Flüge in den Suchergebnissen: Konkurrenz beklagt Traffic-Einbruch

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Seit einigen Wochen bindet Google die Ergebnisse seiner Flugsuche direkt in die Suchergebnisse ein – und handelt sich damit Ärger mit der Konkurrenz ein. Bei der Übernahme von ita Software, die sich für Google mehr als schwierig gestaltet hat, mussten einige Zugeständnisse gemacht werden – und an genau diese hält sich Google nicht. Sehr zum Ärger von Expedia & co.


Sucht man bei Google z.B. nach einem Flug von Los Angeles nach New York wird mittels ausklappbarer OneBox eine Liste von Flügen angezeigt – inklusive Links zu den Buchungsformularen der Airlines. Ein nettes Tool für uns suchende, allerdings eine Katastrophe für alle Reise-Suchmaschinen. Diese beklagen durch das neue Feature einen Traffic-Einbruch.

Bei der Übernahme hat Google versprochen, Techniken zu entwickeln die sogar noch mehr Traffic auf die Seiten der Konkurrenz leiten sollte – doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Google argumentiert damit, dass die Fluggesellschaften – von denen die Daten stammen – darauf bestehen. Die Fluggesellschaften sparen sich durch die direkte Buchung via Google 10$. Eine Buchung über eines der Reiseportale verursacht Kosten von 11$, während die direkte Buchung nur 1$ kostet.

Google steht also im Grunde zwischen beiden Fronten und das ganze wird sich wohl nur vor Gericht ausfechten lassen. Andererseits sitzt Google am längeren Hebel, da ein Großteil der Reise-Suchmaschinen im Internet widerum auf die Daten von ita (jetzt Google) zugreifen. Warum also soll der User von Google zu einer Suchmaschine weitergeleitet werden die auf exakt die gleichen Daten zugreift?

Bei der damaligen Ankündigung der Übernahme hat Google viele neue Features versprochen – abwarten was die Konkurrenz dazu sagt wenn Google erstmal richtig loslegt und evt. sogar Direkt-Buchungen erlaubt…

[golem]



comment Ein Kommentar zu “Flüge in den Suchergebnissen: Konkurrenz beklagt Traffic-Einbruch

  • Da kommt schon wieder der nächste jahrelange Rechtsstreit, nachdem Google sich ja gerade erst mit den Zeitungsverlegern bezüglich Google News geeinigt hat…

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