Erste Eindrücke des Chromecasts

chromecast 

Vor wenigen Tagen hat Google den Chromecast auch in Deutschland und weiteren Ländern veröffentlicht. Für 35€ (ggf. zzgl. Versand) kann man sich den Stick in Google Play oder etwa bei Amazon* kaufen. Auch ich habe den Stick inzwischen erhalten und muss sagen, dass das Ding auf jeden Fall sein Geld wert ist. 

Die Einrichtung ist extrem simpel und sollte auch von Laien ohne größere Probleme machbar sein.

Neben dem Stick findet man in der Schachtel auch ein Netzteil mit einem doch recht langen USB-Kabel und ein kurzes HDMI-Verlängerungskabel. Nachdem man den Stick angeschlossen hat und mit Strom versorgt hat, bootet der Stick und man bekommt die Aufforderung angezeigt auf einem PC oder Smartphone chromecast.com/setup aufzurufen. Auf Windows und Mac bekommt man einen Download angeboten, auf Android wird man auf den Google Play Store verwiesen.

Der Chromecast hat während der Einrichtung ein offenes WLAN, welches „Chromecast + vierstellige Zahl“ heißt, etwa Chromecast1234. Bei der Einrichtung mit einem PC ist es vermutlich nötig, dass der PC auch WLAN hat, da eine Verbindung mit dem offenen WLAN hergestellt wird. Das Setup ist recht selbsterklärend.

Man muss bestätigen, dass man auch den richtigen Chromecast ausgewählt hat. Dazu wird auf dem TV ein Code angezeigt, etwa „A1B2“. Anschließend werden die WLANs aufgelistet, die der Stick „sieht“. Hier muss man dann das Passwort eingeben oder zumindest auf Windows kann man das Passwort des WLANs auch einfügen. Dazu liest das Programm von Google das gespeicherte Passwort des WLANs vom PC aus.

Die Einrichtung mit der Chromecast App für Android ist recht ähnlich. Hier muss das Passwort des WLANs aber händisch eingetragen werden.

Anschließend werden die Daten an den Chromecast übertragen und der Stick stellt eine Verbindung zum eigentlichen WLAN her. Ist der Stick an und man ruft etwa ein YouTube-Video auf, dann erscheint das bekannte Icon:

2014-03-29 13_58_20-Quick And Easy_ Wireless Redstone - YouTubeMit einem Klick kann man dann das Abspielen auf dem TV auslösen. Man muss sich allerdings im gleichen WLAN befinden.

Recht nützlich kann auch die Chrome-Erweiterung Google Cast sein. Diese überträgt den ausgewählten Tab mit etwas Latenzzeit aber inklusive eventuell vorhandenen Ton auf das TV-Gerät. Es wird dabei nur der Tab-Inhalt übertragen.

In den Einstellungen der Erweiterung kann man festlegen, in welcher Qualität übertragen werden soll. 1080p, die der Stick zwar kann, gibt es derzeit noch nicht zur Auswahl.

2014-03-29 14_02_34-Google Cast extension options

Neben YouTube und Chrome habe ich auch noch kurz Watchever getestet. Hier finde ich die Bedienbarkeit der Android-App gegenüber der Webseite besser. Die Streams laufen flüssig.

Ein bisschen schade finde ich, dass (derzeit) Amazon Instant Video fehlt. Die Inhalte mittels der Chrome-Erweiterung Google Cast zu übertragen geht nicht. Während die meisten Flash-Inhalte übertragen werden, wird Silverlight nicht unterstützt. Ich persönlich erwarte nicht, dass Amazon Instant Video für den Chromecast angeboten wird. Aber nachdem der Chromecast derzeit die Nummer 1 auf Amazon in der Kategorie Computer & Zubehör ist, darf man hoffen.

Was wohl aktuell auch nicht ohne Reset geht: ein anderes WLAN einrichten.

Mein Fazit nach rund 4 Stunden testen: 35€ dafür lohnen sich.

Was ist Euer Eindruck vom Chromecast?

* Partnerlink zu Amazon.de

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comment ommentare zur “Erste Eindrücke des Chromecasts

  • Verstehe ich das richtig, dass man, wenn man YouTube auf dem Fernseher mit Chromecast anschauen will und man kein Smartphone hat auf jeden Fall den Computer am laufen haben muss?

    • Du musst das Video am Computer nur an den Chromecast schicken. Wenn du dir also einen Film von Google Play o.ä. anschaust, klickst du am Computer auf Abspielen und kannst dann die Website verlassen, den Computer ausschalten oder auch ein anderes Video anschauen.

  • Ich kann in Verbindung mit dem Chromecast nur den Plex Mediaserver mit der dazugehörigen APP empfehlen! Die eigenen Filme, Serien, Videos, Bilder und die eigene Musik mit einem Klick über den Chromecast am Fernseher genießen.

  • Pingback: Anonymous
  • Hab mir das Ding gestern bei Saturn gekauft und bin überzeugt. Den größten Mehrwert erlangt der/die/das Chromecast allerdings durch die App MediaThek Cast.

    Wenn jetzt noch der Defaultscreen angepasst werden könnte, dann wäre ich noch zufriedener. Ich brauch da auch keinen Hinwies wo ich mehr über Chromecast erfahren kann. Ich habe es mir doch schon gekauft. 🙂
    Für Google Musik Play erwarte ich mir auch noch etwas mehr. Nur das Cover beim abspielen ist etwas dürftig und sieht meist auch nicht ganz so schick aus.

    PS: Danke für den Hinweis das es sich bei den Netzstecker wirklich um ein USB-Kabel handelt. Ist mir gar nicht aufgefallen und hatte mich schon etwas geärgert.

  • Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass man mit dem Chromecast keine YouTube-Livevideos abspielen kann. Das ist für mich ein KO Kriterium, damit ist er aus dem Rennen.

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