Project Loon: Google X ermöglicht Internetzugang mit Ballons in der Atmosphäre

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Vor wenigen Stunden hat Google mal wieder ein recht verrücktes Projekt aus den Google X Labs angekündigt: Google Loon. Dabei handelt es sich um bis zu 15 Meter große Ballons die Google in den Himmel steigen lässt und diese als mobile Sateliten zum anbieten von Internetzugängen einsetzt. In diese Woche hat Google bereits 30 Ballons starten lassen.


Google X ist mittlerweile berühmt für außergewöhnliche Ideen wie das Self Driving Car oder Google Glass bekannt und bringt mit Loon nun die neueste mögliche Innovation. Noch immer haben mehr als Zwei Drittel der Menschheit keinen Zugang zum Internet, was teilweise daran liegt das die Preise in manchen Regionen mehr als ein Monatsgehalt kosten. Google Loon soll dieses Problem nun lösen.

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Die Ballons schweben in doppelter Höhe von Passagier- und Transportflugzeugen und fungieren als mobile Zugangsstationen zum Internet. Die Ballons bauen dabei untereinander ein Netzwerk auf und stellen so eine Datenverbindung her. Auf der Erde können passende Empfangsgeräte dann eine Verbindung zu den Ballons herstellen und haben so Zugang zum Internet – auch in Regionen in denen es noch gar keinen oder keinen bezahlbaren Ausbau gibt.

Laut eigenen Angaben tüftelt Google bereits seit längerer Zeit an diesem Projekt und hat nun in Neuseeland erstmals 30 Ballons steigen lassen. Nun benötigt das Unternehmen Unterstützung von anderen Unternehmen und Staaten um das Projekt fortzuführen und zur Reife zu bringen. Noch befindet es sich in einem experimentellem Status, könnte aber schon in wenigen Jahren tatsächlich das „Internet-Problem“ auf der Erde lösen.

Wir halten einen Ring von Ballons für möglich, die, von stratosphärischen Winden vorwärts getrieben, den Erdball umrunden und den Menschen auf der Erde eine Verbindung zum Internet ermöglichen. Wir befinden uns noch ziemlich am Anfang, haben jedoch bereits ein System gebaut, das auf Ballons basiert. Sie werden in doppelter Flughöhe kommerzieller Transportflugzeuge vom Wind angetrieben und eine Internetverbindung mit der Erde herstellen, deren Bandbreite mindestens der von 3G-Netzwerken entspricht. Wir hoffen, dass diese Ballons künftig eine Option sein könnten, um ländliche, abgelegene und schlecht abgedeckte Landstriche zu versorgen oder nach Naturkatastrophen die Kommunikation sicherzustellen. Die Idee mag ein wenig verrückt erscheinen – ein Grund für die Bezeichnung Project Loon –, sie beruht jedoch auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage.

Das Projekt soll aber auch bspw. bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommen, um stets eine Kommunikation zu ermöglichen auch wenn die Leitungen auf der Erde zerstört sind. Die Ballons sind mobile und können durch eigenen Antrieb zu verschiedenen Orten fliegen. Durch ausgeklügelte Algorithmen wird auch ein schweben an einer Stelle oder eine langsame Fortbewegung bei starkem Wind möglich.

Google Loon

Google scheint Gefallen daran gefunden zu haben, etwas in die Atmosphäre zu schießen, erst im letzten Monat wurden die fliegenden Windturbinen von Makani vorgestellt, die zur Stromerzeugung genutzt werden sollen.

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