Online-Werbung: Google und Axel Springer verkünden Kooperation

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Heute Vormittag konnte Google überraschend den Abschluss einer neuen Partnerschaft in Deutschland verkünden: Googles Werbedienstleister DoubleClick übernimmt ab dem kommenden Jahr die Vermarktung aller medialen Angebote des Axel-Springer-Verlags. Die Partnerschaft gilt über mehrere Jahre.


Wer hätte gedacht dass die beiden noch einmal Freunde werden: Gerade in diesem Jahr haben der Axel-Springer-Verlag und Google gegeneinander im umstrittenen Leistungsschutzrecht gekämpft, und kaum 4 Monate später sind die beiden Unternehmen nun enge Partner mit großen finanziellen Vorteilen für beide Seiten.

Ab Anfang nächsten Jahres übernimmt Googles DoubleClick die Vermarktung der Werbeflächen auf den Online-Angeboten des Springer-Verlags, die unter der Marke Axel Springer Media Impact (ASMI) gebündelt sind. Die Vermarktung von „Premium-Werbeplätzen“ will der Verlag aber weiterhin im Haus behalten und selbst übernehmen.

Google spricht nach Abschluss der Partnerschaft von einem „Meilenstein“ und kann die Reichweite seines Werbenetzwerks dadurch noch einmal deutlich erhöhen. Ohnehin setzen zwar schon heute viele Springer-Angebote auf Google AdSense-Werbung, durch die Vermarktung dieser Plätze über das DoubleClick-Programm sind diese aber deutlich lukrativer für beide Seiten – und auch für die Werbekunden.

Google hofft, dass dieser Partnerschaft in Zukunft noch einige weitere Medienunternehmen folgen und mit dem DoubleClick-Netzwerk zusammen arbeiten werden.

Die gegensätzlichen Ansichten in punkto Leistungsschutzrecht sollen von dieser Zusammenarbeit, laut deutlicher Aussage des ASV, nicht betroffen sein.

[heise]



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comment Ein Kommentar zu “Online-Werbung: Google und Axel Springer verkünden Kooperation

  • So schnell kann’s gehen, gestern noch wollte AS Google mit dem Leistungsschutzrecht ans Bein pinkeln (woraus ja, wie bekannt und zu begrüßen ist, nichts geworden ist) und jetzt greift auf einmal sogar die Einsicht bei AS, dass man mit einem Kontra-Google Kurs sich langfristig selber schadet anstelle die von Google bereitgestellten Services auch zum eigenen Vorteil zu nutzen.

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