Nervige Newsletter abbestellen: GMail bekommt Unsubscribe-Button

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Laut einer Statistik aus dem Jahr 2011 sind weltweit fast 90% aller Mails die verschickt werden vom Empfänger unerwünscht – sei es nun Spam oder nervige Newsletter. Um dies einzudämmen hat GMail seit Anfang an einen starken und sehr zuverlässigen Spam-Filter – und jetzt geht es auch den Newslettern an den Kragen. Derzeit rollen die Entwickler einen Unsubscribe-Button aus, mit dem die lästigen Newsletter entabonniert werden können.


GMail ist mittlerweile auch sehr gut darin festzustellen, welche Mails den Nutzer interessieren und welche eher uninteressant sind und kann diese in verschiedene Posteingänge sortieren. Auch die Erkennung von Inhalten funktioniert immer besser, so dass die Software aus der Kombination der Kategorie und der Wichtigkeit einer Mail gut vorhersehen kann ob der Unsubscribe-Button Sinn macht und angezeigt werden sollte.

GMail Unsubscribe

Ist die Mail für den Button „qualifiziert“, wird der Unsubscribe-Link direkt neben der Mail-Adresse des Absenders angezeigt. Mit einem Klick darauf landet man aber nicht zu einer der typischen Webseiten auf denen man sich (teilweise erst nach Login) abmelden muss, sondern GMail übernimmt dies für den Nutzer. Es wird eine automatisierte Mail an den Absender geschickt, in dem er aufgefordert wird den Nutzer aus dem Verteiler auszutragen. Die Arbeit liegt dann also beim Versender, nicht mehr beim Empfänger.

Natürlich ist dieser Button und die damit verschickte Mail keine Garantie dafür dass der Absender den Nutzer tatsächlich zukünftig in Ruhe lässt, aber diese Gewissheit hat man ja bei den üblichen Formularen auch nicht immer. Google selbst gibt an, dass diese automatisierten Mails nicht immer funktionieren, man aber mit der Industrie zusammen arbeitet um eine Art Standard für diese Mails zu entwickeln, so dass auch diese wieder automatisiert eingelesen und der Nutzer ohne Zutun entfernt werden kann.

Der Button wird natürlich nur bei den Mails angezeigt die dafür qualifiziert sind. Bei einem Personenkontakt würde er wenig Sinn machen und bei einer Spam-Mail wäre er in den meisten Fällen gar fatal. Oftmals erfährt der Absender nämlich erst durch eine Antwortmail dass die Adresse tatsächlich existiert und dann geht die Mailflut erst so richtig los. Derzeit wird mir der Button nur in der englischen Oberfläche, aber auch nicht in allen Accounts, angezeigt. Auf deutsch habe ich ihn bisher noch nicht gesehen.

[The Verge]



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