Gelungener Gag: Googles Cardboard ist eine funktionsfähige VR-Brille

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Wie üblich gab es zum Abschluss der Keynote zur Google I/O wieder Geschenke für alle anwesenden Nutzer. Jeder Teilnehmer bekam eine LG- oder eine Samsung-Smartwatch und einen Gutschein für eine Motorola Moto 360-Smartwatch. Doch das wahre Highlight – nämlich ein Pappkarton – wurde von vielen Anwesenden zuerst unterschätzt. Jetzt ist die Begeisterung über das „Cardboard“ dafür umso größer.


In dem von Google ausgehändigten Pappkarton – mit der Bezeichnung Cardboard – befanden sich noch ein Gummiring, zwei Magnete, zwei Linsen und etwas Klebeband. Fügt man all diese Dinge zusammen, kann man sich daraus ein sehr schönes Spielzeug bauen und die Alltags-Gegenstände werden zu einem beeindruckenden Gadget, wie es Sundar Pichai verkündet hat.

Cardboard

In das Carboard, das aussieht wie ein zu groß geratene Brille oder Headset, wird ein Smartphone eingeschoben, auf dem die dazugehörige App installiert sein muss. Anschließend hat man eine VR-Brille, die beeindruckende Bilder zeigen soll. Die App übernimmt die Anzeige der Bilder, das Smartphone erkennt die Bewegung und Kopfdrehung des Nutzers und passt das Bild entsprechend an. Der Nutzer hat dabei das Erlebnis, dass er sich in einer virtuellen 3D-Welt befindet.

Cardboard

Als weiteres Highlight – wenn man es denn so nennen möchte – gibt es auch noch einen kleinen Magnet-Schalter mit dem zum nächsten Bild gewechselt werden kann. Das Smartphone erkennt via Magnetfeld-Sensor die Bewegung des Schalters und kann so, ganz ohne physische Verbindung, darauf reagieren und zum nächsten Bild wechseln. Die Besitzer des Cardboard, die das Gadget anfangs vollkommen unterschätzt haben, zeigen sich von dem „Gerät“ sehr begeistert.

Cardboard


Auch wenn das ganze viel mehr als Gag gedacht gewesen ist, hat Google dennoch ein wahres Projekt drumherum gebaut. Seinen Ursprung hat es in der 20%-Zeit der Mitarbeiter gefunden. Ob Google dieses Projekt weiter entwickeln wird – dann vielleicht mit „echter“ Hardware – bleibt abzuwarten. Sehr wahrscheinlich möchte man einfach zeigen, wie einfach ein solches Projekt realisiert werden kann – und dafür hat Mark Zuckerberg 2 Milliarden Dollar ausgegeben 😉

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