ein Kinogänger die Brille erst im Saal herausholt, bleibt abzuwarten…

[futurezone]



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