Eric Schmidt: Google soll in Zukunft auch Inhalte vergessen

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Googles Aufsichtsratsvorsitzender Eric Schmidt macht mal wieder durch eine Aussage in einem Interview von sich reden: Gegenüber dem britischen Telegraph sagte er, dass es in Zukunft auch Googles Job sein wird, für das digitale Vergessen zu sorgen. Damit soll verhindert werden, das einem peinliche Inhalte lebenslang verfolgen.


Es kann so schnell gehen: Wird ein peinliches Partyfoto, auf dem man sich vielleicht nicht von der allerbesten Seite zeigt, einmal ins Netz gestellt und im schlimmsten Falle auch noch getaggt, kann einen solch ein Foto für sehr lange Zeit verfolgen. Auch die eine oder andere Aussage oder Beleidigung vor 5 Jahren in einem Internet-Forum kann vom zukünftigen potenziellen Arbeitgeber schnell wieder gefunden werden.

Wir alle sind laut Schmidt die erste Generation, die ihr komplettes Leben in Bildern festhält und dieses auch relativ offen mit der ganzen Welt teilt. Und da das Internet bekanntlich nichts vergisst, kann das natürlich ernste Folgen für die Zukunft jedes einzelnen haben. Daher setzt sich Schmidt für das digitale Vergessen ein und regt eine Art Ablaufdatum für Inhalte an.

Es gab noch nie eine solche Generation, die ihr komplettes Leben in Form von Bildern festgehalten hat. Wir [Anm.: Google] sind dafür verantwortlich, dass wir gewisse Informationen nach einer Weile einfach vergessen. Das ist einfach das Richtige

Fraglich ist natürlich, wer bestimmt wie lange eine Information relevant ist und gespeichert werden soll und was nach Ablauf dieser Frist mit den Daten passiert. Denkbar wäre es natürlich, dass alte Inhalte einfach nicht mehr in der Suchfunktion auftauchen, aber die Daten dennoch jederzeit vom Nutzer abgerufen werden können. Genauere Angaben über die technischen Details machte Schmidt nicht.

Weiterhin findet Schmidt es mittlerweile befremdlich, was die Nutzer alles von sich preisgeben und mit der ganzen Welt teilen. Als Beispiel nennt er Ultraschallbilder, die gerne von werdenden Eltern gepostet werden, und ihr Kind damit theoretisch schon in die Öffentlichkeit stellen, bevor es überhaupt einen Namen hat.

[futurezone]



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