Studie: Negativer Eintrag bei Google Suggest bleibt jedem 3. Nutzer in Erinnerung

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Nicht zuletzt durch die medienwirksame Klage von Bettina Wulff gegen Google Suggest ist eine erneute Diskussion um die Autovervollständigen-Funktion der Websuche entbrannt. Wie eine kürzlich durchgeführte Studie nun belegt, ist ein negativer Eintrag in dieser Liste tatsächlich dauerhaft rufschädigend.


Hat sich ein Gerücht erst einmal im Web verbreitet, lässt es sich kaum wieder beseitigen – der Versuch dessen führt meist in die entgegengesetzte Richtung. Eines der Werkzeuge zur indirekten Verbreitung ist eben auch Googles Vorschlagsfunktion Suggest, hat es ein Eintrag erst einmal in diese Liste geschafft wird er natürlich entsprechend noch öfter aufgerufen und verschwindet dort nicht mehr so schnell.

Folgende Studie belegt die Folgen dieser Vorschlagsfunktion:
Google Suggest Studie
Tatsächlich wird bei der Suche nach Unternehmen tatsächlich ein sofortiger negativer Eindruck erweckt – was für die Gewinnung von Neukunden natürlich katastrophal ist. 25% der Suchenden behalten diesen negativen Eindruck dauerhaft in Erinnerung und jeder 3. informiert sich zumindest über die Hintergründe der jeweiligen Geschichte.

Anders bei Privatpersonen: Dort lässt sich nur nahezu jeder 10. von einem negativen Eintrag beeinflussen, aber jeder 3. behält diesen dauerhaft in Erinnerung, nur gut jeder 5. informiert sich über das Gerücht / den Vorfall der diesen Eintrag ausgelöst hat. Es bleibt festzuhalten, dass zumindest der reine Eintrag für Privatpersonen nicht ganz so negative Folgen hat.

Suggest abschalten? Und wo ist die Grenze?
Auch in Zukunft werden weitere Klagen von Unternehmen und VIPs bei Google eingehen und Google würde sich einen gefallen damit tun diese Funktion für Personen und Unternehmen zu deaktivieren bzw. negative Einträge automatisch herauszufiltern. Bleibt die Frage wo die Grenze zwischen Zensur (welche durchaus z.B. schon bei illegalem oder Ü18-Content praktiziert wird) und Schutz des Betroffenen zu ziehen ist.

Die Vorschlagsfunktion wird mittlerweile auf sehr vielen Webseiten eingesetzt und ist für viele nicht mehr wegzudenken – etwa facebook, amazon oder eine beliebige andere Suchmaschine. Außerdem bleibt zu klären ob so ein Suggest-Eintrag tatsächlich mehr zur Verbreitung eines Vorfalls beiträgt als etwa ein Artikel auf einer populären Internetseite oder Blog.

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