Google plant öffentliche Datenbank gegen Kinderpornografie im Web

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Google hat angekündigt, sich künftig noch mehr gegen Kinderpornografie im Internet einzusetzen und etwaige Bilder aus dem Netz zu verbannen. Dafür baut das Unternehmen nun eine Datenbank mit Hash-Werten solcher Bilder auf und will in Kooperation mit weiteren Unternehmen, Behörden und Hilfsorganisationen dafür sorgen, dass einmal entfernter Content nicht mehr veröffentlicht werden kann.


An die von Google betriebene Datenbank sollen alle obszönen Inhalte gemeldet werden, so dass daraus ein Hash-Wert (digitaler Fingerabdruck) erstellt werden kann. Andere Unternehmen können dann kostenlos auf diese Datenbank zugreifen und ihre eigenen Bilder durch diese Filter laufen lassen, so dass Kinderpornografisches Material automatisch gelöscht bzw. gar nicht erst auf den Server hochgeladen wird.

Laut eigenen Angaben betreibt Google intern bereits seit 2008 eine solche Datenbank und konnte entsprechendes Material damit sehr erfolgreich aus der eigenen Web- und Bildersuche verbannen. Durch die Öffnung wäre es dann auch Betreibern von Foto-Portalen und Webspace-Anbietern möglich, den Hash-Wert einer Datei durch die Datenbank zu jagen.

Außerdem wird Google 5 Millionen Dollar zur Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen und Hilfsorganisationen im Kampf gegen die Kinderpornografie zur Verfügung stellen. Wenn die Verbreitung solcher Werke allerdings stark eingeschränkt wird, wird sich der „Markt“ ganz von selbst dezimieren und leistet damit einen starken Beitrag gegen die Erstellung solchen Materials.

Googles SafeSearch-Filter arbeiten übrigens keinesfalls nur automatisch: Ein ehemaliger Google-Mitarbeiter hat im letzten Jahr über seine psychischen Leiden ausgepackt, die er durch das betrachten von bis zu 15.000 kinderpornografischen Fotos täglich (!) erlitten hat.

» Ankündigung im Google-Blog

[heise]



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comment Ein Kommentar zu “Google plant öffentliche Datenbank gegen Kinderpornografie im Web

  • Und in Deutschland will man das Thema zu den Akten legen 🙁
    Find ich gut, dass Google weiter am Ball bleibt.

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