Google Street View startet noch 2010 in Deutschland

Street View

Google hat heute bekannt gegeben, Street View für die 20 größten Städte Deutschlands bis Ende des Jahres einzuführen. Durch die innovativen Straßenansichten mit einem Radius von 360 Grad können Nutzer ihre Stadt virtuell erkunden, Wegbeschreibungen abrufen oder den Dienst für die Wohnungssuche nutzen.

Zusätzlich zu der weltweit umgesetzten automatischen Unkenntlichmachung von Gesichtern und Nummernschildern auf Street View-Bildern stellt Google in Deutschland eine neue Funktion vor. Mit dieser können Mieter und Eigentümer beantragen, dass ihr Haus vor der Online-Veröffentlichung der Bilder unkenntlich gemacht wird.

Diese Funktion steht ab nächster Woche online auf www.google.de/streetview bereit. Dort können Mieter und Eigentümer unter Verwendung von Satellitenbildern den Standort ihres Hauses angeben und Google auffordern, es unkenntlich zu machen. Nutzer können dort ebenfalls ihr Feedback zu Street View und ihre Erfahrungen mit dem Dienst mitteilen sowie Vorschläge machen, wie Unternehmen und Einzelpersonen es für ihre Zwecke verwenden könnten.

Raphael Leiteritz, Produkt Manager, Google Maps, Europa, Mittlerer Osten und Afrika sagt:
„Wir freuen uns, Deutschland in die Liste der Länder aufzunehmen, für die Street View schon verfügbar ist. Viele deutsche Nutzer verwenden Street View bereits, um andere Länder in Europa virtuell zu besuchen. Noch dieses Jahr bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Städte zu erkunden sowie Touristen Anreize für einen Besuch zu geben“.

Street View in Deutschland

Zurzeit werden die Fotos für die ersten deutschen Städte, die in Street View erscheinen sollen, vorbereitet – ein Prozess, bei dem modernste Technologie zur Unkenntlichmachung von identifizierbaren Gesichtern und Kfz-Kennzeichen zum Einsatz kommt.

Die 20 Städte sind: Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Sobald die Bilder online verfügbar sind, können deutsche Unternehmen jeglicher Größe diese Technologie kostenlos nutzen, indem sie Google Maps in ihre Webseiten einbetten. Überall auf der Welt haben Betreiber von Immobilien-, Reise-, Hotel- und Gemeindewebseiten bisher schnell den Nutzen dieser Technologie erkannt.

Neue Statistiken, die die Google Inc. im Zuge der Ankündigung veröffentlicht hat, verdeutlichen, dass viele deutsche Nutzer Street View bereits verwenden, um ihrer Reiseleidenschaft nachzugehen. So rufen Nutzer aus Deutschland täglich mehr als eine Million Street View Panoramen auf, meist in ihren virtuellen Hauptreisezielen USA, Großbritannien, Italien und Frankreich.

Street View steht zurzeit in 23 Ländern weltweit zur Verfügung, darunter auch in 12 europäischen Ländern. Als Bestandteil von Google Maps haben sich die Straßenansichten dabei als beliebte und nützliche Zusatzfunktion erwiesen – im Durchschnitt nimmt mit der Bereitstellung von Street View die Verwendung von Google Maps um anhaltend 20 Prozent zu.

Die neue Funktion

In den genannten 20 Städten können Mieter und Eigentümer vier Wochen lang die Unkenntlichmachung ihres Hauses in Street View mit Hilfe der neuen Funktion anfordern. In diesem Zeitraum eingehende Briefe werden ebenfalls weiterhin bearbeitet. Im Anschluss wird die Online-Funktion geschlossen, um Google ausreichend Zeit für die Bearbeitung der Anträge zu geben. Anträge, die sich auf Gebiete außerhalb der ersten 20 Städte beziehen, können danach weiterhin eingereicht werden. Anträge, die bereits in der Vergangenheit bei Google eingegangen sind, werden umgesetzt, ohne dass der Antragssteller die Funktion nutzen muss.

Darüber hinaus ist es möglich, abzuwarten, bis Street View in Google Maps verfügbar ist, und dann durch ein einfaches Reporting Tool gegebenenfalls die Unkenntlichmachung eines Bildes einzufordern.

Neue Informationskampagne

Zusätzlich zu der eigens bereitgestellten Webseite für Street View auf www.google.de/streetview, die mehr Informationen über das Produkt enthält, wird Google die Deutschen in einer online und offline durchgeführten Informationskampagne in regionalen und überregionalen Zeitungen sowie Wochenmagazinen über Street View informieren.

» Countdown bis zum 31.12.2010 (da kein genaueres Datum bekannt ist)
» Reaktion des zuständigen Datenschützers

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comment ommentare zur “Google Street View startet noch 2010 in Deutschland

  • Was mich bei der Löschung der Häuser ja noch stutzig macht ist, wie wird sichergestellt das der mein dusseliger Nachbar nicht gleich den ganzen Straßenzug oder das falsche Haus zum löschen anmeldet? Gelöscht ist gelöscht, oder? Wiedereinstellen wird nicht möglich sein, denke ich. Die Vorstellung in einer Straße immer wieder schwarze Bilder bzw große Lücken durch gelöschte Hausansichten zu haben finde ich nicht so schön. An Sonaten freut es mich natürlich sehr das es nun bald losgeht! Es ist schon eine aufregende Sache nun bald in deutschen Städten Streetview zu haben.

  • Blöde autom. Rechtschreibkorrektur: „ansonsten“ heisst es natürlich nicht „an Sonaten“.

  • Über das Tool weiß ich schon einige Zeit bescheid und das hab ich mich auch gefragt. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass man dann nicht das ganze Panorama entfernen wird sondern nur einen Teil.

  • Wer sein haus löschen lässt, macht sich doch erst recht auffällig, und bestimmt gibts dann in kürzester zeit fotos vom jeweiligen objekt auf panoramio, weil ja jeder wissen will, was sich auf diesem mysteriös geweichzeichnetem Fleck wirklich ist.

  • Das ist wirklich mal erfreulich zu lesen.
    Spätestens im Oktober wird´s wohl los gehen, so meine Theroie.
    Desto früher, desto besser.

    edit://
    Zeit berichtet:

    Zitat:
    Wie Google erklärte, wird Street View ab November verfügbar sein, genauer will man das Datum derzeit nicht angeben.

  • Dann durfte das Google Navi ja auch nicht mehr lange auf sich warten lassen! Hoffentlich wird es dann auch irgendwann auf anderen Plattformen wie z.b. den Apple-Produkten angeboten.

  • Zuviel Aufregung um Google? Köln ist schon längst fotografiert, und dabei gab es keine Einspruch- und keine Widerspruchmöglichkeit.

  • Nur 20 Städte? Warum nicht gleich das ganze Land, so wie in Australien? Auch hierzulande hat Google bereits 90% der bewohnten Straßen digital erfasst. Das war von Juni 2008 bis November 2009, mit Ausnahme der Wintermonate Nov. – Mrz. Im April 2010 wollten sie ihre Fahrten fortsetzen, aber überschattet vom WLAN-Datenskandal wurde die Aktion kurzerhand abgebrochen.

    Noch 2010? Wenn ich das schon höre! 2008 hieß es im Frühjahr 2009 gehts los, dann hieß es „noch“ 2009, und jetzt haben wir 2010 schon fast rum. In anderen Ländern ging dies deutlich schneller.

  • Ich vermisse die Bilder auf der Ziegelhorststr., z.B. Gaststätte
    Rubbert, sowie ( Schule am Röttgersbach)
    Sind diese noch garnicht fotografiert ?

Kommentare sind geschlossen.