Chrome Web Store: Auch Extensions & Themes können jetzt kostenpflichtig sein

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In den mobilen App Stores wie Google Play haben sich die Nutzer mittlerweile längst daran gewöhnt, dass es nicht mehr alles Gratis gibt und viele Apps und Spiele bezahlt werden müssen. Ganz anders sieht es derzeit noch im Chrome Web Store aus, da hier bisher so gut wie alles ebenfalls Gratis zur Verfügung stand. Ab sofort bietet Google den Entwicklern nun aber auch die Möglichkeit, ihre Chrome-Erweiterungen zu verkaufen.


Auch wenn es einige vorbildliche Ausnahmen gibt, besteht doch ein Großteil der Chrome Apps immer noch aus einem einfachen Link zu einem Web-Service der dem Nutzer keinen wirklichen Mehrwert gegenüber einem normalen Bookmark bietet. Die fehlende Qualität sieht Google offenbar in der Tatsache, dass die Entwickler derzeit noch von Luft und Lieben leben müssen und ihre Erweiterungen bisher nicht monetarisieren konnten – bis jetzt.

Chrome Web Store

Ab sofort können nun auch Erweiterungen und Themes zu einem beliebigen, vom Entwickler selbst festgelegten, Preis über den Web Store verkauft werden. Damit dem Nutzer die Wahl einfacher fällt, gibt es nun auch für Apps und Erweiterungen die Möglichkeit, diese für einen kurzen Zeitraum von wenigen Minuten gratis auszuprobieren. Für Themes steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung, wahrscheinlich auch aus gutem Grund.

Eine weitere neue Möglichkeit sind auch die In-App Payments bei den Packaged Apps und Extensions, mit dem sich die Nutzer weitere Möglichkeiten dazukaufen können. Bisher war dies nur den Hosted Apps vorbehalten. Ebenfalls neu ist auch die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Abonnement für eine App abzuschließen, so dass sich für den Entwickler auch die langfristige Pflege seines Produkts lohnt.

Übersicht über die neuen Features:
Chrome Web Store Table

Um die Apps einfacher zu pflegen, hat Google auch die Web Store API erweitert um Apps aus der Ferne hochladen und aktualisieren zu können. Über neue offene Schnittstellen kann diese API nun in bestehende Entwicklungsumgebungen integriert werden, so dass man sich nicht mehr durch langwierige Upload-Prozesse in der Web Store-Oberfläche kämpfen muss.

Da sich Googles Chrome OS immer weiter verbreitet und mittlerweile auch in der breiten Masse akzeptiert wird, war es natürlich nur eine Frage der Zeit bis Google auch den Web Store ordentlich aufbohrt. Natürlich darf man jetzt keinen plötzlichen Qualitätssprung erwarten, aber der Nutzen der Apps dürfte sukzessive ansteigen und das Bezahlmodell in Zukunft genau so etabliert werden wie bei Google Play & Co.

» Ankündigung im Chromium-Blog



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