Orchester 2011
Bereits dieses Jahr hat Google über YouTube ein Online-Symphonieorchester gesucht. Nun geht es in die nächste Runde. Die Gewinner werden gemeinsam im wohl berühmtesten Opernhaus der Welt in Syndey spielen. Das YouTube Symphonieorchester 2011 wird präsentiert von Hyundai. 

Im YouTube Symphonieorchester 2011 setzt sich aus Amateuren zusammen. Diese können dabei ihr Know-how und ihre Erfahrung beim Musizieren mit Unterstützung einiger der führenden Künstler klassischer Musik der Welt präsentieren. Unterstützt wird es vom Opernhaus Sydney, dem mit einem Grammy ausgezeichnete Dirigent Michael Tilson Thomas, dem London Symphony Orchestra, der Berliner Philharmoniker sowie vielen weiteren führenden Institutionen und Persönlichkeiten aus der Welt der klassischen Musik. Die Musiker, die für das YouTube Symphonieorchester 2011 ausgewählt werden, werden eingeladen, eine Woche lang an Proben und Meisterkursen im Rahmen einer Orchesterveranstaltung des Opernhauses Sydney im März 2011 teilzunehmen. Höhepunkt des Ganzen wird eine Aufführung unter dem Dirigenten Michael Tilson Thomas sein. 

Das Online-Vorspielen für das YouTube Symphonieorchester 2011 beginnt am 12. Oktober 2010 und endet am 28. November 2010. Um teilzunehmen, können Musiker aus der ganzen Welt Videos von vorgegebenen Stücken hochladen, um ihre musikalischen und technischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Neu in diesem Jahr ist eine zweite Kategorie für improvisierende Solisten. Dadurch wird das Vorspielen über traditionelle klassische Instrumente hinaus erweitert und die Online-Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Für das Vorspielen als Improvisationssolist können Musiker – egal welches Instrument sie spielen – eine Original-Improvisation einreichen, die auf der Neukomposition "Mothership" des Komponisten Mason Bates basiert. Damit haben sie die Chance, ihr eigenes Solo während der öffentlichen Aufführung zu spielen. Eine Jury aus Vertretern der führenden Orchester der Welt wird aus den Bewerbungen die Halbfinalisten in beiden Kategorien auswählen. Die YouTube-Community stimmt vom 10. bis zum 17. Dezember 2010 online für die Halbfinalisten ab. Die Musiker, die aus dieser Gruppe der Halbfinalisten ausgewählt wurden, werden auf YouTube am 11. Januar 2011 bekannt gegeben. Die offiziellen Teilnahmeregeln sowie eine Liste von Fragen und Antworten finden sich direkt im Kanal des YouTube Symphonieorchesters

Die öffentliche Aufführung am 20. März 2011 wird per Live-Stream auf YouTube übertragen. Der Dirigent und künstlerische Berater Michael Tilson Thomas dazu: "Wir loten aus, wie die 1200-jährige Tradition klassischer Musik in den Hightech-Bereich vordringen kann. Und was dies für ihre Botschaft und die Pflege ihres Erbes bedeutet. Das YouTube Symphonieorchester in der Carnegie Hall war ein erster Schritt bei diesem Prozess. Das YouTube Symphonieorchester 2011 im Opernhaus Sydney wird der nächste Schritt sein. Denn wir wollen über den Proberaum und den Konzertsaal hinaus ein globales Publikum erreichen." 

"Wir sind begeistert, dass das YouTube Symphonieorchester weiter Bestand hat”, so Ed Sanders, Senior Marketing Manager bei YouTube. "Dies ist eine fantastische Möglichkeit, die Menschen miteinander zu verbinden und zu inspirieren. Letztes Jahr haben wir dazu beigetragen, einen digitalen Treffpunkt für klassische Musiker auf der ganzen Welt zu schaffen. 2011 wollen wir sehen, wie die lebendige Online-Musik-Community – sei es Klassik oder andere Stilrichtungen – zusammenarbeitet, um im Rahmen dieses Projekts etwas ganz Besonderes zu schaffen." 

"Michael Tilson Thomas spricht davon, über Proberaum und Konzertsaal hinaus zu wirken. Und das Opernhaus Sydney wird gerne seine einzigartigen Erfahrungen und Räumlichkeiten auch über unseren physischen Standort hinweg dazu beitragen", so Richard Evans, CEO des Opernhauses Sydney. "Als Gastgeber für das YouTube Symphonieorchester 2011 agieren wir nicht nur vor Ort, sondern auch online, um mit Musikern auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Gleichzeitig bieten wir der globalen YouTube-Community die Gelegenheit, sich direkt an diesem Feuerwerk der Kreativität und seinen bleibenden Auswirkungen zu beteiligen." 

Das YouTube Symphonieorchester wird auch in einigen weiteren Ländern durch lokale Musikinstitutionen unterstützt, darunter das San Francisco Symphony Orchestra, das New York Philharmonic Orchestra und das Seoul Philharmonic Orchestra.  
Chrome

In den Chromium Builds tauchte die Versionsnummer 8 schon vor einigen Tagen auf, jetzt hat Google ein Dev-Version veröffentlicht. Große neue Features gegenüber der aktuellen Beta gibt es nicht, aber Chrome Labs hat deutlich mehr Features.

Diese sind: Background WebApps, GPU Accelerated Canvas 2D und XSS Auditor. Für weitere Details schaut Euch einfach die Artikel dazu an, diese findet Ihr unter dem Tag "chrome labs"

Nach jetzigen Stand wird es diese Features in Chrome 8 geben - eine Auswahl: Das PDF-Plugin wird standardmäßig deaktiviert. Man denkt derzeit noch darüber nach ob man dann andere PDF-Plugins deaktiviert, wenn das PDF-Plugin aktiviert ist und umgekehrt. Das integrierte Flash-Plugin soll auf Windows in eine Sandbox kommen. Auf Linux oder Mac ist das bereits in einer solchen.

Chrome 8

Click-to-play wurde für Chrome 7 doch noch deaktiviert, da es zu viele Fehler gab. Diese sollen mit Chrome 8 ausgebessert werden. Außerdem ist ein neues UI geplant. Ein Redesign soll es auch für die Infobars geben.

Google verfolgt - wohl eher im Zusammenhang mit Chrome OS - den Ansatz, dass alles was geht synchronisiert werden soll. Für Chrome 8 ist der Sync von Passwörtern geplant. Der PopUp-Blocker von Chrome blockiert diese Werbung noch nicht wirklich. Zwar wird das öffnen verhindert. In Wahrheit aber wird er nur ausgeblendet und dennoch geladen. Dies soll sich mit Chrome 8 ändern.

Chrome 8 wird circa sechs Wochen nach Chrome 7 erscheinen. Die siebte Hauptversion müsste in den kommenden Tagen freigegeben werden. Im Dossier unten findet ihr die zeitliche Entwicklung. 
Chrome

Ein Entwickler von Chromium hat nun eine Erweiterung für Chrome veröffentlicht, die eines der fehlenden Features von Chrome nachrüstet: Das Setzen eines Bildes als Hintergrund für Desktop. Derzeit funktioniert die Extension aber nur auf Windows.

Bild als Hintergrund festlegenDie Erweiterung greift auf die NPAPI zurück. Durch diese erhält der Entwickler erweiterte Zugriffe das System. Google selbst empfiehlt Entwickler soweit wie möglich darauf zu verzichten. Der Entwickler selbst arbeitet an Chromium und hat auch den Quelltext der Erweiterung freigeben.


Zum Setzen als Hintergrund klickt man wie in anderen Browsern auch das Bild mit der rechten Maustaste an und wählt dann "Set image as wallpaper" aus. Anschließend kann man noch festlegen ob das Bild gestreckt, gekachelt oder zentriert gespeichert werden soll. Standardmäßig erfolgt dies in einem neuen Tab. Über die Optionen der Erweiterung kann man aber auch das Overlay einschalten. Diese Funktion bezeichnet der Entwickler noch als experimentell und kann Fehler enthalten. 

» Set image as wallpaper

Ein anderes Feature das in Chrome fehlt, könnte bald nachgerüstet werden: RSS. Die Erweiterung ist nicht Teil von Chrome da sie circa 5MB auch im Leerlauf an Arbeitsspeicher braucht. Google will aber demnächst ein System testen, das nicht verwendete Erweiterungen deaktiviert und nur bei Bedarf einschaltet. Wenn das funktioniert, könnte man die RSS Extension standardmäßig mit ausliefern. 
Chrome

Wie sicherlich der ein oder andere von Euch mitbekommen hat, stellt Google in den Chromium Builds und in den Dev-Versionen einigen Features nur hinter einem Kommando zur Verfügung. Seit einiger Zeit lassen sich einige auch über about:labs einschalten. Nun hat Google mal wieder einen neuen Test veröffentlicht und gleichzeitig ein anderes entfernt.

Entfernt wurde Instant. Diese Funktion ist für Google weit genug ausgereift, dass man sie direkt in den Einstellungen aktivieren kann. Diese Einstellung steht derzeit nur im „alten“ Einstellungsfenster bereit. Wer das Labs „Tabbed Settings“ aktiviert hat, hat sollte es deaktivieren.

Danach gibt es in den Einstellungen im ersten Tab eine neue Option. Nachdem man den Haken gesetzt hat, weißt Google auf das hin:
„Instant lets you view web pages and search results faster than ever. With Instant enabled, most web pages begin loading as soon as you type a URL in the Omnibox, before you hit Enter. In addition, if supported by your default search engine, search results appear instanly as you type queries in the Omnibox, and in-line predictions help guide your search. Becasuse new search results are requested each time you press a key, anything you type into the Omnibox may be logged as a search query by your default search engine.“

Chrome Instant

Mit Instant werden häufig besuchte Seiten schneller geladen. Es reicht dann zum Beispeil aus ein m in die Adressleiste zu tippen und schon wird Google Mail geladen. Für unbekannte URLs sowie Suchanfragen funktioniert es noch nicht so gut. Instant wird es definitiv nicht in Chrome 7 geben. Chrome 7 müsste in den kommenden Tagen kommen. Geplant ist Instant für Chrome 8.

Ein weiteres neues Feature in Chrome Lab ist GPU Accelerated Canvas 2D. Mit diesem Test wird die Performance des Canvas-Tags mit 2D verbessert, indem die GPU genutzt wird. Weitere Details zu GPU Accelerated Canvas 2D gibt es hier.
Ob die neuen Features schon in der Dev-Version von dieser Woche bereit gestellt werden, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Wichtig: Die hier beschrieben Features existieren derzeit in der beschrieben Form nur in Chromium. Downloads dieser experimentellen Builds gibt es hier:


Update um 21:30:
Auf Mac bietet Google nun Instant als Lab über about:labs an. Lediglich auf Linux fehlt die Funktion noch. "Out of Labs" ist Instant nur auf Windows. 
Chrome OS

So weit wir neulich berichten konnten, ist November definitiv eine Deadline für die Entwickler von Chrome OS, zu mindestens eine Hersteller-Reife Version herauszugeben. In einem Thread bei Google Code ist jetzt der 11. November genannt wurden. Außerdem gibt es neue Screenshots, die fertig aussehen.

Wenn man etwas auf dem Google Code-Portal herumforscht, dann wird einem sicherlich schnell klar, wie weit das Google-Betriebssystem schon ist. In einem Bug beschreibt ein Entwickler, welche Version der des RC entspricht: Chrome OS 0.9.78.0 (bzw. 7bbf3823) auf Chrome 7.0.547.0 (bzw. Build 61602). Der aktuelle Entwicklungsstand spricht aber von 0.9.78.1, was heißen könnte, dass uns wirklich bald eine Überraschung bevorsteht. In einem weiteren Bug nennt ein Entwickler dann sogar den "11. November" („This is why I said I will push it after Nov 11 =)”, zu dt: „Darum sage ich, dass ich es nach dem 11. November pushen [veröffentlichen] werde”). Nun ist aber weder klar, ob das ein Feature Freeze oder ein Release-Date ist. Allerdings würde sich das super mit den Ankündigungen der letzten Wochen decken. Und wenn nun Google Chrome OS "ende des Jahres", wie von Google angekündigt, kommen sollte, dann ist sicher auch November gemeint.

Weiterhin ist groß im Gespräch: Der Chrome Web Store. Wenn er mit dem Release kommen wird (was sich schon erahnen lässt), dann wäre das sicherlich einer der Vorteile, um das Betriebssystem zu nutzen. Welches Feature-Set Chrome OS tatsächlich bekommt, ist noch unklar, aber die Richtung sollte vorgegeben sein. Zudem wird derzeit über kleiner Sachen debattiert: Tastaturkürzel, 3G-Notification mit Empfangsanzeige etc, IPv6, WebCam-Treiber und Optimierungen am integrierten Flash.

Nebenher vom ganzen Entwickler-Kram haben die Google Chrome OS-Jungs mal wieder auf der UEx-Seite ein paar Screenshots veröffentlicht, die zu mindestens den Web Store bestätigen. Allerdings ist die Google-Version da aus der Zeit vor dem Google-Relaunch im Mai 2010 und deshalb nicht ganz nachvollziehbar. Eventuell sogar nur Entwurfs-Grafiken. Bild 1 zeigt die normale Ansicht. Oben sind einige Chrome-Apps, ganz rechts ist das Chrome OS-Menü, wahrscheinlich auch mit dem Web Store (Bild 2). Auf Bild 3 sieht man wieder eine Demo der Notifications. Auffallend ist das für Google typische Design.
G CROS G CROS G CROS

[via]
Solar

Bei Google achtet man auf Umweltschutz und möchte so viel Energie wie möglich selbst produzieren. Hierfür gibt es auf dem Google Plex eine recht große Solaranlage. Googler in Mountain View werden mit Bussen zur Arbeit gebracht und können dank WiFi-Ausstattung schon dort mit der Arbeit beginnen. Nun hat Google in eine Windkraftanlage im Meer investiert.

Die exakte Summe wie viel Geld Google investiert, hat das Unternehmen nicht veröffentlicht. Allerdings heißt es, dass man 37,5 Prozent des Startkapitals stellen werde. Die Anlage soll 6000 Megawatt Strom erzeugen was für 1,9 Millionen Haushalte reichen soll. Der Offshore-Park ist zwischen 15 und 25 Kilometer von der Küste entfernt und soll nicht sichtbar sein. 

Das Backbone heißt Atlantic Wind Connection und erstreckt sich im Atlantik zwischen New Jersey und Virginia. Die Leitung wird circa 5 Milliarden Dollar kosten und soll dann eine Grundlage für weitere Parks bilden. Das Backbone wird ab 2013 verlegt und erste Anlagen sollen dann drei Jahre später ans Netz gehen. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant. Ingesamt wird das Backbone rund 540 Kilometer lang sein, was ungefähr der Luftlinie zwischen Aachen und Berlin entspricht. 

Google hat außerdem schon in Elektroautos Geld gesteckt und verzichtet auf den Einsatz von Rasenmähern.
Goog-411

Google hat am Wochenende bekannt gegeben, dass der Dienst Goog-411 zum 12. November 2010 eingestellt wird. Mit Goog-411 konnte man sich mit Unternehmen verbinden lassen. Der Service wurde über Sprache gesteuert.

Goog-411 war nur in den USA und Kanada verfügbar und kostenlos. Google nutzte die Menge an Daten aber nicht nur für die Herstellung der Gespräche, sondern nutzte diese für die Entwicklung der Sprachsuche in Android und auf dem iPhone, Voice Input (Eingabe mit der Stimme auf Android) sowie die Voice Actions (ebenfalls Android).

Google wird in Zukunft weiter auf Sprachsteuerung setzen und diese für weitere Produkte anbieten. Von Deutschland aus konnte man Goog-411 nicht nutzen. 
YouTube

Im Gegensatz zu Facebook scheinen sich doch ein paar wenige Soziale Netzwerke gegen Nazis zu bewegen. Die Kampagne wurde vom „Netz gegen Nazis” gestartet und soll klar erkenntlich machen, dass Rechtsextremismus nicht geduldet wird. Dabei sind auch übliche Verdächtige, wie YouTube, MySpace, Kwick oder die VZ-Netzwerke. 

Die Ursprünge der „Netz gegen Nazis”-Aktion fand sich im Jahr 2008 bei der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Amadeu Antonio Stiftung. Die Fortsetzung der erfolgreichen Kampagne weitet sich nun auf die sozialen Netzwerke aus. Die Soziale Netzwerke werden oft als Sprachrohr für die Nazis missbraucht - das möchte man eingrenzen. Damit das auch erfolgreich passiert, haben sich der Aktion 20 Netzwerke angeschlossen: Bendecho.com, Clipfish.de, Ednetz.de, Fudder.de, Jappy.de, Kicker.de, knuddels.de, KWICK.de, MeineLeute.de, Spion-Netzwerk, MySpace.com, MyVideo.de, Schueler.cc, Spin.de, Stayfriends.de, Studentum.de, VZ-Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ), Webcity.de, wer-kennt-wen.de sowie Youtube.

Diese Netzwerke stehen dafür, dass Hass und Diskriminierung auf diesen Portal nicht toleriert werden. Das heißt auch, dass User und Userinnen aufmerksam sein sollen, helfen sollen und natürlich Übergriffe melden sollen, damit die Personen entfernt werden - damit das Zusammenleben im Netzwerk für alle zufrieden verläuft und die Nutzer ihre Freiheiten ausleben können. 2010 wurde Netz-gegen-Nazis.de ausgezeichnet mit dem CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa. 

Im Kampagnenzeitraum vom 11. bis 17. Oktober 2010 machen die sozialen Netzwerke mit Bannern und Buttons auf ihren Seiten auf die Kampagne aufmerksam, unterstützen sie durch Gruppen oder Profile zum Thema und berichten über die Kampagne und warum sie daran teilnehmen in ihren redaktionellen Teilen. 

Auf www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de kann man sich zudem informieren, wie man dazu beitragen kann und was man tun kann, wenn man Übergriffe erlebt. Außerdem kann man sich dort Logos herunterladen und sie im Profilbild einfügen, um zu symbolisieren, dass man die Kampagne unterstützt. 
Überraschende Statements hört man jetzt aus der Ecke der Android-Entwickler. So hat sich „The Godfather of Android” Andy Rubin gegenüber eines PC-Magazines gegen Windows Phone 7 ausgesprochen. Weiterhin beton Rubin aber, dass Android 3.0 „Gingerbread” mehr auf Gaming als Sparte setzen wird.

In einem exklusiven Fragen und Antworten (FAQ/Q&A)-Interview hat Android-Erfinder Andy Rubin mit einigen Gerüchten aufgeräumt, die in der letzten Zeit öfters die Runde gemacht haben. Zunächst räumt er aber mit dem neuen Konkurrenz-Produkt aus der Microsoft-Sparte auf. Rubin meint, dass die Welt kein weiteres OS braucht. Darauf spricht Rubin natürlich auf den Knackpunkt an, den es derzeit gibt: Microsoft will sich endlich von CE lösen - was aber zur Folge hat, dass der Markt mit noch einem Betriebssystem gefüttert wird, was am Ende nur das Update sein könnte. So Rubin: „Ich hab mir die Screenshots angesehen, schauen auch interessant aus, aber schauen Sie mal: Die Welt braucht kein weiteres Betriebssystem. Android ist gratis und offen; Ich denke, dass der einzige Grund dafür ist, eine neue Plattform zu entwickeln, der eines politisches Grundes.”

Dann kommt Rubin aber zu interessanten Fakten: Zunächst geht Rubin auf die Fragmentierung der Android-Sparte ein. Da sind die Hersteller dazu gezwungen, auf neue Versionen zu setzen. Wer mit älteren Versionen (zwecks Faulheit oder einfach nur aus Kostengründen) an den Start geht, wird schnell spüren, was die Kunden wirklich wollen. Er sieht nicht das Problem im Produkt-Zyklus, sondern bei den Herstellern. Und da die „Aufholjagd” nun vorbei ist, wird der Zyklus etwas verlangsamt und die waren Innovationen kommen via Update.

Auf die persönliche Frage, was er denn an Android schätzt, kam Rubin auf die Offenheit von Android zu sprechen. Er mag es im Code zu wühlen und er mag auch die Sicherheitsaspekte an Android. Und Alles in Allem mag er das Konzept, dass Multitasking, die Apps, die Gesten eine Einheit bilden. Er mag auch den Notification-Manager, der alle Apps zusammenführt und auf ein zentralen Punkt führt. Als letztes führt er noch die Web-Apps an, die statt den nativen Apps noch den Vorteil haben, dass man sie quasi lautlos ändern kann. „Man kann mehrere Updates hinterher schieben und kein Benutzer würde je davon etwas merken.”

Derzeit kann Rubin sich keine Videotelefonie auf Android vorstellt. Die Ressourcen, die dafür benötigt werden, sind derzeit noch „unterirdisch” . Er verweist aber gerne auf den Desktop-Google Mail-Videochat.

Zu Android 3.0 Gingerbread sagte Rubin, dass Android mehr und mehr zur Spiele-Plattform für Unterwegs wird. „Wir versuchen gerade, den Casual Gaming-Trend wieder auferstehen zu lassen. Wenn du dir so Konsolen, wie XBOX oder PlayStation anschaust, dann denke ich, dass es wirklich nur ein stumpfes "hinsetzen und versuchen, das maximale Level zu erreichen" ist. Auf Mobiltelefonen [...] ist es mehr so ein [...] Spiele spielen, um seine Zeit zu füllen oder zu vertreiben. Wenn wir also sorgsam schauen, was für neue Features und Funktionalitäten wir in die Plattform bringen, um das Spielen im kompletten Spektrum zu ermöglichen, wäre das schon ein Punkt, in dem man Aufmerksamkeit stecken sollte”, so Rubin.

Flash ist auf dem Smartphone noch lange nicht so weit, wie auf dem Desktop. Er sieht sich optimistisch, dass sich Flash auf mobilen Geräten noch durchsetzen wird, wenn es denn richtig gemacht wird: „Ich mag Flash deshalb, weil ich die komplette Webseite sehen möchte, nicht nur ein Bruchteil davon. Und wenn man einmal das komplette Web bekommt, muss man auch sehen, dass es von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr besser wird und Optimierungen gemacht werden. Ich bin zuversichtlich. Es ist nur Code.” 

Code ist auch nur HTML5, welches Rubin ebenso anreißt. „Es ist das Kleinste, es ist das Schnellste. Wir werden noch weitere Funktionalitäten hinzufügen, damit der Benutzer eine bessere Erfahrung bekommt.” - und der Fokus liegt bei Google weiterhin auf HTML5, aber auch (paradoxerweise) bei Flash. Google möchte das komplette Web auf seine Dienste und in seine Telefone bringen.

[via
Facebook

Es ist schon recht verblüffend, wie einfach es ist, ein Facebook-Fake-Profil mit originaler E-Mail-Adresse anzulegen und zu betreiben. Das wollte der Blogger Michael Arrington auch probieren und hatte es sogar geschafft, reale Kontakte von Schmidt dazu zu bewegen, ihn als Freund hinzuzufügen. Heute löste TechCrunch dann die Schummelei auf.

Man glaubt eigentlich, dass man die E-Mail-Adresse zunächst bestätigen muss, um Aktionen auf Facebook ausführen zu können. Damit aber weit gefehlt: Der Fake-Schmidt legte sich einfach ein Profil mit Schmidt's E-Mail-Adresse (@google.com) an und versuchte einfach, ein paar Kontakte zu knüpfen. Die E-Mail-Adresse erhöht die Glaubwürdigkeit so enorm - außerdem lassen sich so Personen über die Suche einfacher finden. 

So biss auch der YouTube-Gründer Chad Hurley an, der (natürlich) den Fake nicht erkannt hat. Außerdem hat sogar ein Facebook-Vice-President, Elliot Schrage, zugeschlagen. Leider sind indessen nur 6 Freunde in den Kontaktkreis von „Eric Schmidt” getreten. Aufgelöst wurde das Ganze dann heute auf TechCrunch. Der echte Eric Schmidt gab sich auf twitter relativ gelassen und will sehen „wie er mit allem fertig wird” .

Das Problem ist in dem Fall bei Facebook zu suchen: Hätte man, bevor man den Account überhaupt erst einmal nutzen kann, die E-Mail bestätigen müssen, würde das eine unerreichbare Hürde darstellen. So kann man erst einmal genüsslich Freunde hinzufügen. Nachrichten kann man dann zwar nicht sehen, aber es sieht dann so aus, als ob.

[via
Google

Vor wenigen Tagen sagte Google-Chef Eric Schmidt, dass es schade ist, dass der Computer erst nach dem Auto entwickelt wurde. Sonst würden diese schon immer selbst fahren. Betrachtet man diese Aussage nun mit der Ankündigung von gestern Abend, rückt sie in ein ganz anderes Licht. Google hat still und heimlich ein selbstfahrendes Auto entwickelt und ist mit mehreren Fahrzeugen schon über 140.000 Meilen (~225.000 Kilometer) gefahren.

Auch die TU Braunschweig hat ein führerloses Fahrzeug entwickelt und lässt es durch die Stadt fahren. Bei beiden Projekten sitzen noch Menschen im Fahrzeug, die im Notfall eingreifen können. Wir möchten uns an dieser Stelle erstmal nur auf die Autos von Google beschränken. Google verwendet in den USA den Priuis von Toyota.

Diese Fahrzeuge sind vollgestopft mit Technik und verfügen über Kameras, Radar und Laser. Die gewählte Route wurde vorher von einem echten Fahrer aufgezeichnet und das Google Auto folgt dieser dann. Im Auto sitzt hinter dem Steuer ein trainierter Fahrer und auf dem Rücksitz ein speziell ausgebildeter Entwickler, der die Software im Auge behält.

Laut der WHO sterben jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Mit automatischen Fahrzeugen, die schneller reagieren können als der Mensch, soll diese Zahl sinken. Die Autos von Google fahren wohl schon seit Januar durch die Gegend, wie dieses Video zeigt:


Da die Autos eine gewisse ähnlich zu Street View-Autos haben, wurden diese Fahrzeuge als solche gewertet. Während Google in Europa fast nur Street View Autos mit den großen Kameras einsetzte, waren diese in den USA deutlich kleiner. UPDATE: » Google Driverless Car: Blinder Amerikaner fährt durch Kalifornien
Earth Google hat heute Satellitenbilder der Umweltkatastrophe im ungarischen Kolontár veröffentlicht. Sie wurden vom Satelliten GeoEye aufgenommen, an dem Google beteiligt ist und die exklusiven Rechte für die Verwendung im Internet besetzt. Direkt in Google Earth werden diese nicht angeboten, aber mit einer KML-Datei kann man sich das Layer einblenden lassen. Sie zeigen eindrucksvoll wie weit sich die alkalische brühe schon verteilt hat. Die Bilder entstanden am 07. Oktober also drei Tage nach der Katastrophe. Vor und nach der Katastrophe Dieser Vergleich zeigt die Stelle des Damms, die gebrochen ist. Die Aufnahmen, die den intakten Damm zeigen wurden vor zwei Jahren am 5. Oktober 2008 aufgenommen.
Android Labs

Auch bei Google arbeiten Menschen, die über ein Handicap verfügen (hier ist jetzt nicht Golf gemeint). Einer von diesen ist T.V. Raman. Er ist im Alter von 14 Jahren erblindet und setzt sich für die Barrierefreiheit im Internet und in Software ein. Seit 2005 arbeitet er bei Google. Nun hat er zwei Apps veröffentlicht, die die Barrierefreiheit von Android verbessern.

In der Ankündigung schreibt Raman, dass er die Aussprache von Routen bei Google Maps sehr nützlich findet. Aber seit es mit Google Maps 4.5 die Fußgänger-Navigation nun auch auf dem Android gibt, wollte er diese für blinde nutzbar machen. WalkyTalky gibt die Adressen in der Nähe wieder wenn man an ihnen vorbei läuft. Gleiches gilt für Straßennamen. Die Richtungen für die Navigation werden ausgesprochen. 

Mit Intersection Explorer kann man Karten erkunden. Bewegt man seinen Finger über die Karte, dann wird der Straßennamen sowie je nach Auswahl auch die Entfernung zur nächsten Kreuzung wiedergeben.

Wenn ihr die Apps mal ausprobieren wollt, sucht einfach im Market danach. Man findet sie auch im deutschen Market. Lokalisiert - also übersetzt - ist die App noch nicht. Englische Begriffe wie currently, move, and, meters und named werden einfach auf Deutsch vorgelesen.

T.V. Raman hat bei Adobe zum Beispiel auch die Barrierefreiheit des PDF-Formats entwickelt.

» Weitere Details
Plannr
Vor einigen Tagen haben wir über Gerüchte berichtet, dass Google plannr gekauft hat. Heute morgen wurde von den Betreibern eine Mail verschickt, dass sie den Service einstellen werden. Wie TechCrunch nun von Google erfahren hat, wurden die beiden Entwickler bei Google angestellt.

Ben Eidelson and Jason Prado haben einigen mobile Seiten entwickelt. Bei Google werden die beiden an den mobilen Seiten arbeiten und verbessern. 
Android

Nun will auch Online-Händler Amazon in den lukrativen Markt von Android-Apps einsteigen. Dazu planen sie einen eigenen Webstore, wie etwa den von Samsung oder Androidpit und Androilib. Angeblich soll der Marktplatz bessere Voraussetzungen für Entwickler mitbringen und eine Konkurrenz zu iTunes App Store abliefern.

Die Gerüchte verdichten sich mittlerweile, dass Amazon ebenso auf den Markt der Apps aufspringen will. Und da Android ein freies Betriebssystem ist, wäre es auch klug, dafür einen Marktplatz anzubieten, wie es etwa schon Androidpit und Androidlib tun. So berichtet das „Wall Street Journal”, dass Amazon ein Bezahl-Modell vorhat, welches 30% einbehält und den Rest von den Umsätzen an die Entwickler auszahlt. So macht es eben auch der für Apple erfolgreiche App Store, der auf den iOS-Geräten läuft.

Der Grund ist einfach und plausibel: Zwar hat Amazon mit der Kindle-App schon einen starken Kundenkreis gewonnen, der Bücher und Zeitschriften kauft, ist das aber nicht Amazons Kernaufgabe. Amazon hätte gerne einen Store, der auch unterwegs Musik, Filme und Serien anbieten kann. Ein iTunes für Apple. Und da bietet sich kein Produkt mehr an, als das offene Android. Und dieses Rezept verspricht Erfolg, denn schon jetzt ist Amazon's Mp3-Laden beliebter, da es dort keinen Kopierschutz (DRM) gibt und die Song günstiger als bei iTunes angeboten werden.

Das wird aber auch Google Ärger machen, denn Google plant ebenso einen eigenen Musik-Store, der auch in Android integriert wird. Allerdings ist da das Problem, dass es dort keine Filme und Serien gibt. Das könnte zum Vorteil von Amazon werden. Weiterhin könnte Amazon die Vorteile von Podcasts in Android einbauen und somit die ultimative „Android-iTunes-App powered by Amazon” bauen.

Nächster Punkt ist Honeycomb: Mit Android 3.0 soll ja die Unterstützung für Tablet-PCs kommen. Und damit eine eigene Kategorie oder eine eigenen Store im Android Marketplace. Da kann Amazon wieder punkten: Wenn Amazon es schafft, früher als Honeycomb zu releasen, wird das Modell sich wahrscheinlich bei Anwendern und Entwicklern durchsetzen. 

Letzte Punkt, und wahrscheinlich der eher relevantere Punkt für Amazon, ist das Erfolgsrezept App Store. Mit 30% der Einnahmen dürfte Amazon sich schon alle möglichen Pläne überlegt haben, das Geld wieder auszugeben. Aber nicht nur das: Viele Entwickler klagen derzeit über die Offenheit des Android Marktplatzes. Es ist Dreh- und Angelpunkt für sinnlose Apps, die entweder Spam sind, Urheberrechte verletzen oder Viren mitbringen. Da ist der App Store von Apple klar im Vorteil: Dadurch, dass Apple vorher alles abcheckt und Regeln aufstellt, kommt eben nicht jede App durch und daher ist auch die Qualität der angebotenen Apps viel höher. Aber leider ist diese Usability auch das Problem der Entwickler: Viele scheuen sich, da die Hürden viel zu hoch sind, um in den App Store zu landen. Wird eine App abgelehnt, beginnt meistens die Suche nach der Nadel im Heuhaufen und Stunden an Arbeit war für umsonst - Apple nennt auch keine Gründe für eine Ablehnung. 
Das könnte Amazon zu mindestens besser machen oder selbst den Android-Market durchgehen und Apps löschen (also nach der Veröffentlichung).

Insgesamt ist ein Amazon-iTunes eine gewagte Sache. Es kann schon besser werden als Androids derzeitiger Marktplatz. Da auch derzeit Multimedia komplett fehlt, könnte Amazon den wunden Punkt von Google getroffen haben und damit Android zur echten Konkurrenz zu Apple machen. Sollten die Gerüchte stimmen, könnte Amazon von tausenden von Business- und Privatkunden profiteren und endlich ein eigenes Android-Portfolio anbieten. Dass Google dabei auf der Strecke bleibt, ist zwar noch nicht gesagt, lässt sich aber erahnen.